Gewitterwolken und Sturmstrukturen fotografieren
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Wetterkunde für Fotografen 14
Gewitterwolken vorhersagen und fotografieren
Gewitter bieten einige der eindrucksvollsten Wolkenformationen überhaupt. In dieser Folge zeigt Bastian Werner, wie sich markante Gewitterwolken und sogenannte Shelf Clouds gezielt fotografieren lassen. Entscheidend ist dabei das Verständnis des Aufbaus einer Gewitterzelle: Vor dem eigentlichen Niederschlagskern bildet sich häufig eine markante Wolkenstruktur, während Regen, Hagel und Blitze erst dahinter folgen. Genau diese Vorderseite der Gewitterfront eignet sich besonders für spektakuläre Aufnahmen.
Um solche Situationen rechtzeitig zu erkennen, setzt Bastian Werner auf Wettermodelle und Radarvorhersagen. Mithilfe von Kachelmannwetter lassen sich Gewitterlagen räumlich und zeitlich verfolgen. Besonders hilfreich sind dabei simulierte Radarreflexionen sowie das sogenannte Storm Tracking, das Zugrichtung und Geschwindigkeit einzelner Gewitterzellen anzeigt. So kann gezielt geplant werden, wo sich eine Gewitterfront am besten abfangen lässt.
Auch fotografisch stellen Gewitter hohe Anforderungen. Durch starke Kontraste zwischen hellen und dunklen Wolkenbereichen arbeitet Bastian häufig mit Belichtungsreihen oder HDR-Aufnahmen. Gleichzeitig sorgen Wind und schnelle Wolkenbewegungen dafür, dass kurze Belichtungszeiten notwendig sind. Besonders in der Dämmerung helfen Serienaufnahmen dabei, zusätzlich Blitze einzufangen und die Wolkenstrukturen eindrucksvoll auszuleuchten.
Neben der Fotografie spielt dabei jedoch immer auch die Sicherheit eine Rolle: Hagel, Sturmböen und Blitzschlag können schnell gefährlich werden. Daher gehört zur Gewitterfotografie nicht nur die Wetteranalyse, sondern auch eine gute Planung möglicher Schutzmöglichkeiten entlang der Zugbahn der Gewitterzellen.








