Die Arbeiten von Helga und Victor von Brauchitsch
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Helga und Victor von Brauchitsch
Boris von Brauchitsch über die Bilder seiner Eltern
In diesem Interview spricht Boris von Brauchitsch über das fotografische Werk seiner Eltern Helga und Victor von Brauchitsch. Boris gibt persönliche Einblicke in die Arbeitsweise seiner Eltern, ihre Motive und die Besonderheiten ihrer analogen Schwarz-Weiß-Fotografie.
Helga und Victor von Brauchitsch arbeiteten über Jahrzehnte parallel – als Paar verbunden, fotografisch aber jeweils mit eigener Handschrift. Die Ausstellung zeigt rund 24 Schwarzweißarbeiten aus den Jahren 1958 bis 2000. Viele der Motive entstanden auf Reisen, besonders auf Lanzarote, das durch seinen starken Hell-Dunkel-Kontrast zur Lieblingskulisse wurde. Ihre Bilder wirken menschenleer und reduziert: klare Formen, grafische Strukturen, Spiegelungen, Schatten und kleine alltägliche Momente, die im Foto eine neue Wahrnehmungsebene erhalten. Während Helgas Arbeiten oft subtil, schwebend und melancholisch erscheinen, wirken die Bilder von Victor kontrastreicher und skulpturaler.
Boris beschreibt auch die besondere technische Qualität der Arbeiten. Beide Eltern waren Meister der Dunkelkammer und fertigten große, beeindruckend präzise Abzüge, die das Werk stark prägen: alles entstand aus einer Hand, ohne Manipulation, ohne digitale Nacharbeit. Der Ausstellungstitel Stillness fasst dies treffend zusammen – stille, menschenleere Bilder, die Raum für eigene Gedanken lassen und den Blick auf das Wesentliche lenken.








