Bewegungsunschärfe in der Tier- und Naturfotografie

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Überblick mit Jörg Kretzschmar
Landschaftsfotografie, Reportage
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0 h 14 m 08 s
11.03.2022

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Dynamisch-selektive Schärfe

Kreative Naturfotografie mit Bruno Dittrich

Naturfotos haben manchmal das Problem, dass sie etwas beliebig werden. Tierfotos erlangt das Schicksal, dass die Bildmotive zuvor schon auf vielen anderen Fotos auf ähnliche Weise gesehen wurden. Tiere haben ähnliche Verhaltensmuster, daher sind die Situationen, in denen man Tiere fotografiert, endlich. Um hier seiner Fotografie neue Bildmotive zu entlocken, sind neue Wege der Bildgestaltung gefragt.

Bruno Dittrich stellt euch in diesem Film eine Bildkompositionstechnik vor, die er dynamisch-selektive Schärfe nennt. Hier geht es darum, bewusst mit Unschärfe zu spielen. Die schnellen Bewegungen der Tiere sollen hierbei mit längeren Verschlusszeiten eingefangen werden, die im Bild eine Bewegungsunschärfe verursachen.

Bewegungsunschärfe in der Naturfotografie kennt man vor allen von Mitziehern, bei denen der Hintergrund unscharf und verschwommen ist, das Motiv im Vordergrund aber zumeist weiterhin scharf abgebildet wird. Bei der dynamisch-selektiven Schärfe wird die Verschlusszeit aber noch etwas weiter herabgesetzt, um die Dynamik auch im Motiv zu bekommen. Ein typisches Beispiel wäre hier der Flügelschlag eines Vogels. Die Kür dabei ist, dass es im Bild dennoch auch scharfe Stellen gibt, auf die das Auge des Betrachters gelenkt wird. Beim Vogel wäre dies zum Beispiel der Kopf mit dem Schnabel.

Bruno Dittrich zeigt euch, mit welchen Kameraeinstellungen solche dynamischen Naturfotos erstellt werden können und was man beim Fotografieren beachten sollte. An verschiedenen Tierbeispielen zeigt er euch, wie sich diese Technik umsetzen lässt. So funktioniert dies nicht nur bei schnell bewegenden Tieren wie Vögeln oder Delfinen. Auch bei unbeweglichen Krabben können ähnliche Bilder erzielt werden, in dem die Unschärfe hier durch das umspülende Wasser und die Umgebung kommt.