Peter Hytrek über die Wahl des Fotopapiers
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Bootcamp Fine Art Printing 3
Die Wahl des Papiers
Nach den Druckern widmet sich das FotoTV-Bootcamp „Fine Art Printing“ dem vermutlich unübersichtlichsten Thema der ganzen Serie: dem Papier. Dinax-Gründer Peter Hytrek führt Moderator Marc Ludwig durch ein regelrechtes Universum an Bedruckstoffen – von günstigem Fotopapier auf Polyethylenbasis über sogenannte Pseudo-Fine-Art-Papiere bis zu echten Fine-Art-Papieren aus reiner Alpha-Zellulose, wie sie Traditionshäuser wie Hahnemühle oder Canson seit Jahrhunderten herstellen.
Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal erklärt Peter Hytrek anhand optischer Aufheller: Günstigere Papiere erscheinen durch Zusätze wie Titandioxid besonders strahlend weiß, verlieren diesen Effekt durch UV-Licht aber mit der Zeit – echte Fine-Art-Papiere kommen dagegen fast ohne Aufheller aus und bleiben dadurch über viele Jahrzehnte stabiler. Auch die Haltbarkeit im Vergleich zum klassischen Fotoabzug aus dem Labor kommt zur Sprache, ebenso wie die Frage, warum ausgerechnet raue, matte Oberflächen ein besonders tiefes Schwarz erzeugen können.
Anhand mitgebrachter Muster zeigt Peter Hytrek, wie stark sich Oberfläche und Struktur je nach Motiv auswählen lassen: Ein Portrait mit glatter Haut verlangt nach einem anderen Papier als eine Aufnahme mit Stein- oder Holzstrukturen. Für den Einstieg empfiehlt er, nicht gleich in teure Bögen zu investieren, sondern mit preiswerten Musterpaketen der Hersteller die eigene Vorliebe zwischen glänzend, matt und strukturiert herauszufinden.








