Gewitterblitze vorhersagen und fotografieren

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0 h 24 m 27 s
13.07.2026

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Wetterkunde für Fotografen 15

Blitze fotografieren

Blitze gehören zu den spektakulärsten Motiven der Wetterfotografie. In dieser Folge seiner Wetter-Serie zeigt Bastian Werner, wie sich Gewitterblitze gezielt vorhersagen, beobachten und fotografieren lassen. Dabei erklärt er nicht nur verschiedene Arten von Blitzaufnahmen – vom nahen Einschlag mit Ultraweitwinkel bis hin zu entfernten Gewittern mit dem Teleobjektiv – sondern auch, warum Blitze selbst aus großer Entfernung eindrucksvoll fotografiert werden können.

Für die Planung nutzt Bastian Werner Wettermodelle und Blitzkarten von Kachelmannwetter. Besonders hilfreich sind dabei Parameter wie die Blitzrate pro Stunde oder die Live-Blitzortung. So lässt sich erkennen, in welchen Regionen aktive Gewitterzellen unterwegs sind und wie intensiv diese ausfallen. Entscheidend für gelungene Aufnahmen ist außerdem eine möglichst freie Sicht auf die Gewitterfront. Deshalb spielen Standortwahl, Geländehöhe und Blickrichtung eine zentrale Rolle.

Gerade bei entfernten Gewittern bieten erhöhte Standorte große Vorteile. Während im Flachland oft Bäume oder Gebäude die Sicht versperren, ermöglichen Hügel oder Berge einen freien Blick auf die Gewitterzellen. Mithilfe von Google Maps und Geländekarten zeigt Bastian Werner, wie sich geeignete Standorte gezielt finden lassen. Besonders wichtig ist dabei, die Zugrichtung der Gewitter zu kennen und freie Sicht in die entsprechende Richtung zu haben.

Auch die Kameraeinstellungen hängen stark von Entfernung und Helligkeit der Blitze ab. Nahe und sehr helle Blitze erfordern geschlossene Blenden wie f/8 bis f/11, damit die Verästelungen nicht überbelichten. Damit solche Blitze auf den Sensor gebannt werden können, ist es notwendig, die Kamera im Dauerfeuer fotografieren zu lassen.