Frank Gaudlitz über sein Projekt „Flucht“

Frank Gaudlitz
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0 h 15 m 54 s
26.08.2026

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Frank Gaudlitz: Flucht

Fotografien aus Moldau, Armenien und Georgien

Der russische Angriff auf die Ukraine hat Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Für sein Projekt „Flucht“ reiste Frank Gaudlitz nach Moldau, Armenien und Georgien, um Menschen zu portraitieren, die ihre Heimat verlassen mussten. Im Interview stellt er das Projekt vor und berichtet von den Hintergründen seiner Arbeit.

Ausgangspunkt des Projekts ist Gaudlitz' jahrzehntelange fotografische Auseinandersetzung mit Russland und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Bereits seit dem Ende der 1980er Jahre dokumentiert er gesellschaftliche Entwicklungen in der Region. Nach Beginn des Krieges entschied er sich, seine Arbeit fortzuführen und den Blick auf die Schicksale ukrainischer und russischer Geflüchteter zu richten.

Im Interview erläutert Frank Gaudlitz seine Arbeitsweise und erklärt, weshalb zu jedem Portrait ausführliche Gespräche mit den Portraitierten gehören. Aus diesen Interviews entstanden ein zweisprachiges Buch sowie eine Ausstellung, in der Fotografien, Hörstationen und handschriftlich festgehaltene Wünsche der Geflüchteten miteinander verbunden werden.

Darüber hinaus spricht Gaudlitz über die fotografischen und ethischen Herausforderungen eines solch sensiblen Projekts. Er erläutert, weshalb er bewusst mit einer ruhigen, dokumentarischen Bildsprache arbeitet und wie sich Respekt, Vertrauen und Verantwortung auf seine Portraitfotografie auswirken.