Holger Nitschke: Die Kunst im Unvollkommenen

Steve Thornton Lifestylefotografie Cowboys portraitfotografie
Das Model und der Cowboy
Thomas Sauvin Silvermine
Chinas Fotoschätze
Vincent Peters im Interview
Vom Schulabbrecher zum Starfotograf
Sonia Sieff
Vom Death Valley zum Fotobuch
Über Poloastografie & Diazetta
Über Poloastografie & Diazetta
Frank Gaudlitz
Sonnenstrasse & A Mazo
Vincent Peters über die Modefotografie
Ein Freidenker findet seinen Weg in der Modewelt
Gabo, Promifotografin,
Verhältnisse für einen Tag
Play it again...
Play it again...
1 h 15 m 27 s
22.04.2026

Wird geladen

Analog, inszeniert, reduziert

Live-Session mit Holger Nitschke

Reduziert, stimmungsvoll, kompromisslos analog – Holger Nitschkes Bilder entstehen aus einer Haltung heraus. Er verzichtet bewusst auf technische Perfektion, arbeitet mit alten Kameras und abgelaufenen Filmen, druckt auf klassischen Papieren. Seine Portrait- und Modefotografie lebt vom Unvollkommenen: Unschärfen, Körnung, Spuren des Materials – all das wird Teil des Ausdrucks.

In dieser Live-Session sprach Holger über seine Arbeitsweise, über kreative Reduktion und das bewusste Missachten fotografischer Konventionen. Er zeigte ausgewählte Bilder und erläuterte, wie sie entstanden sind – inklusive der Rolle von Musik, Film und persönlichem Empfinden bei der Bildidee. Und er stellte zur Diskussion, warum weniger Technik oft mehr Freiheit bedeutet – und warum ihn analoge Prozesse bis heute faszinieren.

Holger Nitschke (*1978) lebt in der Nähe von Oldenburg in Niedersachsen. Seit 2004 beschäftigt er sich intensiv mit Fotografie, seit 2010 auch im professionellen Kontext. Seine Schwerpunkte liegen in der Portrait- und Modefotografie. Inspiriert von klassischer Modefotografie des 20. Jahrhunderts, arbeitet er bevorzugt analog mit alten Kameras, abgelaufenen Filmen und historischem Fotopapier, das er im eigenen Labor verarbeitet.

 

Sein Blick gilt weniger der technischen Perfektion als der Atmosphäre im Bild: Unschärfen, Körnung und gestalterische Reduktion sind für ihn Ausdrucksmittel. Viele seiner Bildideen entstehen aus Eindrücken von Musik und Film. Dabei reizt ihn vor allem das bewusste Inszenieren, das kreative Spiel mit fotografischen Regeln – und deren gezielte Missachtung.