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Reportagefotografie – Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene

Reportagefotografie – Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene

Herzlich willkommen im Reportagefotografie-Kanal von FotoTV.! FotoTV. hat in den letzten 14 Jahren über 3500 Video-Tutorials, Interviews und Fotokurse erstellt, darunter eine Fülle von Filmen, die sich um das Thema Reportagefotografie drehen. Ich bin Antje Terhaag und habe neben der Fotografie (und einer Fotoschule) großes Interesse daran, mit Bildern Geschichten zu erzählen. Egal für welches Genre der Fotografie ihr euch interessiert - hier ist für jeden Etwas dabei!

Die Reportagefotografie ist ein komplexes Thema, das den Fotografierenden einiges abverlangt: Schnelligkeit, ein gutes Auge, blindes Beherrschen der Kamera, ein Gefühl für das jeweilige Thema und das Gespür, sich der Situation entsprechend zu verhalten und anzupassen. Dafür wird man mit inhaltsvollen Bildern belohnt, die den Betrachter informieren und emotional mitnehmen.

Hinweis: Die Tipps sind mit den jeweiligen FotoTV.-Filmen verlinkt, aus denen sie stammen. So habt ihr die Möglichkeit, euch noch ausführlicher und detaillierter mit der Thematik auseinanderzusetzen. Zu jedem Film könnt ihr euch eine kostenlose Preview anschauen. Wenn ihr die Filme komplett anschauen wollt, findet ihr weiter unten eine Möglichkeit, fünf Filme zum Thema “Reportagefotografie” freizuschalten, ohne dafür zahlendes FotoTV.-Vollmitglied zu werden. Mehr Informationen über FotoTV. und was euch bei uns erwartet, findet ihr hier

1. Die Definition der Fotoreportage

Aleksandras Macijauskas im Interview

Was ist eigentlich eine Fotoreportage? Die Frage selbst weist vermutlich schon darauf hin, dass die Definition der Reportagefotografie vielschichtig ist und sich auch über verschiedene andere Genres erstreckt. Eine ganz einfache Erklärung lautet, dass in der Reportagefotografie dokumentiert wird, was gerade an einem bestimmten Ort geschieht, und dies möglichst objektiv. Wobei man dazu sagen muss, dass es Objektivität in der Praxis nicht geben kann, weil schon die Anwesenheit des Fotografen eine Szene verändert oder weil er den Blickwinkel wählt und damit nur seinen Ausschnitt der Wirklichkeit zeigt. Aber die philosophische Betrachtung lassen wir zugunsten praktischer Fragen mal außen vor: Es geht uns in der Reportagefotografie darum, den Betrachter am Geschehen teilhaben zu lassen, ihn an einen Ort mitzunehmen, ihm die Situation emotional zu vermitteln und das Gefühl zu geben, er sei dabei gewesen.

Häufig stellt sich dann die Frage, wie sehr eine Fotografin oder ein Fotograf in die Szene eingreifen, das Bild arrangieren darf. Dies müssen vor allem Fotojournalisten und ihre Auftraggeber untereinander klären. Anfang der 1960er-Jahre hielten es alle befragten Fotoreporter für legitim, einen Spatenstich zu wiederholen, um ein gutes Bild er bekommen. Ein Vierteljahrhundert später war bereits ein Drittel der Befragten der Ansicht, eine Wiederholung sei nicht statthaft.

Die Fotoreportage-Definition reicht natürlich noch weiter. Das Pressefoto des Jahres, gekürt durch die World Press Photo-Stiftung, hat viele Bilder aus dem Bereich der Reportagefotografie bekannt gemacht. Dadurch gerät ein wenig in den Hintergrund, dass die Fotoreportage in den meisten Fällen aus mehreren Fotos besteht, einer Reihe oder Serie. Auch das genannte Pressefoto des Jahres oder der Pulitzer-Preis haben Kategorien für Serien. Ein Bild reicht für eine gute Fotoreportage kaum aus. Es mag dann ein bekanntes Titelbild geben, aber die Geschichte wird über mehrere Fotos transportiert. Auch Text ist in der Definition der Reportagefotografie enthalten. Text kann die Bilder zusammenhalten und ihnen zusätzliche Bedeutung geben, während die Fotos helfen, einen Text schneller und leichter zu erfassen.

Ob man nun der Fotoreportage eine Definition gibt oder nicht: Es geht darum, Geschichten zu erzählen, die wirklich passiert sind. Was bedeutet, dass die Fotoreportage zwar eine eigene Kategorie darstellt, aber damit andere Genres in sich vereinen kann. Die Portraitfotografie gehört ebenso zur Reportagefotografie wie die Sportfotografie, die Konzertfotografie, die Hochzeitsfotografie und andere. Hier entscheidet dann, ob die Bilder dokumentarischen Charakter haben oder nicht.

Aleksandras Macijauskas weiß, wie man mit Bildern Geschichten erzählen kann. Im verlinkten Interview erklärt er euch, wie es ist, sich dabei auf sein Gefühl zu verlassen und den Augenblick einzufangen.

Equipment in der Konzertfotografie
Die flexible Reportage-Fotografie-Ausrüstung

2. Die flexible Reportage-Fotografie-Ausrüstung

In der Reportagefotografie muss man auf alles vorbereitet sein, vor allem auf die Flüchtigkeit der Situation. Eine gute Fotoreportage lebt von der Schnelligkeit, dem Instinkt und der Flexibilität der Fotografierenden, nicht von einem Koffer voller Festbrennweiten, Hilfslichter, Lichtformer und anderen Gadgets. Je weniger man dabei hat, desto mehr kann man sich auf die Situation einlassen und muss sich nicht um seine Technik kümmern.

In früheren Zeiten war die 35mm Festbrennweite der Klassiker in der Reportage-Fotografie-Ausrüstung. Die Normalbrennweite, die dem natürlichen menschlichen Sehen am besten entspricht, vermittelt gut den Eindruck, dabei zu sein, im Geschehen selbst zu stecken. Das 35mm Objektiv ist hier noch sehr dicht dran, das 50er wiederum ist günstig und leichtgewichtig. Wenn man eine Fotoreportage formal sehr streng arbeiten will, bietet sich das 35er zusammen mit einer Telebrennweite an der Einfachheit halber auf zwei Kameras. Alternativ empfiehlt es sich natürlich, mit einem Zoom-Objektiv zu arbeiten, das die 35mm abdeckt. Wenn man nur ein einziges Objektiv am Start haben will, ist das 24-70mm Zoomobjektiv eine sehr gute Wahl.

In der Reportagefotografie ist auch eine flexible Kamera viel wert: Ein großer Sensor lässt im hohen ISO-Bereich noch sehr rauscharme Bilder zu (außer natürlich, man setzt das Rauschen bewusst als Stilmittel ein) und ermöglicht nachträglich ein großzügiges Beschneiden der Aufnahmen. Da es in der Reportagefotografie mitunter rasant zugeht, ist eine schnelle Serienbildfunktion gerne gesehen. Dazu passend müssen sich in der Reportage-Fotografie-Ausrüstung entsprechend schnelle Speicherkarten befinden, damit das Speichern nicht zum Nadelöhr beim Schießen von Serienbildern wird.

Mehr braucht es dann auch schon nicht. Sobald ihr mit Hilfslicht arbeitet, müsst ihr euch die Frage stellen, wie sehr ihr dadurch in die Szenerie eingreift. Die Antwort und wie ihr damit umgeht, ist euch natürlich selbst überlassen. Wenn ihr einen eigenen Reportagestil entwickeln wollt, kann auch die technische Umsetzung eurer Fotoreportagen dazu beitragen. Thomas Kiessling packt im Film seine Kamerataschen aus und zeigt, welche Ausrüstung er für welche Gelegenheiten mitnimmt und warum Reinigungstücher zu den wichtigen Utensilien in der Reportagefotografie gehören.

Erkundung der Kindheit
Fotoreportage-Themen für den Einstieg

3. Fotoreportage-Themen für den Einstieg

Wer die Reportagefotografie lernen will, kann auf beschaulichen Gebieten starten und auf kleineren Veranstaltungen wie Märkten, Messen, Ausstellungen etc. Fotoreportagen anfertigen oder – noch einfacher – zu Hause anfangen.

Im eigenen Haushalt finden sich für eine gute Fotoreportage allerlei Themen. Das kann die Zubereitung einer Mahlzeit sein, das Schuhputzen, die Renovierung eines Zimmers oder das morgendliche Ritual im Badezimmer. Wer die Reportagefotografie lernen will, hat hier ein ideales Feld. Zum einen lässt sich die Fotoreportage beliebig oft wiederholen – ihr könnt also fotografieren, die Bilder sichten und dann feststellen, dass ein wesentliches Bild fehlt, das die Geschichte abrundet. Und dann denkt ihr in der nächsten Runde an dieses Bild. Zweitens könnt ihr euch einen Plan machen, welche Motive ihr braucht, für die Fotoreportage einen Aufbau planen und üben, eure Fotoreportage aus verschiedenen Erzählperspektiven anzufertigen. Drittens könnt ihr mit diesem klaren Plan starten und euch dann vorarbeiten, also in den ersten Durchläufen alles so arrangieren, wie ihr es euch ausgemalt habt, um nach und nach ein Gefühl zu entwickeln, welche Motive ihr braucht und wie ihr diese fotografiert. In den weiteren Runden verzichtet ihr zunehmend auf das Vorbereiten der Szenerie und arbeitet mit dem, was ihr vorfindet. So kann man die Reportagefotografie lernen, um später spontan arbeiten zu können.

Als nächstes nehmt ihr euch Fotoreportage-Themen vor, die keinen unwiederbringlichen Verlust darstellen, wenn etwas schiefgehen sollte: kleinere Sportveranstaltungen, Wochenmärkte, Jahrmärkte, Weihnachtsmärkte, Straßenfeste, Konzerte etc.

Es müssen natürlich keine Events sein – Fotoreportage-Themen liegen manchmal auf der Straße: Eine Baustelle, ein Umzug, in der Reportagefotografie werden Themen nie knapp. Auch eine Reportage eurer Fotografie ist ein lohnendes Thema, dann steht ihr im Mittelpunkt eurer eigenen Geschichte. Niki Boon, neuseeländische Fotografin, begleitet ihre Kinder durch deren Alltag und setzt sich mit der Frage auseinander, was Kindheit bedeutet. Ihre Schwarz-Weiß-Aufnahmen gehen weit über das hinaus, was man für das Familienalbum braucht, und zeigen, was eine gute Fotoreportage wirklich ausmacht.

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4. Eine kleine Fotoreportage-Anleitung

Reportagefotografie bei FotoTV., Interview mit Romano Riedo

Im letzten Tipp war es schon angedeutet, wie man die Reportagefotografie lernen kann: mit einem Plan und viel Übung, bis man auch in besonderen Situationen intuitiv weiß, welche Motive man für eine runde Geschichte braucht.

Wie immer ist es sinnvoll, nicht gleich zu fotografieren, sondern mit dem Sehen zu beginnen. Das kann einfach eine Zeitschrift sein, in der ihr analysiert, wie die Fotografinnen und Fotografen mit Bildern Geschichten erzählen. Jede gute Fotoreportage öffnet einem die Augen und ist in sich eine Fotoreportage-Anleitung. Egal, welches Fotoreportage-Beispiel ihr euch anseht: Findet heraus, mit welchen Motiven die Story transportiert wird, aber auch, wie sie technisch umgesetzt ist. So ist ein Wechsel zwischen Farb- und Schwarz-Weiß-Fotos möglich, wenn eine Logik dahintersteht. Viele Fotoreporter arbeiten innerhalb einer Fotoreportage mit zwei verschiedenen Brennweiten, zwei Arten von Bildaufbau. So bekommt die Geschichte einen Rhythmus und entsteht aus einem Guss. Wenn man die formale Einheitlichkeit nicht beachtet, wirkt die Fotoreportage wie zufällig zusammengewürfelt, konzeptlos. Auch bei der Farbigkeit wird sichtbar, ob man eine zusammenhängende Arbeit vor sich hat. Unterschiedliche kräftige Farben oder uneinheitlicher Weißabgleich können die Harmonie einer Fotoreportage schnell zerstören.

Wenn ihr durch die intensive Auseinandersetzung mit der Reportagefotografie ein Gefühl dafür bekommen habt, was eine gute Fotoreportage ausmacht, solltet ihr euch eine eigene Fotoreportage-Anleitung für jedes Thema anfertigen, das ihr fotografieren wollt. Wie ist eure Haltung zu dem Thema, welche Aussage soll transportiert werden? Was sind die Schlüsselmotive? Wie werden sie ins Bild gesetzt? Welche Nebenmotive unterstützen die Fotoreportage? Welches ist das Startbild, welches Bild beendet die Geschichte, und wie stehen beide im Zusammenhang? Welche Motive solltet ihr als Füllmaterial mitnehmen, falls noch Platz ist? Welche Ästhetik sollen die Bilder haben, Farbigkeit, Lichtstimmung, Kontrast etc.? Je besser eure Vorausplanung ist, desto leichter könnt ihr davon abweichen, denn eure „innere Fotoreportage-Anleitung“ ist so gut abgespeichert, dass kein entscheidendes Motiv in Vergessenheit gerät. Denkt immer an die Fotos, die die ganze Szenerie abdecken, die Umgebung, einzelne Akteure, aber auch nebensächliche Details, um die Atmosphäre am Ort des Geschehens zu transportieren. Je häufiger ihr trainiert, mit Bildern Geschichten zu erzählen, desto leichter wird es euch fallen.

In den Bildern von Romano Riedo aus seinem Projekt „Hinterland" findet man eine formale Strenge, eine Einheitlichkeit, die seine Geschichte in perfekter Harmonie erscheinen lässt, ihm aber viel Freiheit bei den Motiven lässt.

der text macht das bild geo reportagefotografie
Die Story bestimmt den Fotoreportage-Aufbau

5. Die Story bestimmt den Fotoreportage-Aufbau

Wie eine Fotoreportage final aufgebaut ist, klärt sich entweder schon im Vorfeld, wenn die Richtung und die Absicht klar sind und beispielsweise ein chronologischer Ablauf der Geschehnisse wiedergegeben werden soll, oder im Nachhinein anhand der angefertigten Bilder. Beide Herangehensweisen sind legitim, manchmal ist es schwer möglich, alles vorauszuplanen. Die gründliche Recherche, was euch erwartet, steht immer vor der Planung des Fotoreportage-Aufbaus. Wer also noch nie auf einem Livekonzert war, übersieht im Gedränge vielleicht das Mischpult in der Mitte der Halle und wird auch keine Close-ups eines Access-All-Areas-Passes mitbringen, all die Bilder, die das Geschehen auf der Bühne abrunden.

Beim Konzert hat man sogar noch den Vorteil, dass es sich auf einem überschaubaren und definierten Raum abspielt. Bei Gipfeltreffen, einem ganz anderen Fotoreportage-Beispiel, gibt es auch recherchierbare und bekannte Abläufe, aber hier kann vieles gleichzeitig an verschiedenen Orten passieren, beispielsweise durch Demonstrationen, Polizeieinsätze etc., und manche Ereignisse lassen sich nicht exakt vorhersehen. Allerdings ist es möglich, Szenarien im Kopf durchzuspielen, was im Extremfall passieren könnte, um bereits ein paar Bilder vor dem inneren Auge zu haben. Dann ist man schneller, wenn wirklich etwas Unerwartetes eintritt.

Für den späteren Fotoreportage-Aufbau gibt es ein paar Baupläne, bei denen aber nichts in Stein gemeißelt ist. Eine Möglichkeit ist es, mit der Situation vor einem Ereignis zu beginnen und mit dem Endzustand aufzuhören. Die Fotoreportage einer Hochzeit könnte so aufgebaut sein. Es geht auch genau umgekehrt: Man fängt mit dem Ergebnis an – einem Sportler, der auf seine Goldmedaille beißt, und schildert dann den mühevollen Weg von nächtlichen Trainings bis zum Gewinn des Wettkampfs. Natürlich kann man auch zwei parallele Handlungsstränge nebeneinander zeigen, die am Ende zusammentreffen, beispielsweise Urlauber und Mitarbeiter eines Hotels, die am Abend durch dieselbe Tür das Gebäude verlassen.

Die Fotoreportage kann mit einem reißerischen Foto beginnen, das einen in die Geschichte saugt, aber auch mit Fotos, die Versatzstücke der Situation darstellen, aber erst langsam mit Bedeutung aufgeladen werden, vielleicht auch nur durch den Text oder die Bildunterschriften ihre Wirkung entfalten können. Wenn man mit Bildern Geschichten erzählen will, bestimmt mitunter auch die Zielgruppe den Fotoreportage-Aufbau: Das Gehirn liebt eine leichte Herausforderung, es muss nicht alles platt und auf den ersten Blick erkennbar sein. Wenn sie ihren Weg in ein Museum finden soll, kann der Fotoreportage-Aufbau anspruchsvoller sein als in der Klatschpresse.

Martin Meister, geschäftsführender Redakteur für Wissenschaft und GEO TV, erklärt im Film das Zusammenspiel von Text und Bild in Magazinen und warum beide sich sinnvoll ergänzen. Ein wesentliches Element im Fotoreportage-Aufbau sind übrigens auch die Bilder, die in der finalen Auswahl fehlen. Es kann eine bewusste Entscheidung sein, auf Aufnahmen zu verzichten und Teile der Geschichte der Fantasie des Betrachters zu überlassen.

Tagebau Umsiedlung
Emotionen in der Reportagefotografie einfangen

6. Emotionen in der Reportagefotografie einfangen

Häufig weiß man vorab, wie die Stimmung vor Ort sein wird – oder aber, welche Stimmung man transportieren möchte. Mit nur einem einzigen Foto gelingt dies innerhalb einer Fotoreportage, wenn man die Mimik eines Beteiligten einfängt. Nicht umsonst gibt es von Politikern Fotos von euphorisch über gelangweilt und schuldbewusst bis verzweifelt, um vom Wahlsieg bis zum Rücktritt jede Schlagzeile schnell untermalen zu können. Für eine gute Fotoreportage ist also hilfreich, von den Protagonisten und den Nebenfiguren unterschiedliche Gesichtsausdrücke einzufangen. Natürlich haben Körperhaltungen vergleichbare Wirkung – wenn sich jemand drohend aufbaut und sichtbar schreit oder ein anderer mit hängenden Schultern neben der Hauptfigur hertrottet. Die beteiligten Menschen zeigen die Emotionen mit ihren Körpern.

Ein gutes Mittel, um eine Fotoreportage ohne Menschen in eine bestimmte Stimmung zu tauchen, ist das Warten auf passendes Wetter. Bei ansonsten gleichen Bedingungen erzählt das Foto eine jeweils andere Geschichte. Stellt man sich eine Verkaufsbude am Strand vor, morgens vor der Öffnung, dann kann perfektes Strandwetter von der Goldgrube eines fleißigen Händlers erzählen, bei Sturm von dessen Liebe zur Natur und seiner Zähigkeit strömender Regen untermalt, wie sehr er den (ausbleibenden) Touristen ausgeliefert ist – Reportagefotografie lebt auch von der Geduld der Fotografierenden, auf die passende Witterung zu warten.

Aber auch belebte Bilder nehmen in der Fotoreportage Emotionen aus dem Wetter mit. Eine Demonstration bei Sturm und Hagel kündet von der Entschlossenheit der Teilnehmer, aber auch von einer gewissen Hoffnungslosigkeit ihres Unterfangens. Der gleiche Protestzug bei Sonne und blauem Himmel transportiert Optimismus oder Solidarität. Sonne ist aber nicht automatisch positiv besetzt: Bei Szenen, die einem emotional zusetzen, kann das schöne Wetter geradezu zynisch wirken.

Wenn man wenig Einfluss auf den Zeitpunkt der Aufnahmen hat, also nicht auf das nächste Tiefdruckgebiet warten kann, lässt sich in der Reportagefotografie mit der Farbigkeit in den Bildern arbeiten – entweder schon bei deren Entstehung oder in der Bearbeitung. Johannes Twielemeier dokumentiert in seinem Langzeitprojekt die Orte, die dem Braunkohleabbau in Nordrhein-Westfalen zum Opfer gefallen sind. Mit Ausnahme eines einzigen Fotos sind die Bilder menschenleer. Im Interview mit ihm wird deutlich, wie er mit Wetter und Farbe arbeitet, um die Stimmung des Verlassenen in seiner Fotoreportage hervorzuheben.

7. Reportagefotografie lenkt den Blick auf Themen

Fotojournalismus: Motive erkennen

Eine gute Fotoreportage lenkt den Blick auf ein bestimmtes Geschehen, ein brisantes Thema, außergewöhnliche Umstände. Auch im jeweiligen Foto kann der Blick geführt werden – hier sind klassischer Bildaufbau und ein bisschen Grundwissen gefragt.

In der Reportagefotografie braucht es Intuition und Schnelligkeit, da bleibt keine Zeit für eine bewusste Komposition. Erfahrene Fotografinnen und Fotografen müssen darüber auch nicht mehr nachdenken, ein grundlegender Bildaufbau geht irgendwann in die Hand über. Aber selbst wenn nicht: Eine gute Fotoreportage lebt nicht vom technisch perfekten Bild. Manch entscheidender Augenblick ist nicht auf den Punkt scharf, aber wenn es das einzige Foto ist, das den Moment zeigt, ist Schärfe zweitrangig.

Apropos Schärfe: Häufig wird Reportagefotografie mit durchgängig scharfen Bildern assoziiert. Zum einen kann man sich durch eine etwas geschlossene Blende davor schützen, den Fokus knapp zu verfehlen. Zum anderen entspricht ein tiefer Schärfebereich eher dem menschlichen Sehen und unterstützt somit die Anmutung, wirklich selbst vor Ort gewesen zu sein. Einer unserer Reportagefotografie-Tipps geht in die andere Richtung: Um den Betrachter auf die relevanten Teile im Bild zu lenken, kann es vorteilhaft sein, mit Schärfenuntiefe zu arbeiten und so einzelne Personen freizustellen.

Wenn Zeit genug ist und ihr nicht gerade lauert, dass etwas passiert, ist auch die bewusste Bildkomposition Teil der Reportagefotografie: Klassische Aufbauten im Goldenen Schnitt oder der Drittelregel kommen nun ins Spiel. Bei der Drittelregel teilt man das Foto gedanklich horizontal wie vertikal in jeweils drei gleich große Abschnitte und positioniert die bildwichtigen Teile entlang dieser Linien, besser noch auf den vier Schnittpunkten. Beim Goldenen Schnitt ist die Aufteilung etwas anders, die vier Schnittpunkte befinden sich etwas an der Bildmitte. Die meisten Kameras bieten ein entsprechendes Raster an, das man im Sucher einblenden kann. Der Mittelpunkt des Fotos selbst wird bei Totalaufnahmen (nicht bei Nahaufnahmen) als „Loser’s Point“ bezeichnet, also die Stelle, an der der Verlierer steht. Bei Spielfilmen könnt ihr das gut beobachten. Die zentrale Position ist ohne Dynamik, einsam und verloren aller Handlungsmöglichkeiten beraubt. Wer mit Bildern Geschichten erzählen will, kann die zentrale Position entsprechend einsetzen. Wenn die Aussage anders getroffen werden soll, kann das Foto nachträglich beschnitten werden.

Herbert Piel gehört zu den großen Reportagefotografen unserer Zeit und erzählt im Gespräch mit Eberhard Schuy, wie er Bilder mit Relevanz schafft und warum er auf ein Foto, das nicht perfekt scharf ist, besonders stolz ist.

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Barbara Klemm, Reportagefotografin, FAZ
Reportagefotografie: Mittendrin statt nur dabei

8. Reportagefotografie: Mittendrin statt nur dabei

Eine der wesentlichen Entscheidungen in der Reportagefotografie dreht sich um die Frage, wie dicht die Fotografierenden an ihren Motiven sein Teil des Geschehens statt distanzierter Beobachter werden sollen. Hier gilt es mehrere Aspekte zu beachten: Zunächst die Frage, ob man die Rolle als physisch Beteiligter annehmen möchte und sich inhaltlich damit identifizieren kann, was je nach Thema durchaus zur Gewissensfrage werden kann. Wenn Steine fliegen und Tränengas eingesetzt wird, sollte man Risiken zumindest bewusst eingehen.

Eine Fotoreportage bezieht Stellung, auch wenn sie neutral berichten will, allein schon durch Perspektive und Bildauswahl. Wenn man nun auch noch ins Geschehen eintaucht, sich ganz dicht an den Protagonisten bewegt, schwindet die wahrgenommene Neutralität weiter. Ein guter Reportagefotografie-Tipp besteht dann in Schuss und Gegenschuss, also dem Fotografieren des Motivs und dem Anfertigen eines zweiten Fotos in Gegenrichtung, um das Ursprungsbild einordnen zu können. Ein Beispiel ist das Foto des Sonnenuntergangs vom Strand aus fotografiert, das eine perfekte Idylle zeigt. Interessant ist nun, was im Rücken des Fotografen zu sehen ist – eine wunderbare Landschaft, die in goldenes Licht getaucht ist, oder Hotelsilos in mehreren Reihen, Industrieanlagen und eine Schnellstraße. Schuss und Gegenschuss geben sich gegenseitig den Kontext.

Bei der Reportagefotografie darf man nicht nur am Rand stehen und aus sicherer Entfernung als Chronist fungieren. Atmosphäre und Emotion transportieren die Geschichte, und diese finden sich nur mitten im Geschehen. Was man aber hierbei ebenfalls beachten sollte, ist die Frage, wie sehr man als Fotoreporter durch seine Anwesenheit die Dinge beeinflusst. Menschen, die wissen, dass sie fotografiert werden, verhalten sich anders, agieren sogar in Richtung Kamera. Manche regieren mit Zurückhaltung, die sie unbeobachtet nicht an den Tag gelegt hätten, andere suchen dann bewusst das Scheinwerferlicht für ihre fünf Minuten Ruhm. Man kann also mit Bildern Geschichten erzählen, aber auch deren Entstehung auslösen. Je nach Situation bietet es sich an, unauffällig zu bleiben, mit kleiner Kamera zu arbeiten und immer wieder den Standort zu wechseln, um keine allzu deutliche Schauspielerei zu provozieren.

Barbara Klemm, legendäre Reportagefotografin bei der FAZ, erzählt im Interview davon, wie sie zunächst sehr dicht am Geschehen gearbeitet hat, um dann aber zunehmend aus der Distanz zu erzählen. Sie ist eine fantastische Beobachterin und weiß auf den Moment zu warten.

Hochzeitsreportagen im dokumentarischen Stil
Im Trend: Fotoreportage einer Hochzeit

9. Im Trend: Fotoreportage einer Hochzeit

In der Hochzeitsfotografie hat sich in den letzten Jahren die Fotoreportage der Hochzeit als Wunsch der Brautpaare, aber auch als Möglichkeit, sich vom Wettbewerb abzusetzen, etabliert.

Der Vorteil einer Hochzeitsreportage liegt in der guten Planbarkeit: In der Regel ist bekannt, was wann geschieht. Auch die entstehenden Motive sind hinlänglich vertraut. Die Fotoreportage einer Hochzeit bietet sogar die Möglichkeit, weniger vorteilhafte Portraits durch mitreißende Fotos des Geschehens abzupuffern. Ohnehin sind die Gesichtsausdrücke in der Reportagefotografie meist authentischer und liebenswerter als bei den rein gestellten Fotos.

Kein Vorteil ohne Risiko: Die Erwartungen des Brautpaares sind immens und alles muss am großen Tag auf den Punkt stimmen. Aber bleiben wir bei den Pluspunkten: Der Fotoreportage-Aufbau ist sehr klar und kann über Checklisten aller Motive, die eingefangen werden sollen, abgesichert werden. Auch darf man sich für die Fotoreportage der Hochzeit sehr dicht am Geschehen bewegen, was es den Fotografierenden ermöglicht, die kleinen, kostbaren Momente sicher mitzunehmen.

Wenn ihr eine Hochzeit im Reportagestil dokumentieren sollt, kann es sein, dass das Paar auch die traditionellen Bilder haben möchte, mit allem technischen Aufwand, den es dafür braucht – Blitz, Blitzstativ, Lichtformer, Reflektor etc. In diesen Fall solltet ihr euch überlegen, die Arbeit auf mindestens zwei Personen aufzuteilen, damit immer einer mit kleiner Ausrüstung an der Fotoreportage der Hochzeit arbeitet, während der andere zu den Gruppenaufnahmen und Portraits bittet. Dann kann auch jeder seine separaten Listen abarbeiten und muss nicht alle Bälle gleichzeitig in der Luft halten.

Aleksy Aleksjew zeigt in seinem Vortrag, welche Rolle die Bildsprache des Fotografen in der Fotoreportage spielt, welche Menge an Motive eine Hochzeitsreportage tatsächlich umfasst und warum man unbedingt auf den Auslöser drücken sollte, wo Störmotive den klassischen Hochzeitsfotografen nervös machen würden.

Horst Wackerbarth
Eigene Fotoreportage-Ideen umsetzen

10. Eigene Fotoreportage-Ideen umsetzen

Viele Fotoreportage-Ideen liegen nahe, von Ereignissen in der unmittelbaren Umgebung bis zu den Events, an denen man selbst teilnimmt. Die Fotoreportage der Familie bei Verwandtschaftsreffen oder Geburtstagen, die Fotoreportage einer Hochzeit, vieles drängt sich auf.

Daneben gibt es die Fotoreportage-Ideen, die zunächst nichts mit euch zu tun haben. So kann es sein, dass ihr etwas Interessantes in eurer Tageszeitung lest. Vielleicht ist es reiner Text und ihr seid gespannt auf die Bilder, die sich dahinter verbergen könnten. Dann kann man einfach anfragen, ob man vor Ort eine Fotoreportage arbeiten dürfe. Wenn man den entsprechenden Institutionen oder Menschen eine schöne Auswahl der Bilder verspricht, sind viele offen für eine Zusammenarbeit. Manchmal ist es ein gut gemachtes Fotoreportage-Beispiel, das euch zum Nacharbeiten animiert.

Oder ihr schafft das Event selber, das ihr dann fotografisch begleitet. In der Kunst ist dies sehr üblich, wie ihr vielleicht vom Beispiel der roten Couch von Horst Wackerbarth kennt: Er hat eine rote Couch eingepackt und sie überall in der Welt ins Bild genommen. Dabei ging es tatsächlich um die Fotoreportage, die Couch ist mit wenigen Ausnahmen kein reines Portrait-Requisite. Vielfach stellt sie einen deutlichen Kontrast zu Umgebung und Lebensbedingungen der Menschen vor Ort dar, was den Blick nochmals schärft. Im Interview berichtet Horst Wackerbarth von Begebenheiten mit dem signalfarbenen Möbel, das ihn durch seine gesamte Karriere begleitet hat.

Im Grunde lässt sich aus allem eine Fotoreportage machen, es ist eine Frage der Herangehensweise und der finalen Präsentation der Arbeit als Reportage, ob in Buchform, online, in einer Zeitschrift, mit oder ohne Text. Entscheidend sind eine gute Recherche des Themas, das Gespür für die Beteiligen und Stimmungen und für Motive, die einen in die Story ziehen und dort festhalten. Mit Bildern Geschichten zu erzählen, ist eine anspruchsvolle, aber sehr lohnende Beschäftigung mit der Fotografie.

Fazit: Reportagefotografie ist vielseitig, intuitiv ...

... und nicht von maximaler Schärfe besessen, sondern auf Bedeutung fokussiert. Die Fotoreportage ist das Metier derer, denen es um die Inhalte eines Fotos geht. Das heißt aber nicht, dass die Fotos nicht auch formal zusammenpassen müssen. Eine gute Fotoreportage ist immer aus einem Guss und nach inhaltlichen wie auch gestalterischen Kriterien zusammengestellt.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Fotoreportage-Tipps Lust darauf machen, mit Bildern Geschichten zu erzählen und eure eigene Haltung, euer Interesse an einem Thema sichtbar zu machen. Vielleicht könnt ihr sogar die ein oder andere Fotoreportage von einer Zeitung gedruckt bekommen.

Ihr wollt noch mehr über das Thema Reportagefotografie lernen und den nächsten Schritt in eurer Fotografie gehen? Kein Problem! Hier auf FotoTV. findet ihr unzählige Filme zu genau diesem Thema. Außerdem erwarten euch auch spannende Filme zu weiteren Facetten der Fotografie. Mehr Informationen zu FotoTV. findet ihr hier!

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FAQ: Häufige Fragen zur Reportagefotografie

Was ist Reportagefotografie?

Die Definition der Reportagefotografie ist nicht ganz eindeutig. Es geht darum, mit Bildern Geschichten zu erzählen, die tatsächlich passiert sind. Häufig wird die Forderung nach Objektivität laut, aber schon die Fotos von zwei Fotografen, die nur zwei Meter voneinander entfernt stehen, können ein Motiv ganz anders erscheinen lassen. Strittig ist häufig, wie sehr die Fotografierenden das Geschehen beeinflussen sollten.

Wie kann ich Reportagefotografie lernen?

Die Reportagefotografie ist eine sehr persönliche Angelegenheit, weil sie immer auch die Perspektive des Fotografierenden zeigt. Am besten lernt man, mit Bildern Geschichten zu erzählen, indem man kleine Reportagen aus dem eigenen Alltag fotografiert und langsam ein Gespür dafür entwickelt, welche Bilder Emotionen transportieren und den Betrachter mitnehmen. In vielen Interviews mit den Meistern der Fotoreportage auf dem Reportagefotografie-Kanal von FotoTV. lernt man eine Menge über den Aufbau einer guten Fotoreportage. Mit über 3500 Filmen ist FotoTV. der ideale Begleiter für alle, die mehr aus ihrer Fotoreportage herausholen wollen – oder die ersten Gehversuche in der Reportagefotografie planen. Natürlich lernt ihr bei FotoTV auch alles über weitere Fotogenres, bekommt das volle Programm zur Bildbearbeitung und könnt euch über die wichtigsten Vertreter der Fotokunst informieren. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.

Was ist die wichtigste Zutat in der Reportagefotografie?

Obwohl es stimmt, dass eine Fotoreportage nur das widerspiegelt, was vor Ort tatsächlich passiert ist, ist eine gute Fotoreportage voller Emotionen. Dazu muss man die Mimik der Beteiligten einfangen, eine der wesentlichen Zutaten der Reportagefotografie. Auch durch die Auswahl der Farbigkeit lässt sich die Wahrnehmung von Stimmungen unterstützen.

Welches Reportagefotografie-Objektiv brauche ich?

Wenn es sich auf ein einziges Objektiv beschränken würde, wäre das 24-70mm Objektiv die passende Wahl: Es ermöglicht den Überblick über die ganze Szenerie im Weitwinkelbereich, deckt die Normalbrennweite ab, die dem menschlichen Sehen entspricht und daher sehr authentisch wirkt in der Fotoreportage und erlaubt in der leichten Telebrennweite ein paar Details hervorzuheben.

Woher bekomme ich Fotoreportage-Ideen?

Fotoreportagen erstrecken sich über eine Serie von Bildern, die sorgfältig fotografiert, ausgewählt und final zusammengestellt werden müssen. Je besser man in der Reportagefotografie ist, desto sorgsamer sollte man die Themen auswählen, in die man Herzblut steckt. Für den Anfang kann man Fotoreportagen aus dem eigenen Leben machen, zu Hause, beim Hobby oder in der Arbeit. Eine Fotoreportage der Familie ist ein nächster Schritt oder auch kleine Veranstaltungen in der Nähe, Straßenkarneval etwa. Je sicherer man wird, desto mehr Themen bieten sich an und werden auch schnell als solche erkannt. Schon das Lesen der Tageszeitung bringt einen auf neue Fotoreportage-Ideen.

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