Konzeptuelles und Experimentelles mit Naturartefakten
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Baumschlag und Stammbaum
Eine Live-Session mit georgia Krawiec
In dieser Live-Session erzählte die deutsch-polnische Fotokünstlerin georgia Krawiec über die Entdeckung der Berliner Natur und darüber, warum man Gedenkbäume vor Gedenkchaos schützen muss. Es ging um Blut vor einer Stereo-Lochkamera und Frischfleisch im Stereoskop. Sie sprach über das Geheimnis der Beziehung zwischen Silberhalogeniden und Photonen, über doppelte Identität, Willy-Brandt- und Papsteicheln, über jahrelange Belichtungszeiten und Stillleben auf Fotopapier.
Außerdem ging es um das Auge der göttlichen Vorsehung und Baumscheiben, die zu Himmelsscheiben wurden, um den Einsatz von Baumbalsam im Fotolabor und darum, wie es polnische und deutsche Eichen gemeinsam ins Nationalmuseum schafften. Sie berichtete von Experimenten mit Gelatineschichten und Fotomaterialquälerei, von einer 500 Jahre alten Camera obscura und von der Farbigkeit der Schwarz-Weiß-Fotografie – also über künstlerische Fotografie.
Als Host der Session war Antje Terhaag dabei.
georgia Krawiec ist eine polnische und deutsche Fotokünstlerin. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit Themen wie Identität, Entschleunigung und dem Verhältnis des Menschen zur Natur. Der experimentelle und manuelle Zugang steht dabei im Mittelpunkt. Sie arbeitet mit analogen Techniken wie Fotogrammen, Chemogrammen, Edeldrucken und Langzeitbelichtungen mit der Lochkamera. Darüber hinaus entstehen auch Fotoobjekte und Installationen.
Seit 1993 nimmt sie an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teil und lehrte unter anderem an der Hochschule für Fotografie des ZPAF, der Europäischen Akademie für Fotografie und am Kunstinstitut der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau. Sie betreibt seit 2016 gemeinsam mit anderen Künstlern den Projektraum ep.contemporary in Berlin. georgia Krawiec lebt und arbeitet in Berlin.
Foto: David Puntel








