Magnum Fotograf Marc Riboud im Interview

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4.30303
0 h 14 m 41 s
22.09.2011

Marc Riboud

Bilder der Erinnerung

Marc Riboud im Interview: In diesem Fotografen-Portrait haben wir einmal mehr eine wahre Legende der Fotografie zum Gespräch gebeten. Die Rede ist von Marc Riboud, französischer Fotograf und Magnum-Mitglied seit 1955.

Geboren 1923 in Lyon, fotografierte Riboud bereits mit 14 Jahren die Weltausstellung in Paris. Nachdem er während des Zweiten Weltkriegs in der französischen Résistance aktiv war, studierte er Maschinenbau und arbeitete anschließend als Ingenieur. Doch bald folgte er seiner wahren Passion, dem Fotografieren und wurde freier Fotograf. Gemeinsam mit Henri Cartier-Bresson und Robert Capa schloß Marc Riboud sich der neugegründeten Agentur Magnum an.

Mehrere Reisen führten ihn in den fernen Osten nach China. Doch auch in anderen Teilen der Erde dokumentierte Marc Riboud das Leben der Menschen mit seiner Kamera. Eines seiner bekanntesten Bilder fotografierte er jedoch daheim in Paris: einen auf den Stahlträgern des Eiffelturms balancierenden Maler.

In diesem Film erfahrt ihr etwas über die Philosophie von Marc Riboud, warum er Elliott Erwitt bewundert und wie seine Zukunftspläne aussehen.

 

Mehr über Marc Riboud aus Wikipedia:

Marc Riboud fotografierte bereits als 14-Jähriger 1937 die Weltausstellung in Paris mit einer gebrauchten Kodak-Taschenkamera. Er engagierte sich von 1943 bis 1945 in der französischen Résistance und kämpfte aktiv im Widerstand. Nach Kriegsende studierte er von 1945 bis 1948 zunächst Maschinenbau an der École Centrale de Lyon und arbeitete anschließend als Ingenieur in Lyon. Sein Entschluss als freier Fotograf zu arbeiten, führte ihn 1952 nach Paris. Hier traf er auf die Fotojournalisten Robert Capa und Henri Cartier-Bresson und schloss sich deren neu gegründeter Fotoagentur Magnum an. Ab 1954 lebte und arbeitete Riboud in London. 1955 wurde er Vollmitglied bei Magnum und begann eine Serie von Fotoexpeditionen in den Fernen Osten.

1957 dokumentierte Riboud, teilweise verdeckt arbeitend, das vom Mao-Regime dominierte China. Auf den Rat seines Freundes, des Malers Zao Wou-Ki besuchte er mehrmals den Huang Shan und veröffentlichte sowohl in Frankreich als auch in Deutschland einen voluminösen Bildband über den Berg.

Von 1959 bis 1973 fungierte Riboud als Vizepräsident bei der europäischen Niederlassung von Magnum und wurde 1975 ihr Präsident. Ab 1980 arbeitete er nur noch sporadisch als „mitarbeitender Fotograf“ bei der Agentur.

Für sein fotografisches Werk erhielt Riboud zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Overseas Press Club Award. Ferner war er in zahlreichen Ausstellungen vertreten, so im Musée National d’Art Moderne in Paris.

Riboud war seit 1961 mit der US-amerikanischen Autorin, Zeichnerin und Bildhauerin Barbara Chase-Riboud verheiratet; die Scheidung erfolgte vor 1981. Sie bekamen zwei gemeinsame Söhne. Später heiratete er die Journalistin Catherine Chaine; diese Ehe hielt bis zu seinem Tod im Jahre 2016.