Aus zahlreichen Kriegen und bewaffneten Konflikten kommen sie mit Bilder zurück, welche uns die grausame Wahrheit bewusst machen. Sie riskieren Ihr Leben und setzen all ihre Erfahrung ein, um der Wahrheit und dem Schrecken des Krieges so nah wie möglich zu kommen. Wir sehen täglich die Menschen auf den schrecklichen Bildern in Zeitungen, Magazinen und auf Webseiten. Wir vergessen jedoch oft, dass es Menschen hinter dieser Kamera und den Bildern gibt... welche sich bewusst dieser Gefahr stellen. Sie teilen temporär das Leid, die Situation und auch die Angst dieser Menschen... und in manchen Fällen auch ihr endgültiges Schicksal. So hat der Krieg in Libyen, vor allem in den letzen Tagen, nicht nur das Leben von bewaffneten Kämpfern und das Leben von Menschen aus der Bevölkerung gefordert.

Diesmal werden Fotograf Tim Hetherington und Chris Hondros nicht mehr lebend aus ihrem Einsatz zurückkehren. Dies hat nicht nur die Familien der beiden preisgekrönten Fotografen sehr getroffen. Die Nachricht traf auch die Herzen vieler Kollegen und Menschen, die ihre Arbeit verfolgt und begleitet haben.

Hetherington und Hondros verloren ihr Leben bei einem Mörserangriff in der sehr heftig umkämpften libyschen Stadt Misurata. Beide Fotografen wurden nur 41 Jahre alt. Ihre beiden Kollegen Guy Martin und Michael Brown wurden bei diesem Angriff ebenfalls verletzt. Der Zustand von Guy Martin sei, laut den Ärzten, wohl noch instabil.

Hetherington wurde Anfang des Jahres mit dem Journalisten Sebastian Junger, für den Film " Restrepo", für den Oscar nominiert. Dieser Film handelt vom Tod des amerikanischen Militärarztes Juan Restrepo in Afghanistan. Hondros, der einen 3-jährigen Sohn und eine Verlobte hinterlässt, gewann u.a. 2006 die Robert Capa Gold Medal.

Jedoch zeichnen diese beiden Fotografen nicht nur zahlreiche Ehrungen aus. Die vielen Konflikte und Schicksale von denen Sie uns berichtet haben, die Menschen die sie dabei waren... Diese Dinge werden für die Familien, Menschen und Kollegen in Erinnerung bleiben. Dies geht auch aus den zahlreichen Stimmen aus ihrem Kollegen-, Freundes- und Familienkreis hervor.

James Nachtwey hat uns bereits in seiner Dokumentation "War Photographer" das Leben solcher Menschen näher gebracht. Die Gefahr, das Leid und das Riskio wurde uns noch bewusster. Diesen Fotografen liegt es jedoch selbst fern, als Helden gesehen zu werden. Jedoch sollten wir ihre Arbeit trotzdem, auch an dieser Stelle, würdigen.

Wer mehr über das (fotografische) Leben der beiden Fotografen und mehr über die Vorfälle erfahren möchte, findet in diesem Artikel einige weitere Eindrücke.

Eine Auswahl an Bilder von Chris Hondros, zusammengestellt von der "New York Times", gibt es hier zu sehen.

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