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Fotografie unter Tage

Die FAZ-Reportagen des Daniel Pilar

4.27551

Zusammenfassung:

Während seines Kommunikationsdesigns-Studiums an der Hochschule Hannover in der Fachrichtung Fotojournalismus, hospitierte Daniel Pilar bei der FAZ und wurde anschließend festangestellter Redaktionsfotograf. Seine Reportagen wurden unter anderem mit dem Kodak Nachwuchs Förderpreis ausgezeichnet.

Eine seiner Reportagen behandelt den Bergbau. Mit seiner Kamera ging er unter Tage, weniger um wirtschaftliche Aspekte des Bergbaus zu beleuchten, sondern vielmehr die Menschen, ihre Arbeit und deren Kultur zu dokumentieren.

Das Fotografieren in dieser dunklen, staubigen und heißen Umgebung ist denkbar schwierig. Oftmals können Bildausschnitte im Sucher nur erahnt werden. Hinzu kommt, dass unter Tage kein Strom erzeugt werden darf und somit keine moderne Kameras verwendet werden dürfen, die Funken erzeugen könnten. Als Ersatz dienten hier Daniel Pilar vollmechanische Kameras von Leica (M6) und Nikon (FM2). Zur Belichtungsmessung diente hierbei ein alter Belichtungsmesser mit Selenzelle.

Kommentare

daumen hoch

sehr interessant und sehr sehenswert.
Wann kommt denn ein Film über Hochschulen, an denen man Fotografie studieren kann ?

Einen haben wir schon...

..zumindest im Bereich Fotojournalismus, hier der Link:

Fotojournalismus an der FH Hannover

Grüße
Dennis

daniel pilar

war mir bisher unbekannt, jedoch schein er ein super sympatischer junger fotograf zu sein, ich mag seine bilder die er hier zeigt und er verdeutlicht mir mal wieder, dass sw-aufnahmen viel ausdruckstärker sein können als bunte, keines der hier gezeigten aufnahmen hätte den charm den es hat, wäre es in bunt.... danke für den interessanten beitrag, gerne würde ich mit ihm mal unter tage gehen und glück auf singen.. gruß holger

Eindringlich, leise und ganz umittelbar am Thema!

Klasse Fotos.
Gratulation
Danke!!

MfG
Sunny

Weiter so..

Ein Film von der Art wie ich sie gerne sehe. Porträts von "Fotografenindividualisten". Sie müßen nicht mal bekannt sein. Aber es macht Spaß zu sehen wie ihr Herz an ihrer Fotografie hängt.
Henning

ein sehr schöner bericht

nachdem ich mir vor etwa einer stunde den aktuellen foto tv film (11.02.10)von boris becker angeschaut habe musste ich noch ein bischen rumstöbern und bin sehr dankbar, dass ich auf diesen film gestoßen bin. ein fotograf der nicht mit seinen bildern abhebt sondern das leben in seiner vielschichtigkeit gekonnt dokumentiert, zum schmunzeln und nachdenken anregt.
da kann ich nicht aus meiner haut: fotos sind zum anschauen da und nicht um sie sich von abgehobenen fotointelektuellen erklären zu lassen. bei daniel pilar bestand kein erklärungsnotstand, seine bilder haben mir einfach gut gefallen und seine sympatische und geradlinige art auch

schönen dank an fototv das ihr den jungen mann gefunden habt

solches und solches

@neuhaus: Das ist natürlich ein etwas gewagter Vergleich: Reportagebilder sind dafür da, in einem Bild etwas zu dokumentieren und sofort verständlich zu machen.

Künstler sind immer bestrebt, ihren Bildern viele Bedeutungsebenen zu geben und schlüsseln diese über unterschiedlichste Methoden in ihre Bilder. Das 'Entschlüsseln' bedarf dann schon einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem Bild und dem Autor als bei einem Reportagebild.

Aber Daniel macht super Bilder, da bin ich ganz Deiner Meinung. Letzte Woche erst hatte er eine ganze Seite über Afghanistan in der FAZ.

LG MARc

beim betrachten ist auch gefühl ein indikator

natürlcih möchte ich dir (marc) nicht wiedersprechen und ich muss aufpassen das ich nicht äpfel mit birnen vergleiche. doch so eindeutig heben sich die dinge in der fotografie nicht ab. auch ein konzeptionell künstlerisches foto kann die gefühlswelt des betrachters ohne die intensive auseinandersetzung mit dem geamtwerk erreichen. natürlich ist in der kunst der geist stärker gefordert und kunst darf und muss auch "anstrengend" sein. sie soll und will ja gerade die oberflächlichkeit bzw den oberflächlichen blick vermeiden. es ist jedoch mit der kritik am werk von boris becker aus meiner subjektiven sicht so(auch wenn ich hier einräumen muss dass ich noch keines seiner werke im original gesehen habe) dass mich der thematische anspruch und und die fotografische wirklichkeit nicht wirklich überzeugt.
unabhängig von meiner kritik am werk von herrn becker fand ich den beitrag genauso interessant wie den von daniel pilar
die vielfalt macht fototv für mich ja sehens- und bezahlenswert. also bleibt weiter vielfältig aber kritik muss sein (kritik von euch an zuschauerkomentaren natürlich auch)

Gefühl als Indikator für Kunst

Edward Steichen hat einmal gesagt:
"When I first became interested in photography ... my idea was to have it recognised as one of the fine arts. Today I don't give a hoot in hell about that. The mission of photography is to explain man to man and each man to himself."

(In: Cornell Capa (ed.): The Concerned Photographer. Grossman, New York 1972.)

@marc: Ich bin mir da nicht so sicher, ob das Entschlüsseln von guten Reportagebildern nicht genauso viel oder genauso wenig aufwendig ist wie von guter Kunst.
Gute Reportagebilder leben auch durch mehrere Bedeutungsebenen.
Es ist auch nicht gesagt, dass Reportagebilder keine Kunst sind.
But we don't need to "give a hoot in hell about that".

LG