Lucien Clergue im Interview über sein Leben

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Aus Einzelbildern Mehrfachbelichtungen machen
Play it again...
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0 h 09 m 38 s
19.05.2011

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Lucien Clergue

Erster Fotograf der Academie Francaise

1934 im südfranzösischen Arles geboren, ist Lucien Clergue seit seinem 26. Lebensjahr freiberuflicher Fotograf.
Seine Karriere erhielt einen gewaltigen Schub, als er Pablo Picasso kennenlernte, der ihn in seiner künstlerischen Entwicklung unterstützte.

Als großes Vorbild behielt Lucien Clergue immer Edward Weston im Sinn. So fotografiert er auch viele Akte am Strand und in der Natur. Seine Sichtweise, so sagt er selbst, ist jedoch eher mediterran.
So begann er mit den Aktaufnahmen in der französischen Carmargue und führte sie im californischen Point Lobos weiter.

Immer wiederkehrend sind Clergue's Hauptmotive: Das Leben, der Tod und die 4 Elemente Luft, Wasser, Erde und Feuer. So vergeht kein Jahr, in dem er diese Motive nicht ablichtet. Ständig ist er an Frauenakten in der Natur und dem Stierkampf interessiert.

2008 wurde Lucien Clergue als erster Fotograf zur französischen Akademie der schönen Künste gerufen.

 

Mehr über Lucien Clergue aus Wikipedia

Geboren wurde Lucien Clergue 1934 in Arles als Sohn kleiner Ladenbesitzer. Die Eltern ließen ihn von Kind an das Violinspiel erlernen. Lucien war begabt, allerdings fehlte den Eltern das Geld, um ihm ein Studium am Konservatorium zu ermöglichen. Lucien entdeckte jedoch die Fotografie für sich und schon sein frühes Werk zeigt ein ausgezeichnetes Verständnis des Mediums.

1953 lernte er Pablo Picasso bei einem Stierkampf kennen und zeigte ihm einige Bilder. Picasso ermutigte ihn, ihm weitere Fotografien zu senden. Lucien arbeitete ermutigt an mehreren Foto-Zyklen, unter anderem einem Zyklus über Zigeuner im Süden Frankreichs ("Saltimbanques"), der später dem Gitarristen Manitas de Plata auf dem Weg zur internationalen Bekanntschaft half. 1955 kam es zu einem zweiten persönlichen Treffen, bei dem sich Lucien Clergue und Pablo Picasso auch anfreundeten. Diese Freundschaft, die bis zum Tod Picassos bestehen blieb, wurde später von Clergue in dem Buch "Picasso mon ami" (Paris, 1993) dokumentiert. Clergue machte auch mehrere Porträt-Fotografien von Picasso.

1968 begründete er mit seinem Freund Michel Tournier das jährlich im Juli in Arles abgehaltene Fotografie-Festival Rencontres Internationales de la Photographie, das sich mittlerweile zu einer der größten und einflussreichsten Veranstaltungen in Europa entwickelt hat.

Sein Werk fand immer mehr Anerkennung. Aufträge von Magazinen und Illustrationen für Bücher, wie beispielsweise für die des Schriftstellers Yves Navarre folgten. 1979 erlangte er an der Universität der Provence in Marseille die Doktorwürde.

Clergue kämpfte erfolgreich für die Anerkennung der Fotografie als Kunst in Frankreich. Am 28. Mai 1965 eröffnete Lucien Clergue gemeinsam mit Jean-Maurice Rouquette die erste allein der Fotografie gewidmete Sektion im französischen Kunstmuseum in Arles, der viele bekannte Fotografen auf Grund der Freundschaft zu Clergue und Rouquette Werke spendeten.

Im Alter erfolgten auch zahlreiche Ehrungen für sein Lebenswerk. 2003 wurde Lucien Clergue Ritter der Légion d’honneur und 2006 als erster Fotograf Mitglied in der französischen Académie des Beaux-Arts, deren Präsident er für das Jahr 2013 wurde.

Lucien Clergue lebte und arbeitete in Arles.