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Pavel Kaplun

Der Photoshopkünstler im Interview

4.58993

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Film Info

Filmlänge

11m53s

Sprache

Deutsch

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Filmtext

Hallo mein Name ist Pavel Kaplun ich bin neunzehn hundert fünf sechzig geboren in Russland und seit ein neunzig in Deutschland Für Fotografie habe ich mich schon in meiner Kindheit sehr interessiert und mit sieben Jahren bekam ich meine erste Mittelformatkamera damals gab es leider kein Photoshop aber ich habe schon interessante Sachen erlebt und irgendwann mal in neunte oder zehnte Klasse habe ich mit Collagen angefangen habe ich die Bildteile mit der Schere ausgeschnitten zusammengeklebt und die Beauty Retusche sozusagen habe ich schon mit dem Bleistift gemacht das war natürlich die Zeit der Schwarzweiß Fotografie und die ist mir ganz gut bekommen und dann war ganz froh dass ich neunundneunzig neunzehn hundert neunundneunzig zu Photoshop gekommen bin angefangen hat alles in einer Werbeagentur wo ich mich beworben habe ohne Photoshop Kenntnisse und ja Beim Vorstellungsgespräch wurde ich gefragt was ich in der Bildbearbeitung kann uns sagte gar nichts also ich kann gerade mein PC bedienen und Photoshop habe ich einmal Ö auf gehabt und dann nicht mehr aber ich kann am Wochenende Photoshop lernen habe ich gesagt ja die Leute der Werbeagentur haben gesagt okay also der hat sie nicht alle dann kommen Sie Montag nochmal ich habe mir dann ein Büchlein gekauft über Photoshop habe am Wochenende tatsächlich alles gelernt konnte mit Ebenen umgehen und kam am Montag zum nächsten Vorstellungsgespräch und Hab gezeigt was ich kann wurde angestellt ja dann habe ich einige Werbeagenturen gewechselt wo ich praktisch meine Kenntnisse vertieft habe neue Techniken gelernt und ja habe für mich doch rausgefunden dass Photoshop meine Lieblingsbeschäftigung ist also seit ungefähr drei Jahren bin ich Selbständiger Fotograf Post Producer Buchautor Photoshop Trainer und alles was dazugehört ja also das was sich in Photoshop mache das kann man als Fotokunst bezeichnen oder als Bildcomposing das liegt alles im Auge des Betrachters für mich ist das ja so eine Art Ausdrucksweise also ich Kriege meine Ideen von überall die kommen entweder in träumen oder ich sehe irgendwo was auf der Straße und denke ja das ist es also das muss jetzt in einem Bild ausleben dann fotografiere ich passende Details schneiden sie zusammen und so tob ich mich dann Photoshop aus also wenn ich eine Bildidee habe dann ist das immer durchschnittlich ein Bild entsteht also manchmal ist es so dass ich ein Bild praktisch improvisiere also ich bauen Hintergrund und dann sagen okay also ich habe wie zum Beispiel ein Foto von einem Tierchen das Tierchen kommt in das Bild rein und dann wächst das Bild dann kommen verschiedene Details irgendwelche skurrile Objekte ich mische ganz gerne Sachen die eigentlich nicht zusammengehören zum Beispiel Tiere und Technik dann irgendwelche grafische Elemente altes Zeug also alte Sachen die ich auf Flohmärkten fotografiere und das alles versuche ich irgendwie so humorvoll zu verpacken All die Bilder die Geschichten erzählen also die sind für mich am besten weil alles andere wenn zum Beispiel ein Bild sehe wo technisch alles perfekt ist und keine Geschichte dahinter steckt also das muss nicht unbedingt sein also Geschichte steht man Vordergrund schaut euch bitte folgendes Bild an Formula Form fatal also die Geschichte kam mir ziemlich spontan in Kopf ich habt einfach bei einem Spaziergang ein Schuhgeschäft angeguckt da habe Einschub gesehen dachte ich Wow aus dem kannst ein ganz tollen Rennwagen machen ja dann waren bei mir Freunde zu Besuch wir haben bisschen rumgesponnen Schuhe fotografiert und dann auch uns als Modelle so kam zustande ein Schuh getarnt als Formel Eins Wagen da drin sitzt eine schöne Frau die sich im Spiegel anguckt und bereitet sich für das Rennen vor und ringsum um den Schuh stehen die Jungs die praktisch im Boxenstopp das Auto zum Rennen vorbereiten und einer hat auf dem Kopf so ein Plakat bitte noch nicht fahren weil für eine Rennfahrerin sehr wichtig ist dass erst mal Make up sitzt und alles andere Technik das machen dann die Jungs zum Bild Formula vom fatal da sieht man viele kleine Details zum Beispiel rechts im Bild stehen Kochtöpfe oder irgendeine Holztonne die mit so einem Hoch Grak radioaktiven Zeichen versehen ist zu diesen Details also die fotografiert einfach überall wenn ich zum Beispiel der Stadt irgendwo rumlaufe Dann habe ich immer meine große Kamera dabei und fotografiere einfach alle Details die kann ich irgendwann irgendwo verwenden dann wenn ich eine freie Minute habe zum Beispiel von A nach B in einem Zug fahre dann stelle ich die Details frei so dass ich eine Bibliothek habe wo alle Details dann richtig nummeriert sind richtig katalogisiert und die kann dann in die Composing einfach so reinziehen und ja das macht einfach Spaß aus alltäglichen Sachen irgendwelche Maschinen zu bauen die den Betrachter einfach verrückt machen fragen mich viele wo hast du das und das fotografiert und dann ja Details gibt es einfach nicht also die werden aus real existieren Teilen zusammengeschnitten und dann sehen Sie auf dem Foto ganz verrückt aus Ja viele fragen mich immer warum ich mich selbst immer als Model Zufügung Stelle auf den Fotos ja also das ist eine gute Frage das heißt vielleicht nicht unbedingt damit zu hat vielleicht nicht unbedingt damit zu tun dass sich selbstverliebt bin also wir gucken uns alle selbst gerne auf Fotos an aber es ist so wenn ich eine Idee Kriege und dass das ist man manchmal ganz spontan dann sage zu meiner Frau Olga com begehen Studio Du fotografierst mich so und so und Ja ich stehe immer zur Verfügung als Model ich bin nicht zickig ich verlange dann kein Honorar also ist einfach aus praktischen Gründen es ist billiger also wenn ich ein Foto mache auch wenn ich keine Geschichte im Hinterkopf habe acht ich immer darauf dass ich Charaktere vor der vor die Linse bekommen also mich schreiben immer oft Modelle an die ja sehr schöne Menschen und ja dann möchte ich am liebsten Fragen ja kannst doch schräge Sachen machen ja für sagen ja OK kann ich und dann kommt della zum Fotoshooting und ja manchmal ist leider nichts daraus geworden mit schrägen Sachen aber manchmal kommen Leute wo ich einfach sage ja das ist es ja dann machen wir was ganz verrücktes und kriege ich absolute skurrile Leute vor der Kamera die dazu auch stehen weil es ist oft so ich sehe jemand zum Beispiel dann im Zug oder Straßenbahn wohl sagt man der sieht ja so toll aus so richtig schräg aber ich traue mich nicht immer jemanden anzusprechen so zu sozusagen ja mächtig fotografieren weil du so schräg aussiehst so dass das das kann schon falsch verstanden werden aber wenn ich Charaktere vor die Linse bekommen dann freue ich mich weil die Leute die inspirieren mich dann ähm kann ich praktisch aus Menschen eine Geschichte machen und das ist immer sehr spannend also nachdem Prozess der Fotografie wo ich interessante Menschen oder Details Tiere fotografiere gehts zu mir erwartet es bei mir zu Post Produktion also Post Produktion fasziniert mich immer was man aus einem Originalbild alles rausholen kann das ist einfach ja praktisch bodenlos also man kann in Photoshop alles rausholen können unmöglich Details zusammen kombinieren und wo ich die Ebenentechnik die Einstellungsebenen kennengelernt habe die ganzen Masken und Anpassungen Freistellungstechniken da habe ich für mich sofort gesagt so dass ist es das ist meine Staffelei das ist mein Farbkasten ich kann mit Photoshop so arbeiten wie ein Künstler an der Staffelei ja wenn ich sage Staffelei dann ist das auch ernst gemeint ich habe fünf Jahre gemalt also kurz nachdem wir nach Deutschland kam das war ein neunzig habe ich irgendwie künstlerische Ader bei mir entdeckt ich habe mir Ölfarben gekauft und habt gemalt erst mal habe ich die Kubisten bisschen als Inspiration benutzt und ja es sind bestimmt hundertfünfzig Ölgemälde entstanden die zum Teil schon in Privatbesitz sind oder die Firmen gekauft haben also ich habe fünf Jahre tatsächlich davon gelebt und ja dann habe ich Glück gehabt dass ich von einer Porzellanmanufaktur das ist Firma Göbel aus Rödental unter Vertrag genommen wurde und Sie haben meine Bilder als Porzellanobjekte produziert das war eine Serie kurz eine Serie Artis Orbis Kunst dieser Welt und da war ich produziert zusammen mit den Klassikern wie Picasso Renoir Klimmt also ich würde mich jetzt nicht in die gleiche Reihe mit den Klassikern stellen war das war schon spannende Geschichte dass ich darauf angesprochen wurde ob ich in dieser Serie mitmachen würde da habe natürlich ja gesagt und diese Serie verkaufte sich eigentlich ganz gut irgendwann mal kam für die für mich der Moment wo ich gesagt habe OK also mit Photoshop das macht mir mehr Spaß und dann habe ich mit der Malerei erst mal aufgehört also Moment male ich nicht aber vielleicht irgendwann mal werde ich wieder Pinsel in die Hand nehmen und weitere Bilder malen aber im Moment ist Photoshop für mich mein Atelier also ich kann dort genauso gut malen und sogar die Sachen kombinieren die bei der klassischen Malerei nicht immer möglich sind also zum Beispiel Fotografie und ganze Effekte also das ist bei dem malen leider nicht möglich Ja nachdem nachdem die Arbeit getan ist also wenn ich die Fotos aufgenommen habe die ausgesucht und dann aus diesen Fotos eine Komposition standen ist ja dann gucke ich mir alles sehr kritisch an ich bin selbst Kritiker meine Bilder und natürlich gibt es viele Freunde die meine Bilder angucken und immer ganz ehrlich sagen was Gut ist und was nicht gut ist und habe irgendwie auch so ein Gefühl dafür ob das Bild gut ist wollen oder nicht und dieses Gefühl hat mich eigentlich noch im Stich gelassen wenn ich selbst sehe das Bild ist gut dann kann ich mir fast zu neunzig Prozent sicher sein dass das Bild auch gut ankommt und oft ist es so ich habe auch viele unvollendete Werke die irgendwo in einem Ordner liegen die habe schon paarmal nach einigen Jahren wieder ausgegraben und neu überarbeitet praktisch ein Remake gemacht und manchmal ist es so dass nach einigen Monaten oder nach paar Jahren finde ich die Lösung also es gibt Bilder die erst mal nicht gelingen und dann mit der Zeit kommen die Details zustande oder eine Lösung die das Bild praktisch rettet hoffe dass die Fotografie Photoshop Composing und alles was damit zusammenhängt mir weiter Spaß macht und dem Betrachter natürlich auch

Zusammenfassung:

Pavel Kaplun beherrscht es meisterhaft, die skurrilsten digitalen Bildkompositionen entstehen zu lassen, was bei jemandem, der innerhalb eines einzigen Wochenendes Photoshop gelernt hat, aber auch keine große Überraschung ist.

Er verdiente sich seinen Lebensunterhalt zeitweilig mit dem Anfertigen von Gemälden, bis er seine Pinsel endgültig gegen Photoshop eintauschte. Seit einigen Jahren arbeitet Pavel als freier Fotograf und er gibt auch Workshops in digitaler Bildbearbeitung.

Wie er auf seine bemerkenswerten Bildideen kommt, warum sein Lieblingsmodel für umsonst arbeitet und immer Zeit hat, erfahrt ihr in diesem Film.

Kommentare

cooler typ!

danke an den cutter julian für diesen tipp!!!

Ein....

sehr sympathischer Mensch, der Pavel. Ich hoffe, wir bekommen noch einiges von ihm zu sehen.

Gruß
Andreas

klasse ...

hab mich schon gefragt wann Pavel hier mal auftaucht.
Ein sehr interessanter Einblick in seinen Werdegang.
Ich hoffe wir werden auch noch technische Anregungen
von Ihm zu sehen bekommen.

LG
Andreas

mehr davon.

Ich hoffe auch dass wir hier mehr von Pavel zu sehen kriegen werden.
Smpatischer Beitrag. Ich bin ein absoluter fan von him und lese immer
wieder mal seine Bücher

Grüsse Enzo

nice

Sehr interessanter Beitrag. Pavels Arbeiten sind klasse. Ein sehr guter Photoshopper, und ein sympathischer Typ. Gerne mehr davon.

sympatisch =)

in der Tat ein super sympatischer Mensch =)
Ich wünsche ihm alles Gute und noch ganz, ganz viele Erfolge!

Danke, dass du deine Erfahrung mit uns teilst! =)

lg
Alex
(www.Foto-aleX.de)

Pavel Kaplun

Ganz große Klasse, interessanter Beitrag über einen interessanten Menschen!

Danke an Pavel

Danke für den Einblick in Deinen Werdegang.

Es ist sehr spannend anzusehen, welche Wege ein Mensch geht und welche Entscheidungskriterien angelegt werden, wenn einem so viele Türen offen stehen.

Alles Gute für die Zukunft!

Liebe Grüße,
Andreas.