Leuchtende Nachtwolken im Sommer fotografieren
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Wetterkunde für Fotografen 13
Leuchtende Nachtwolken
Leuchtende Nachtwolken gehören zu den faszinierendsten Erscheinungen am Sommerhimmel. In dieser Folge erklärt Bastian Werner, wie diese seltenen Wolken entstehen und wann man sie beobachten kann. Anders als normale Wolken befinden sie sich nicht in der Troposphäre, also der Wetterschicht unserer Atmosphäre, sondern deutlich höher in der Mesosphäre. Dort bilden sich in großer Höhe feine Eiskristalle, die nach Sonnenuntergang noch vom Licht der unter dem Horizont stehenden Sonne angestrahlt werden.
Sichtbar werden leuchtende Nachtwolken deshalb ausschließlich während der Dämmerung. Besonders gute Chancen bestehen etwa ein bis zwei Stunden nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang. Entscheidend ist dabei der Blick nach Norden, denn die Sonne sinkt in unseren Breiten im Hochsommer nur knapp unter den Horizont. Dadurch kann ihr Licht die extrem hoch liegenden Wolken weiterhin erreichen, während der restliche Himmel bereits dunkel genug ist.
Für die Beobachtung und Planung nutzt Bastian Werner unter anderem das sogenannte OSWIN-Radar des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik. Dieses Radar misst tagsüber, ob sich entsprechende Wolkenfelder in der Mesosphäre befinden. Werden dort Signale registriert, steigen die Chancen auf sichtbare leuchtende Nachtwolken in der folgenden Nacht deutlich an. Ergänzend helfen Webcam-Netzwerke dabei, aktuelle Sichtungen zu überprüfen. Besonders zwischen Juni und Anfang August stehen die Chancen gut, dieses seltene Himmelsphänomen zu erleben.








