Analoges Großformat – was Digitalfotografen lernen können

Aktionen erstellen: Neue Ansicht in Photoshop
Rick Maschke stellt die moderne Ansicht vor
Bildausschnitte in der Tierfotografie
Bruno Dittrich wappnet sich für alle Fälle
Thomas Berlin über die Fotografie als Buch
Wenn Fotografie zum Buch wird
DaVinci Resolve für Fotografen: So gelingt der Einstieg
Eine Einführung mit Jürgen Wolf
Peter Hytrek über die Wahl des Fotopapiers
Die Wahl des Papiers
Fine Art Drucker: Canon oder Epson im Vergleich
Die Wahl des Druckers
Fine Art Printing: Warum das gedruckte Foto zählt
Einführung mit Peter Hytrek
Peter van Bohemens Bildidee mit Tinte und Wasser
Kreative Bildidee mit Wasser und Acrylfarbe
Play it again...
Play it again...
0 h 49 m 18 s
01.09.2026

Wird geladen

Analoge Architekturfotografie

Michael Jordan über das Fotografieren im Großformat

Die analoge Architekturfotografie im Großformat ist kein schneller Prozess – sie ist ein bewusster Akt des Sehens. Jede Aufnahme entsteht aus Ruhe, aus Präzision, aus echter Auseinandersetzung mit Raum, Licht und Struktur. In der Live-Session zeigte euch Michael Jordan, was man als Digitalfotograf von der analogen Architekturfotografie im Großformat mitnehmen kann.

Während digitale Technik uns oft Geschwindigkeit schenkt, lehrt uns das Großformat etwas anderes: Geduld. Achtsamkeit. Klarheit im Bild. Linien werden nicht nachträglich begradigt, sondern vor Ort bewusst gewählt. Das Bild entsteht zuerst im Kopf – und erst dann auf dem Film.

Gerade darin liegt ihr größter Wert für Digitalfotografen: Sie erinnert uns daran, dass gute Fotografie nicht im Rechner beginnt, sondern im Blick. Wer sich auf diese Denkweise einlässt, fotografiert nicht nur bewusster, sondern sieht die Welt mit anderen Augen.

Großformat ist damit mehr als Technik – es ist eine Haltung. Und vielleicht genau das, was uns in einer schnellen, digitalen Welt wieder näher zur Essenz der Fotografie bringt.

Als Host der Session war Kerstin Schütze dabei.

 

Die treuesten FotoTV.-Zuschauer dürften Michael Jordan noch als kongenialen Partner von Eberhard Schuy aus der FotoTV.-Bildbesprechung kennen.

Geprägt durch frühe Einflüsse wie Oswald Kettenberger entwickelte Michael Jordan seinen fotografischen Blick kontinuierlich weiter. Über mehr als zwei Jahrzehnte war er als Museumsfotograf am Landesmuseum Koblenz tätig, leitete dort die Fotoabteilung und organisierte Ausstellungen. Seit 2002 engagiert er sich zudem als Obermeister der Fotografeninnung Mittelrhein.

Seit 2009 arbeitet er selbstständig mit Schwerpunkt auf Portrait- und Tagungsfotografie. Im selben Jahr erschien sein Fachbuch Vom Alltäglichen zum Besonderen, das für den Deutschen Fotobuchpreis nominiert wurde. Zudem veröffentlichte er zahlreiche Videotrainings zu Fotografie und Bildbearbeitung.