Naoya Hatakeyama im Interview. Tokio Shibuya-Gawa

Naoya Hatakeyama
Bergwerke und Sprengungen
Raghu Rai Kulturfotografie
Ein halbes Jahrhundert Indien
Wildlife- und Landschaftsfotograf Art Wolfe
Eden
David LaChapelle 1
Industrielle Revolution im Modell
Haiku und die Fotografie 3
praktische Anwendung des Prinzips
Haiku und die Fotografie 2
Technik und Vorgehensweise
Haiku und die Fotografie 1
Ein philosophischer Ansatz
Masao Yamamoto
Gedankenbilder
Play it again...
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4.02857
0 h 07 m 28 s
25.07.2013

Naoya Hatakeyama 2

Tokio und der Shibuya-Gawa Fluss

Im zweiten Teil berichtet Naoyo Hatakeyama von seinen fotografischen Arbeiten über Tokio und dem Shibuya-Gawa Fluss.

Zunächst konnte er keinen fotografischen Zugang zu der Stadt Tokio finden, weil er die Strukturen und Gebäude nicht gewohnt war. Als er eines Tages im Flugzeug saß sah er, dass ihn aus der Ferne betrachtet die Gebäude an die Kalksteinwerke erinnerten. Seitdem war es für ihn möglich, auch in dieser Stadt Fotos zu machen.

Desweiteren erzählt er über seine Fotos vom Shibuya-Gawa Fluss, bei dem ihn besonders die Perspektive fasziniert, bei der das Flussufer eine Linie bildet und sich die Stadt im Fluss spiegelt.

 

Mehr über Naoya Hatakeyama aus Wikipedia

Hatakeyama studierte an der Universität Tsukuba in der Fakultät für Kunst, wechselt jedoch nach einem Fotokurs bei Kiyoji Otsuji zur Fotografie. Es folgten weiterführende Studien in Kunst und Design, die er 1980 abschloss. 1984 beendete er das Postgraduiertenstudium an der Tsukuba University, Ibaraki. Bereits 1983 hat er eine erste Einzelausstellung in Tokyo, wo er seitdem lebt. 1996 nahm er als Resident Artist am Djerrasi Resident Artists Program in Kalifornien, USA, teil.

Seine Fotos zeigen schwer verletzte Landschaften, zerschlissene Berghänge und endlose Stadtwüsten, niemals Menschen. Er klagt nicht an, kommentiert nicht. Der Ursprung seiner Arbeiten ist wohl in dem Umstand begründet, dass er aus seiner Geburtsstadt im ländlich strukturierten Norden Japans zum Studium nach Tokio wechselte. In der japanischen Hauptstadt herrscht drangvolle Enge, Natur hat keinen Platz. Grün wird allenfalls als dekoratives Element benutzt, kunstvoll vom Menschen in Szene gesetzt.

Im Jahr 1996 wurde Naoya Hatakeyama mit dem Kimura Ihei Shashin-shō (木村伊兵衛写真賞, dt. „Kimura-Ihei-Fotografiepreis“, engl. Kimura Ihei Memorial Award of Photography) ausgezeichnet, der bedeutendsten Anerkennung für künstlerische Fotografie in Japan.

In Deutschland hat Hatakeyama im Jahr 2003 unter anderem die Sprengung der Zeche Westfalen I/II fotografiert.