Das Nassscannen – Maximale Qualität beim Digitalisieren

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0 h 10 m 47 s
01.05.2026

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Digitalisierung von analogem Material 7

Marwan El-Mozayen über das Nassscannen

Im siebten Teil der Serie stellt Marwan El-Mozayen mit dem Nassscannen eine alternative Methode zur Digitalisierung von Negativen vor. Während in den vorherigen Folgen klassische Filmscanner mit Halterungen im Mittelpunkt standen, geht es hier um eine Technik, die vor allem bei höchsten Qualitätsansprüchen eingesetzt wird.

Ein zentrales Problem beim herkömmlichen Scannen ist die fehlende Planlage des Films. Leicht gewölbte Negative, Staubpartikel oder Kratzer können das Ergebnis sichtbar beeinträchtigen. Beim Nassscannen wird das Negativ hingegen in ein spezielles Scan-Fluid eingebettet und zwischen Glasplatte und Folie fixiert. Dadurch entsteht eine gleichmäßige Auflage ohne Lufteinschlüsse.

Diese Flüssigkeit besitzt einen ähnlichen Brechungsindex wie das Filmmaterial und sorgt dafür, dass Licht gleichmäßiger durch das Negativ geführt wird. Das Ergebnis sind höhere Schärfe, bessere Mikrokontraste und eine insgesamt homogenere Farbwiedergabe. Gleichzeitig werden Staubpartikel reduziert und feine Kratzer deutlich weniger sichtbar.

Im praktischen Teil zeigt Marwan Schritt für Schritt den Aufbau dieses „Sandwichs“ aus Glas, Fluid, Film und Folie. Er demonstriert, wie Luftblasen entfernt werden und wie das vorbereitete Material anschließend im Flachbettscanner digitalisiert wird.

Das Negativ wird nach dem Scan aus der Halterung entnommen und kann nach kurzer Trocknungszeit wieder archiviert werden. Die verwendete Flüssigkeit verdunstet rückstandsfrei und trägt gleichzeitig zur Reinigung des Materials bei.