Véronique de Viguerie: Fotografieren in Konfliktregionen
|
Bedarfsermittlung beim Auftragsgeber und erstes Shooting vor Ort |
Mitarbeiter & Kommunikation |
Das Manager Portrait |
|
Die Werksleistungen abbilden |
One-Way-Ticket nach Kabul |
Aufzeichnung der Live-Session mit Marwin Vigoo |
|
Landschaftsbilder bearbeiten mit Markus Albert |
Ein Paradies für die Vogelfotografie |
Play it again... |
Wird geladen
Véronique de Viguerie
One-Way-Ticket nach Kabul
In diesem Interview stellen wir euch die französische Fotojournalistin Véronique de Viguerie vor, die wir auf dem Festival La Gacilly in Baden trafen. Véronique hat sich auf Afghanistan spezialisiert und verbrachte mittlerweile mehrere Jahre in dem Land.
In dieser Zeit entwickelte sie ihre ersten Reportagen, zunächst unter schwierigen Bedingungen und ohne feste Auftraggeber. Erste Veröffentlichungen entstanden unter anderem mit einer Geschichte über opiumsüchtige Frauen in Kabul. Ein weiterer wichtiger Schritt war eine Reportage über Ärzte, die abgelegene Dörfer in den Bergen versorgten. Die Arbeit machte deutlich, wie sehr fotografische Berichterstattung konkrete Auswirkungen haben kann, etwa wenn internationale Organisationen auf die dokumentierten Zustände reagieren.
In den folgenden Jahren arbeitete Véronique de Viguerie in verschiedenen Konfliktregionen, darunter Irak, Somalia, Libyen und Syrien. Dabei geht es ihr weniger um die reine Darstellung von Gewalt, sondern um die komplexen Realitäten vor Ort. Ihre Bilder zeigen Situationen, die sich einfachen Zuschreibungen entziehen: scheinbar ruhige Szenen, die bei genauerem Hinsehen von Unsicherheit geprägt sind, oder Momente von Nähe und Alltag inmitten von Konflikten.
Afghanistan ist dennoch ein zentraler Bezugspunkt ihrer Arbeit geblieben. Auch nach der erneuten Machtübernahme der Taliban reist sie weiterhin in das Land, um die Situation vor Ort zu dokumentieren. Besonders die Lage der Frauen steht dabei im Fokus. De Viguerie versteht ihre Arbeit als Form der Sichtbarmachung, mit dem Ziel, Menschen und Geschichten präsent zu halten, die unter den aktuellen Bedingungen zunehmend aus der Öffentlichkeit verschwinden.








