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Expose to the Right

H.-P. Schaub über die Arbeit mit dem Histogramm

4.555945

Zusammenfassung:

Hans-Peter Schaub erklärt in diesem Beitrag die Besonderheiten des Histogramms und der Belichtung in der digitalen Fotografie. Nicht immer führt die Belichtungsautomatik der DSLR zum optimalen Ergebnis.

Die Bilder sehen zwar meist korrekt belichtet aus, enthalten aber nicht unbedingt die Menge an Tonwerten und damit auch an Bildinformationen, die sie enthalten könnten. Das kann unter anderem zu unnötig starkem Bildrauschen führen.

Hans-Peter Schaubs Fotos sehen beim Blick auf das Display nach der Aufnahme zuweilen hoffnungslos überbelichtet aus. Tatsächlich hat er seine Belichtungsweise aber nur an die Eigenheiten der digitalen Fotografie angepasst und nutzt so die Möglichkeiten des Sensors mit größtmöglicher Effizienz.

Kommentare

Super Tipp, Danke

Da gibt es zehntausend Bücher über das digitale Fotografieren, aber diesen Tipp hab ich noch nicht gekannt.
Ab heute bleibt mein Histogramm immer eingeschaltet.

Danke Herr Schaub, weiter so.

Mit geht ein Licht auf...

Vielen Dank für diesen ausgezeichneten, sehr praxisnahen Film!

Uwe aus Potsdam

Expose to the Right,

das macht ja absolut Sinn. Sehr hilfreicher Beitrag.
Vielen Dank
Christoph

Ich habe es bereits gekannt

Ich habe es bereits gekannt aber dass der Unterschied mit dem Bildrauschen so augenfällig ist, hätte ich garnicht gedacht. Ich fotografiere ebenfalls mit dem Histogramm und achte bisher immer drauf, dass oben und unten nichts abgeschnitten wird und wusste auch, dass in helleren Tonwerten mehr "Informationen" vorhanden sind als in dunklen. Und jetzt weiß ich das auch mit dem Bildrauschen.

Klasse Video. 5 Sterne

Interessanter Denkanstoss...

...danke für den Tipp! Sehr gut.

Mir geht endlich ein Licht auf

Danke für diesen informativen Beitrag. Bislang nur als Beiwerk betrachtet, wird ab sofort mein Hauptaugenmerk auf dem Histogramm liegen.
Super Beitrag, bitte mehr davon!
LG
Michael

Toller Beitrag!

Kompetent, sehr lehrreich und rhetorisch ausgezeichnet wie immer. Bisher habe ich das Histogramm immer total vernachlässigt, nach diesem Beitrag sicher nicht mehr.
Danke Hans-Peter

Sehr interessant. Fand ich

Sehr interessant. Fand ich einen echt Informativen Beitrag. Danke für den Film.

gut, aber...

guter ausführlicher Beitrag.

Allerdings wird im Beispiel mit ISO1600 und 1/600 aufgenommen. Das hellere Bild wird mit ISO1600 und 1/160 gegenübergestellt. Da Frage ich mich, warum verwende ich ISO1600 wenn motivbedingt auch noch 1/160 ohne Bewegungsunschärfen ausreichen? Ich könnte also auch mit ISO400 und 1/160 ein Bild erzeugen, das dem ersten, dunkleren entspricht!? Da würde mich nun der Vergleich bzgl. Bildrauschen interessieren... vermutlich ist doch da das Rauschen deutlich verringert und läßt auch eine eventuelle Aufhellung des Bildes zu... hab ich da einen Denkfehler?

Was ich auch nicht verstehe: warum sind im dunklen Viertel im Histogramm weniger Tonwerte vorhanden? Das gesamte Histogramm ist doch linear in 256 Werte unterteilt. Im unteren Viertel sind also 64, wie auch in den anderen Vierteln... da brauch ich noch nachhilfe ;-)

Viele Grüße!

Sam

mehr Augenmerk

vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Auch ich werde mir nun das Histgramm näher anschauen.

LG MW

Super

Sehr lehrreicher Film, einer der Besten bis heute.
LG Walter

Hervorragende Ergänzung

Bis zu diesem Beitrag hatte das Histogramm besonders beim
Bearbeiten meiner Fotos eine Hauptfunktion; aber dies ändert
sich jetzt.
Herzlichen Dank Herr Schaub und ich hoffe bald wieder von Ihnen einen Lehrbeitrag zu sehen und zu hören.

MfG

Hut ab

Mehr von diesen Beiträgen und ich schreib mich an der Hochschule ein. Schade nur, dass diesen Bericht auch so viele andere gesehen haben... ;-)

sehr hilfreich

hervorragender Beitrag, kurz und prägnant das Thema von allen Seiten beleuchtet. Solch ein Beitrag hat echten Mehrwert.

Vielen Dank

Hallo zusammen, der beste

Hallo zusammen,

der beste Film seit langem.
Eine sehr gute Theoretische und Praktische erklärung.

Echt Super

richtig klasse

ja muss ich schon sagen ein sehr feiner tip und sehr eindrucksvoll das hilft mehr davon

lg michael

SUPER BEITRAG

Genau das ist es was ich auf FotoTV sehen möchte. Tolle Tipps und ein klasse Trainer.

Ich kann nur hoffen, dass wir mehr davon zu sehen bekommen.

Von mir 10 Sterne, eure 5 reichen da nicht!!!

Klasse

Ich verlasse mich eigentlich immer auf den objektiven Eindruck, den mir das Display bietet, obwohl ich ausschließlich in Raw fotografiere. Ich muss mich "Juniorvicepresident" anschließen:

"Ab heute bleibt mein Histogramm immer eingeschaltet."

Danke für diesen tollen prixisnahen Beitrag! So mag ich Foto-TV!

MfG
zwurgel1

Bis zuende anschauen!

Ich muss gestehen, ich war anfangs bei dem Beitrag skeptisch, wollte fast schon die Wiedergabe unterbrechen - und das ganze unter "was'n das für'n Quatsch" abtun. Ich hab's nicht getan, weil ich mir dachte, "eigentlich" sollte der doch wissen, wovon er redet. Er weiss wovon er redet... daher mein Tipp - nicht abschalten, sondern bis zum Ende schauen, auch wenn's 20 Minuten sind. Hier kann man wirklich was lernen. :-) Gruß, Oliver

Informationen im Histogramm

Der Grund dafür, dass der rechte Teil des Histogramms mehr Informationen repräsentiert als der untere, ist der folgende:

Bei der Aufnahme werden die Lichtintensitäten, welche auf den jeweiligen Pixels gemessen werden und sich über mehrere Grössenordnungen erstrecken, auf die 256 (8bit) bzw. 65536 (16bit) Tonwerte verteilt, und zwar logarithmisch.

Nehmen wir wie im Film an, dass der Sensor der Kamera einen Kontrastumfang von 6 Blendenstufen aufzeichnen kann. Das bedeutet, dass diejenigen Pixel, welche knapp gesättigt werden, 2^6=64 mal soviel Licht empfangen wie diejenigen, welche kein messbares Signal mehr ergeben.

Die linke Hälfte des Histogramms erhält bei dieser logarithmischen Zuordnung die dunkelsten 3 Blendenstufen, d.h. die Pixel, welche maximal 2^3=8 mal so hell wie das dunkelste Pixel sind. Die rechte Hälfte des Histogramms repräsentiert die Pixel, welche zwischen 8 und 64 mal so hell wie das dunkelste Pixel sind.

Man sieht also, dass hier auf zwei gleich grosse Bereiche des Histogramms Helligkeitsbereiche abgebildet werden, welche im Verhältnis 56:8=7:1 stehen. Also enhält die rechte Hälfte des Histogramms 7 mal mehr Informationen als die linke.

Hat also ein Motiv einen Dynamikumfang von 3 Blendenstufen, dann sollte man diese bei der Aufnahme im rechten Teil des Histogramms platzieren, wie im Film dargelegt wurde.

MfG

Sehr Informativ

die Tips von H.P. Schaub sind für mich sehr informativ. Vielen Dank dafür.

Ich freue mich auf mein nächstes Fotoshooting, um das soeben gesehene in die Praxis umsetzen zu können.

Positiv aufgefallen - endlich mal ein Olyknipser, ich dachte schon, ich wäre alleine hier und alle anderen haben NUR Canon oder Nikon.

Gruss von Olyknipser katzesonne

Mehr solche wirklich

Mehr solche wirklich praxisrelevanten Beiträge wären wünschenswert. Einer der besten Beiträge der letzten 12 Monate !!!
Für mich die beste und verständlichste Erklärung des doch sehr anspruchsvollen Thema - Historgramm. Ein solcher Beitrag hilft mir in Zukunft sicher besser einzelne Situationen besser zu beurteilen - da lohnt sich der FotoTV Abo Beitrag !

LG Andreas

!!!Super!!!

endlich mal eine professionelle Aufklärung

Dankeschön an simsurace...

Hallo Zusammen,

Vielen Dank an simsurace für die ausführliche Erläuterung. Hab´s kapiert ;-)

Meinen ersten Gedanken möchte ich aber nochmals etwas anders aufzäumen:

Die Qualität eines Digitalbildes "leidet" durch das Maß an nachträglicher elektronischer Verstärkung (hohe ISO = stärkeres Rauschen etc.). Dabei setze ich mal vereinfachterweise das Erhöhen der ISO-Zahl und das nachträgliche Aufhellen per Bea im Ergebnis geich.

In den beiden Vergleichsbildern im Film wurde letztendlich ein unterschiedliches Maß an elektronischer Verstärkung eingesetzt.

dunkles Bild: ISO1600 mit nachträglicher Aufhellung um z.B. 1 Blendenstufe per Bea: entspricht vereinfacht betrachtet "ISO3200"

helles Bild: ISO1600 mit nachträglichem Abdunkeln um 1 Blende per Bea entspricht vereinfacht betrachtet "ISO800"

Hier wurden also zwei Bilder verglichen, die unterschiedlich stark elektronisch verstärkt wurden. Beruht der auffällige Qualitätsunterschied nicht eher darauf?

vereinfacht gesagt: Die Qualitätsverbesserung resultiert doch eher aus der längeren Belichtungszeit des zweiten Bildes, die eine geringer Verstärkung notwendig macht...
Dabei ist nach meiner Meinung nur untergeordnet entscheidend, in welchem Histogrammbereich die Bilder aus der Kamera kamen?

Aussagekräftiger im Sinne des Filmthemas wäre also doch ein Bild mit ISO400 und 1/160 im unteren Histogrammbereich verglichen mit einem Bild mit ISO1600 und ebenfalls 1/160 für den rechten Histogrammbereich.

Auch das lasse ich gerne widerlegen ;-)

Grüße!

Sam

Super Beitrag, bei dem auch

Super Beitrag, bei dem auch wirklich Inhalt vermittelt wurde!
Danke Hr. Schaub!

Wünsche mir mehr davon!

LG koloma

Sehr Gut und informativ

Danke an Dich Hans-Peter und FOTOTV.
Sehr Gut.

Gruß Farid

Nochn Dankeschön!

toller Beitrag, informativ und in auch in didaktischer Hinsicht feine Sahne. Mit etwas Grübeln hätte man mit all dem Hintergrundwissen ja eigentlich selber drauf kommen müssen (!!??)
Danke auch an simsurace für seine hilfreichen Hinweise

Ich geh jetzt mal mein Histogramm suchen.......

sehr gut

sehr guter Beitrag. Koennte man etwas straffen aber hilfreich ist es allemal.

Bzgl expose to the right hier ein bisschen zur Geshichte dahinter + potentielle Probleme/Limitations (engl) http://www.luminous-landscape.com/tutorials/expose-right.shtml

Spitzenbeitrag

Ein absolut wichtiges und keinesfalls einfaches Thema spitzenmäßig erklärt.

Ich war bisher sehr sehr sehr sparsam bei der Nutzung der Histogramminformation und habe auch immer nach Display beurteilt.

Aber nur noch genau bis heute

und das mit den hohen ISO-Werten und der Rauscharmut bei "Expose To The Right" ist das zweite absolute Highlight in dem Beitrag.

vielen Dank an Herrn Schaub

+

herzlichen Dank für den tollen Tip.

Klasse Beitrag

Das Histogramm führte bei mir immer ein Schattendasein, und meine Bilder waren ständig verrauscht.
Nach diesem tollen Beitrag wird sich beides sicherlich ändern.
Mehr solche tollen Beiträge.

Tom

warum nicht gleich 400ASA? Sam0808

Ein super guter Beitrag, sehr praxisbezogen. Dass das Histogramm logarithmisch anzeigt, wusste ich auch schon. Aber sicher ist vielen Fotografen hier ein Licht aufgegangen.

An Sam0808

Das Bild, das mit der kurzen Verschlusszeit und 1600 ASA aufgenommen wurde, konnte nur so aufgenommen werden, weil die Blende sicher weiter offen stand, als bei dem Bild, das mit der längerne (1/160s) Verschlusszeit aufgenommen wurde. Würde man das selbe Bild mit der selben Blende und gleichen Beleuchtungsverhältnissen mit ASA 400-1/160s wie vorgeschlagen aufnehmen, müsste man wiederum die Blende um 2 Stufen aufmachen. Ich erhalte also mit 1600 ASA und 1/160s eine grössere Schärfentiefe als mit 400 ASA und zwei Blenden mehr Öffnung. Dies ist sicher auch ein Grund, wieso der Fotograf hier mit so hoher ASA-zahl arbeitet. Man gewinnt Schärfentiefe und mit der noch akzeptablen „langsamen“ Belichtungszeit noch ein Bild ohne viel Bewegungsunschärfen in den Flügeln der Gänse.
Bei der Einstellung 1600 ASA 1/600s erreicht man natürlich eher ein scharfes Bild als mit 1/160s, aber auf Kosten der Schärfentiefe! Und, wie man aus den Ausführungen sieht, auch höherem Rauschen, sofern man es hinterher so aufhellt wie das länger belichtete Bild es schon durch die längere Belichtungszeit wurde.

MfG - Roland47

Vielen Dank

für diesen wirklich sehr guten, informativen Beitrag.
MfG mvaeth

Klasse Film!

für mich einer der wertvollsten Beiträge bis jetzt überhaupt. Klasse gemacht! Auch bei mir wird das Histogramm nun eingeschaltet.

Viele Grüße,
ExAbwehrspieler

ich kann

die ausführungen nur bestätigen.
seit ich mit dem histogramm arbeite, blieb der belichtungsmesser mehr oder weniger unbenutzt.
testschuss---ev. korrektur....foto machen....im studio bleibt so nur noch wenig nachbearbeitung übrig....insbesodere kameras mit grossem sensor sind dabei klar im vorteil.

gruss

walo

Histogramm

Einfach optimal erklärt. Werde künftig überwiegend mit dem Histogramm arbeiten!

Danke.

Das war echt ein guter Film...

Super super

... schöner Beitrag und Super erklärt... WEITER SOOOO

Toller Beitrag

Werde es auch wieder ein Bisschen öfters Benützen.
LG Beni

Sehr gut...

Leider habe ich immer weniger Zeit zum FotoTV schauen - solche Beiträge lassen mich jedoch weiterhin treues Mitglied sein :-)

Rätsel gelöst!

Das ist ein ausgezeichneter Film, und nun weiss ich endlich, wie es wirklich funktioniert mit dem Histogramm. In einem Fotokurs bekam ich einmal zu hören, dass man besser knapp belichten sollte, später erfuhr ich aus anderer Quelle, dass es genau umgekehrt wäre. Die entsprechenden Erklärungen dazu fehlten mir jedoch bis heute. Mit diesem Film konnte nun das grosse Fragezeichen endlich beseitigt werden und ich hab an wertvollem Wissen dazugewinnen können. Das Thema ist eingentlich gar nicht so einfach, aber hier hat es Herr Schaub geschafft, in kurzer Zeit das Ganze sehr verständlich herüberzubringen. Ich werde es ausprobieren und bin gespannt auf die eigenen Ergebnisse. Vielen Dank!!!

DANKE!

WAHNSINN! BRINGT MICH FETT WEITER!!!!

Histogramm

Super Beitrag!

Gut, veständlich und überzeugend präsentiert wie am Beispiel Aufnahmen bei ISO 1600.
Danke auch ans Team von FotoTV, das solche Beiträge ermölicht.

fg
johspre

Super erklärt, fantastische

Super erklärt, fantastische Wirkung! Solche Tipps sind Gold wert.

Super Sache

Habe bisher noch nie mit Histogramm fotografiert nun werde ich das tun besten Danke ;)

Groesstmoegliche Effizienz?

Die Instant Gratification für den Laien ist durch diesem Beitrag sicher hoch, wie es auch aus den Reaktionen hier ersichtlich wird. Die größtmögliche Effizienz bezüglich ETTR, hat der Beitrag jedoch nicht darstellen können. Hier ein Zitat aus der Zusammenfassung des Beitrags:
>[...]Tatsächlich hat er seine Belichtungsweise
>aber nur an die Eigenheiten der digitalen Fotografie
>angepasst und nutzt so die Möglichkeiten des Sensors
>mit größtmöglicher Effizienz.
Man kann das nun einfach als Marketinggetue verstehen, zur Sache fehlt da doch noch einiges, was aber im Web seit Jahren diskutiert wird:

Das Histogram auf dem LCD stellt ein JPEG dar welches nach den Einstellungen der Kamera erstellt wurde. Wenn man RAW verwendet, hilft, bekanntermaßen, das LCD Histogram der Kamera also nicht viel. Um das zu ändern, stellt man in der Kamera alles auf neutral, inkl. Schärfe auf 0. Zudem muss man einen Trick verwenden, um den Gain in den RGB Kanälen auf Null zu setzen. Das wird UniWB genannt und wird mit Hilfe eines Weißabgleichs auf ein nach rechts (oder links) in allen drei Kanälen geklippten Bildes erreicht. Ein so ein Bild, sollte nämlich, bezüglich des Sensors, neutral sein (in RGB zB 255, 255, 255 oder eben 0, 0, 0)
Es treten dann aber zwei Probleme auf: Das LCD Bild ist stark grün-stichig und auch das Histogramm zeigt Grün als bestbelichtet dar, denn so sind die Sensor nun mal angelegt. Dagegen kann man nur die Lichtquelle(n) oder die Kamera mit einem Magentafilter (meist CC30-40) versehen. Dies führt natürlich zu einem Lichtverlust, was wiederum, wenn ein Anheben der Leistung der Lichtquelle nicht möglich ist, was gerade bei Landschaftsaufnahmen der Fall ist, zu einem erhöhten Rauschen führt.
Was tun?
Dieser Beitrag FotoTV schlägt, so scheint es mir, eine richtige Praxis für den Laien vor, nämlich ein vorsichtiges Überbelichten (je nach Kamera meist +-1Stop). Dies lasst sich jedoch, wie gesagt, recht einfach, unter kontrollierten Lichtverhältnissen und mit Hilfe der oben erwähnten Prozedur, einmal genau ermitteln. Ein kleiner zusätzlicher Spielraum, für alle Fälle schadet sicher auch da nicht.

Vielleicht würde dieses wichtige und populäre Thema auf FotoTV doch noch einer etwas gründlicheren und präziseren Darstellung bedürfen? Vielleicht auch noch bevor Nikon, Canon et al mit einem RAW Histogram am Kamera eigenen LCD herauskommen.

Wir würden uns sicher alle sehr darüber freuen.

mfg

Daumen hoch !

Dieser Beitrag ist rundum gelungen.
Perfekte Präsentation von theoretischem Basiswissen.

grausam

Eine interessante Sichtweise – man belichtet bewusst falsch (zu hell), um anschließend möglichst viel korrigieren zu können. Hm. Warum belichtet man dann nicht gleich richtig - man könnte doch auf die Korrekturen verzichten?
Solange man aber in dem Glauben ist, dass das Histogramm auch nur das Geringste mit einem Belichtungsmesser gemein hat, kann man auf solche abartigen Ideen kommen. Schwierige Belichtungssituationen mit einer Automatik angehen, naja... Aber es darf sich ja jeder Fotograf nennen, sobald er eine Digitalkamera erwirbt - die Qualifikation kommt sozusagen mit dem Bezahlen der Ware im MediaMarkt. Unterschiede zwischen Licht- und Objektmessung muss man nicht kennen. Es wird halt am Rechner korrigiert.
Und wir können uns gleich noch mehr Unarten anschauen. Da fährt der Herr Kollege ohne Not bei diesen Windverhältnissen die Mittelsäule seines Statives voll aus und befestigt auch noch ein an der Kamera zerrendes Fähnchen in Form des Kameratragegurtes.
Toll.

Danke!

Vielen Dank für diesen sehr ausführlichen und gut nachvollziehbaren FotoTV-Beitrag. Ich würde mich freuen, noch viele weitere Video-Beiträge vom Autor sehen zu können.

Für den peinlichen, vorangegangenen Kommentar vom User "mulex" kann man sich im Sinne der FotoTV-Community nur entschuldigen. Die Mehrheit der FotoTV-Nutzer weiß die Substanz solch eines Videos ganz sicher zu schätzen und auch zu würdigen.

LG

fraglich

ETTR ist sehr zwiespältig. Eine Änderung der Belichtung ist immer und unkalkulierbar nichtlinear. Je weniger man am RAW ändert, umso linearer die Ergebnisse.
Sicherlich gewinnt man durch ETTR einiges an Tonwerten in den Schatten. Ob dieser Vorteil den großen Nachteil kompensiert glaube ich nicht, so zumindest das Ergebnis meiner eigenen ERfahrung. Ich habe es lange mit ETTR propiert, bin davon aber wieder weg gekommen.
Dass eine Minus Korrektur zu besseren ERgebnissen führt als eine Plus Korrektur ist eigentlich klar. Interessant wäre es allerdings eine richtige Belichtung mit einer ETTR Belichtung zu vergleichen.