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Belichtungsmessung mit der Graukarte

Anwendung für das Heimstudio

4.431675

Zusammenfassung:

Für die objektive Belichtungsmessung benutzten viele Fotografen einen Belichtungsmesser. Ein solcher Belichtungsmesser ist aber im Heimstudio oft nicht vorhanden oder die Anschaffung würde das Budget des Hobbyfotografen sprengen.

Durch die digitale Technik sind viele dazu übergegangen, die Belichtung auf dem Display, bzw. im Histogramm zu beurteilen. Dies können aber nur erfahrene Fotografen. Zzusätzlich ist es auch keine objektive Messung, da es eher ein Schätzwert, und daher nicht exakt ist.

Eine günstige und auch objektive Methode ist es die Belichtung mit einer Graukarte zu messen. Stephan Spohr stellt heute diese Methode vor und zeigt, wie man mittels der Graukarte richtig belichtet!

Kommentare

Super

Sehr interessant. Ich habe mir gleich mal eine Karte bestellt.

Gruß Lutz

Gut gemacht!

Obwohl ich der Meinung bin dass eine Graukarte einen Belichtungsmesser nicht ersetzt, fand ich doch das es ein sehr gut gemachter Beitrag von Stephan war. Er hat ein sehr komplexes Thema einfach und deutlich rübergebracht. Leider war nicht angegeben ob es sich hier um einen Film handelte der sich an Anfänger oder Fortgeschrittene richtet, aber als eine Einleitung in das Arbeiten mit einer Graukarte war er perfekt.

Ich hoffe Stephan erlaubt mir ein paar Gedanken für diejenigen die sich mit der Sache etwas tiefer befassen oder befasst haben.

1. Objektive Belichtungsmessung ist nicht besser als subjektive Messung. Meist ist das Gegenteil der Fall. Die objektive Messung ist nur dann optimal wenn die Szene der Reflektion der Graukarte oder dem Eichwert des Belichtungsmessers genau entspricht, was selten der Fall ist. Besser ist es dann mit einem Punktbelichtungsmesser zu arbeiten oder sich genauer mit dem Histogramm zu befassen.

2. Die Graukarte hat keinen Helligkeitswert von 18%. Sie ist viel dunkler als 18% grau, wie auch leicht zu erkennen ist. Sie hat aber einen Reflektionswert von 18%. Das heisst, sie reflektiert 18% des auffallenden Lichtes was etwa einer durchschnittlichen Tagesszene entspricht. Der Wert ist ein Versuch 'normale Belichtung' zu definieren. Es ist kein präziser Wert. Einen präzisen Standardwert gibt es nicht. Präzise Belichtung hängt immer von der Szene ab. Der 18% Wert ist ein Durchschnittswert und eine jahrzehnte alte Annahme die auf einer Untersuchung von Kodak beruht in der über 1,000 Szenen gemessen wurden. Manche halten diesen Wert für zu dunkel und nur für Rochester, NY ideal. In der Fachliteratur werden Werte zwischen 9-18% diskutiert. Viele Belichtungsmesser sind deshalb auf 12% oder 16% geeicht. Allerdings basiert Ansel Adams' Zonensystem auch auf dem 18% Wert und ist für Digitalkameras, die ähnliche Belichtungsbedürfnisse wie Diafilm haben, gut geeignet.

3. Wenn man eine Graukarte mit Automatik fotografiert ist das Histogramm genau in der Mitte. Das hat aber nichts mit der Graukarte zu tun sondern mit der Belichtungsmessung in der Kamera. Es passiert immer wenn man eine gleichmässige Fläche jeglicher Helligkeit fotografiert. Es funktioniert auch bei einer hellen weissen oder dunklen schwarzen Wand und bedeutet nur das kein anderer Ton zu finden war und deshalb gehört es in die Mitte. Der theoretische Wert der Graukarte im Histogram ist technisch ableitbar und bei etwa 56%, und ist deshalb eben für viele zu dunkel.

Aber dass soll alles nicht davon ablenken dass dies ein gelungener Beitrag zu einem sehr wichtigen Thema ist. Ich rate trotzdem zum Kauf einen Belichtungsmessers, denn die Graukarte funktioniert leider bei Aufnahmen ausserhalb des Studios oft gar nicht, und im Studio geht es viel schneller als mit der Graukarte. Ab etwa €250 gibt es schon sehr gute (Gossen) neu, was für eine Canon 5D Fotografen doch kein Hindernis sein sollte.

Regards

Ralph W. Lambrecht
http://www.darkroomagic.com

Also auf gehts...

Hallo,

wie schon in früheren Kommentaren angeregt, macht doch mal einen oder mehrere Filme zum Thema Belichtungsmesser (einen Gruß an Martin Krolop ;) ). Dieser Film und der Kommentar von Ralph schreien ja förmlich danach.

Gruß,

Bernd

Sehr guter Beitrag

Der Beitrag zur Verwendung einer Gaukarte ist sehr detailliert und dennoch sehr gut verständlich!

Sorry, mir ist der Beitrag

Sorry, mir ist der Beitrag zu lang, enthält zu viele Fehler (nicht nur bei den 18% Helligkeitswert), erhebt die Methode der Bel-Messung auf und tendentiell über das Arbeiten mit Bel-Messer bzw. Histogramm.
Ich halte diese beiden Methoden aber für die wesentlich effizienteren Wege und vermittle das auch in meinen Workshops so.
Eigentlich hat Ralph W. Lamprecht das alles schon sehr nett formuliert erläutert :)
Mir fällt es das erste mal schwer, nicht böse zu meckern.
Fast 14 Minuten für etwas , was ich so nicht nachvollziehen kann.

PS: So ich es richtig gelesen habe, sind von Stephan Spohr ja weitere Beiträge geplant (Beauty, Dessous, Akt)...
Stephan, dann bitte IN die Kamera schauen, das weisst du doch als alter PR'ler :)
Und macht es knapper, knackiger und weniger Knopfdrück/Menüzeig/Canon-lastig und fachlich klarer.

gruß
mathias

eine Frage noch...

... Stephan erwähnte am Schluss noch, dass man dieses Verfahren auch bei 2 oder mehreren Lichtquellen einsetzen kann.

Muss ich dann jeden Blitz einzeln messen oder alle Blitze gleichzeitig? Mit Belichtungsmesser wird ja auch immer jeder Blitz einzeln gemessen.

Ansonsten ein sehr gelungener Beitrag. Ich denke für wirkliche Amateure, die sich gerade mal eine 450D und keine 5D leisten können und wollen, doch eine sehr gute Alternative!

@ mathias

Hi,

wir haben das als einen Anfänger Film konzipiert und daher Stephan gebeten, das ausführlich zu erklären und viele Dinge nachvollziehbar zu erklären. Es gibt immer mal wieder Kritik von versierten Filmen, denen ein Anfängerfilm zu lang ist, oder von Anfängern, dass ihnen ein Profifilm zu kurz ist. Das liegt in der Natur der Sache.....

Es ging hier nicht darum, eine Wertung abzugeben. Sicher ist auch Stephan einverstanden, dass ein Belichtungsmesser präziser ist und dass ein versierter Fotograf mit dem Histogramm alleine gut hinkommt. Aber nochmal, das war ein Anfängerfilm und für den gibt die Graukarte für ein paar Euro in schwierigen Lichtverhältnissen Sicherheit zu einem unschlagbaren Preis.

Wenn Stephan mal kurz nicht in die Kamera schaut, dann ist das eher unser Fehler als seiner, wir hatten die Kamera schon für die seitliche Perspektive aufgebaut, damit man sieht, wo Licht und Kamera stehen.

LG MArc

PS: Mit Dir würde ich gerne eine Film über das Arbeiten mit dem Histogramm und mit Ralph eins über die Arbeit mit dem Belichtungsmesser machen ;-)

Große Klasse

Endlich mal ein einfacher Weg ohne teuren Belichtungsmesser eine gemessene Belichtung zu erhalten.
Danke :-)
LG
Uwe

Sehr gut erklärt und nachvollziehbar untermauert

Hallo Ihr Profies da darußen, als NewComer in der Fotografie fand ich den Beitrag von Stefan sehr wohl gut und leicht verständlich, anschaulich, gerade weil er an der Camera zeigt, was er wo abliest und warum.

Wenn sich für Euch das alles schon erklärt und langweilig ist, finde ich den Beitrag hit, der da sagt, es wäre sinnvoll die Filme zu kennzeichnen für Anfänger und für Fortgeschrittene.

Weiter so Stefan, danke für die Einblicke. Habe selber eine Canan, obgleich Nikonfan. Die vielen Funktionen auszuprobieren ist ein herausforderung für einen Beginner. Deshalb fände ich es auch gerdae gut, we3nn es mehr Filme zu den Kameratypen geben würde, z.B. zur Canon Mark 1DsII.
Gut fand ich auch die Bltzerklärung dazu, überlege gerade, welchen Blitz ich mir am besten zulege.

Auf noch viele Grüße in die Runde und lerne gerne dazu. Für Tipps bin ich auch offen.

Wer ist denn in meiner Nähe (Essen) mit dem ich mich mal unterhalten kann?

Grüße Sabine

Nachtrag

Was ich als Anfänger nicht bemerke, ist natürlich den Profis aufgefallen, aber aus den kommentaren lerne ich ja auch wieder. Einen Beitrag über Belichtungsmesser und die Technik/Anwendungserklärung sehe ich ebenfalls wie meine Vorredner positiv entgegen.
Gruß Sabine

Graukarte überflüssig

vorab: gut verständlicher Beitrag von Stephan !

Ich selbst nutze allerdings für die korrekte Belichtungseinstellung keine Graukarte, warum ?

Die Graukarte kann für die Belichtungsermittlung einige Problem mit sich bringen, weil sie in derselben Position wie das abzulichtende Motiv gehalten werden muss. Das funktioniert praktisch nie exakt, denn ein Gesicht ist z.B. nicht plan und reflektiert Seitenlicht ganz anders als die flache Graukarte.

Fotografiert man z.B. eine dunkelhäutige Person, dann nützt einem die Graukarte ebenfalls wenig, denn das Gesicht wird trotzdem idR unterbelichtet.
Sollen Ganzkörperaufnahmen mit unterschiedlicher Lichtabdeckung durchgeführt werden - ja wohin dann mit der kleinen Graukarte ?

Warum also nicht das Histogramm (oder die Überbelichtungswarnung mit blinkenden Feldern) gleich für die eigentliche Testaufnahme nutzen ? Das ist komfortabler und man beurteilt das Motiv und nicht die davon meist abweichende Graukarte.

Für einen korrekten Weissabgleich ist die Graukarte allerdings sinnvoll (besser allerdings eine Farbkarte mit mehreren Grundfarbtönen), wenn sie mindestens einmal als Referenz im Bild auftaucht.

Stefan

Guter Beitrag!

Ich kann die Kommentare der Profis nur teilweise nachvollziehen aber ich mag den Stil der Beiträge von Stephan. Sie enthalten viel Information und sind überhaupt nicht langatmig. Mir ist z.B. ziemlich wurscht, wie exakt die Messung mit der Graukarte nun wirklich ist - alleine die Hinweise zur Feinjustage der Belichtung mit dem Iso-Wert oder Praxis-Tipps wie der mit dem Bindfaden finde ich schon gut! Danke also und weiter so!

Belichtungsmessumg Graukarte

S e h r gute Erklärung!