Papierabzüge scannen: Flachbettscanner richtig einsetzen
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Digitalisierung von analogem Material 8
Das Scannen von Papierabzügen
Im achten Teil unserer Scan-Serie widmet sich Marwan El-Mozayen dem Scannen von Papierabzügen. Im Gegensatz zu den vorherigen Folgen, in denen Negative und Dias durchleuchtet wurden, geht es hier um reflektierende Vorlagen, die mit einem Flachbettscanner digitalisiert werden.
Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass beim Scannen von Abzügen nur die Informationen erfasst werden können, die bereits im fertigen Bild enthalten sind. Der ursprüngliche Spielraum der Negativbearbeitung ist hier nicht mehr vorhanden. Dafür bieten Papierabzüge den Vorteil, dass sie in der Regel größer sind und sich deshalb mit geringeren Auflösungen digitalisieren lassen.
Marwan zeigt, dass bereits 300 dpi bei größeren Vorlagen oft ausreichen, um eine druckfähige Datei zu erzeugen. Gleichzeitig wird deutlich, dass sich die Auflösung immer an der Größe des Originals orientieren sollte. Kleinere Vorlagen wie Polaroids erfordern entsprechend höhere Werte.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Materialeigenschaften der Abzüge. Scanner erfassen nicht nur das Bild selbst, sondern auch die Oberflächenstruktur des Papiers. Gerade bei Baryt- oder Perloberflächen entsteht so ein zusätzlicher Bildeindruck, der bei einer reinen Reproduktion mit der Kamera schwer zu erzielen wäre.
Marwan zeigt im Film die Wahl der richtigen Einstellungen, das Anlegen des Scanrahmens sowie den Umgang mit Schwarz- und Weißpunkt. Dabei wird bewusst darauf verzichtet, das Bild bereits im Scanprozess fertig zu bearbeiten. Ziel ist es, möglichst viele Bildinformationen zu erhalten und die eigentliche Optimierung später in der Bildbearbeitung vorzunehmen.








