Themen in einem essayistischen Dokumentarfilm realisieren
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Der essayistische Dokumentarfilm
Live-Session mit Prof. Matthias Leupold
Wie erzählt man komplexe Themen in dokumentarischer Form – ohne plattes Nacherzählen, aber auch ohne ins Abstrakte zu kippen? In diesem zweiten Teil seines zweiteiligen Gesprächs zeigt Matthias Leupold am 03. Februar um 19:30 Uhr, wie sich persönliche, historische und gesellschaftliche Themen in essayistischen Dokumentarfilmen filmisch realisieren lassen.
Im Zentrum stehen zwei aktuelle Arbeiten. Beide Filme nähern sich ihren Themen essayistisch, also nicht im Stil klassischer Reportage, sondern mit künstlerischer Freiheit und persönlicher Handschrift.
„Beyond the Berlin Wall“ basiert auf Interviews mit ehemaligen politischen Gefangenen in der DDR und verbindet deren Berichte mit ruhigen, eindringlichen Bildern – ohne dramatische Effekte, aber mit großer erzählerischer Kraft.
„Silent Orange“ führt nach Vietnam, wo bis heute die Spätfolgen von Agent Orange sichtbar sind. Der 15-minütige Film arbeitet mit einer reduzierten, fast poetischen Bildsprache und verzichtet auf erklärende Kommentare – das Visuelle spricht für sich.
Leupold spricht über Recherche und Stoffentwicklung, über den Umgang mit persönlichen und politischen Narrativen, über filmische Gestaltungsmittel – und darüber, wie ein Film Haltung zeigen kann, ohne sich in Aussagen zu verlieren.
Die Arbeit von Matthias Leupold bewegt sich seit den 1980er-Jahren zwischen Fotografie, Inszenierung und gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Mit seinen szenischen Fotografien, in denen er historische oder biografische Inhalte als bewusst gestaltete Bildräume inszeniert, hat er eine eigene visuelle Sprache entwickelt. Im Bereich des dokumentarischen Essayfilms gelingt es ihm, diese Bildsprache mit journalistischer Genauigkeit und künstlerischem Ausdruck zu verbinden.
Als Host der Session ist Antje Terhaag dabei.
Die Live-Veranstaltung wird aufgezeichnet und später ins FotoTV.-Programm aufgenommen.
Dauer: ca. 1 Stunde
Prof. Matthias Leupold wurde 1959 in Berlin geboren. Er wandte sich der Fotografie 1983 zu, nachdem er ein Jahr zuvor in der DDR mit der damaligen Nomenklatura in Konflikt und in Untersuchungshaft geraten war. 1986 erfolgte die legale Übersiedlung nach West-Berlin. Von 1987 bis 1994 studierte er Visuelle Kommunikation an der Universität der Künste Berlin und schloss als Diplom-Designer und Meisterschüler ab. Er erhielt zahlreiche Arbeitsstipendien, unter anderem in der Villa Massimo in Rom (1997/98). Im Mittelpunkt seines Schaffens stehen szenische Fotografie und essayistische Dokumentarfilme. Seit 1983 wurden seine fotografischen Arbeiten in Deutschland, Italien und den USA ausgestellt. Seine Filme liefen auf zahlreichen internationalen Festivals in Asien, den USA und Europa und wurden in New York und Los Angeles mit Preisen ausgezeichnet. Als Hochschulmitgründer lehrt Matthias Leupold Fotografie und Dokumentarfilm an der University of Europe for Applied Sciences in Berlin. Zudem bietet er Foto- und Videoworkshops in Vietnam, Albanien, Italien und auf den Galapagos-Inseln an.
www.matthiasleupold.com
www.instagram.com/matthiasleupoldberlin/
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www.leupoldfilmproduction.berlin
www.reisenundfotografieren.com
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