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Hochzeitsfotografie

Das einmalige Foto für den einmaligen Tag

3.82

Zusammenfassung:

Bilder von Hochzeiten sind für die Portraitierten eine der wertvollsten Erinnerungen ihres Lebens.

Wie man ein solches Ereignis wirkungsvoll in Szene setzt und diese einzigartigen Momente im Bild festhält seht Ihr in diesem Beitrag, bei dem wir einen professionellen Hochzeitsfotografen begleiten.

Kommentare

ich fasse kurz zusammen,

ich fasse kurz zusammen, wobei mir ein paar Fragen offen blieben:
- lange Brennweite für natürliche Momente (Distanzerhöhung des Fotografen)
- Augen hinten und vorne haben
- Blitz stets dabeihaben
- Blitz nicht stets frontal sondern auch gegen Decke (weiches Licht)
- schnellere Blitzfolge bei Bewegtmotiven (womit ?)
- AI-Servo bei schneller Annäherung des Brautpaars (?)
- ISO 1.600 + Entrauscher für die Kirche (Mark III vermutlich sogar 3.200 machbar)
- lichtstarke Objektive (24-70/2,8 und 70-200/2,8 offenbar als Standard im Einsatz)

Insgesamt ein klasse Video, dynamisch und kompakt gedreht.

Kurz und knackig ...

kommen hier gute Tips rüber. Kann ich gut gebrauchen.
Fotografiere in gut 2 Stunden eine Hochzeit.
Das ist genau das, was Fotofans brauchen, Tips und
Anregungen sowie Beispiele. :))

Netter Bericht...

...aber wirkliche Tipps !?

Abgesehen davon, wird etwas zuviel auf der "Post Production" Geschichte rumgeritten.
Die Vorbereitungen, also z.B. das besichtigen der Locations, das absprechen mit dem Brautpaar, z.B. um zu erfahren welche Fotos auf jeden Fall gewünscht werden bzw. um Empfehlungen zu geben, was wichtig Gäste sind, wer einen aus der Familie bei div. "Anweisungen" unterstützen kann usw., nimmt mindestens genauso viel Zeit ein.
Ein Zweitbody (allein schon wegen Objektivwechsel) ist auf jeden Fall empfehlenswert, genauso wie ein Assistent, eine Trittleiter und Equipment wie z.B. Reflektoren, viel Speicherkarten, genügend Akkus, eventuell Porty und so weiter.

wirkliche Tipps

Vielen Dank für die wertvollen Ergänzungen. Vielleicht können wir ja auch einiges davon in unserem nächsten Beitrag über Hochzeitsfotografie in bewegte Bilder umsetzen. Was die "Post Production" Geschichte angeht, ist diese nunmal gerade für das Team von "High End Memories" ein wichtiger Bestandteil des Gesamtwerkes.

@Florian

Naja, habe ja quasi nur "Stichpunktartig" ein paar Hinweise gegeben.

Ich denke, über das Thema könnte man mehrere Stunden schreiben bzw. filmen. Es ist wiklich sehr viel zu beachten, denn bei dem "Event" handelt es sich ja auch nun mal um einen besonderen Tag und die Auftraggeber haben hohe Ansprüche und sehr hohe Erwartungen. Daher kann ich auch nur jedem abraten, "mal eben" auf einer Hochzeit zu fotografieren...
...es sei denn, mann möchte ein paar mehr "Feinde" haben ;-)

mehrere Stunden schreiben bzw. filmen

Da müsen wir klein anfangen, aber ein Teil unseres zukünftigen Beitrages über Hochzeitsfotografie wird gerade gedreht; von daher gerne mehr stichpunktartige Hinweise. Scripte nehmen wir auch gerne an:-)

"Klein anfangen"...

...ist glaube ich eine sehr gute Idee, denn das Thema ist einfach zu komplex.
Mehrere Seiten dazu zu schreiben, kein Problem... :-)

Videos drehen mit FotoTV

Lieber awpd, gerne kannst du uns ein Script dazu erstellen. Wir machen Beiträge, die sich mit spezifischen fotografischen Themen auseinandersetzen. Wenn sich jemand zutraut ein Script zu einem Thema zu verfassen, dann bitte nur zu und an uns senden. Wenn es uns gefällt, kann es passieren, dass wir einen Film daraus machen, d.h. für diejenigen die keine Videokamera haben, dass wir zu Ihnen fahren und den Beitrag mit Ihnen abdrehen. Für diejenigen, die auch selbst filmen wollen und uns sogar einen Zuschauerfilm senden wollen, haben wir unseren Styleguide hier eingestellt: www.fototv.de/f/style-guide. Unter www.fototv.de/f/camtasia findet sich die Anleitung für Screencasts.

Wow...

Hat mich schon beeindruckt und mir selber gezeigt wo ich stehe. Klasse emotional gedrehtes Video mit guten Tipps. Wäre schön wenn jetzt noch ein paar mehr Tipps zum Thema Hochzeitsfotografie kämen. Noch etwas mehr im Bereich Technik Details, "Posings", Ideen,..
Weiter so...

@awpd im Besonderen und auch an andere Interessierte

... das ist es eben gerade nicht. Ein Assistent, eine Trittleiter und dann noch eine Porty-Blitzanlage. Und damit machen wir dann natürliche Bilder?

Nein, das Gegenteil ist unsere Guideline. Wir versuchen, das Brautpaar möglichst so zu begleiten, dass es sich wohlfühlt. Das geht mit Trittleiter sehr schlecht. Auch der dritte Mann, der mit Goldfolie wedelt ist nicht unser Ding. Feel comfortable, das ist das Wichtigste. Alles was dagegen wirkt ist unbedingt zu vermeiden.
Was nützt ein perfekt ausgeleuchtetes Gesicht, wenn der Gesichtsausdruck schon seit mehreren Minuten eingefroren ist....

Auch das Thema Vorabgespräch sehen wir etwas anders. Sicher, es ist wichtig, um alles notwendige zu erfahren. Bspw. eine 95 jährige Oma, die vorab um x Uhr ankommt. Solche Dinge, ja. Aber es macht aus unserer Sicht keinen Sinn, das Brautpaar nach einem bestimmten Stil zu fragen. Wir betreiben einen wahnsinnigen Aufwand um an unserem Stil zu arbeiten. Den können wir gar nicht umstellen. Daher ist es unsinnig zu fragen, was sie denn gerne hätten.
Sicher, alle wollen natürliche und auch tolle Bilder - aber hilft uns das wirklich weiter?
Wir zeigen unseren Stil vorher, dann ist schnell klar, ob es passt oder nicht.

Post Production - wir sind so eine Art Pixel-Junkies. Die PostProduction kann gar nicht überbewertet werden. Wenn man den Analog-Body einfach gegen einen digitalen austauscht und ansonsten der Workflow nicht verändert wird, dann macht die Digitalphotographie wenig Sinn. Wir setzen die zusätzlichen Möglichkeiten der digitalen PostProduction konsequent ein, ich sage nur, extrem hoher Aufwand - unsere Kunden wissen es. Es dauert lange, bis alles so ist, wie wir es haben wollen.
Aber auch wenn jemand dann etwas säuerlich war - nach Erhalt der Bilder klart der Himmel wieder auf und es ist sichtbar, dass sich das Warten gelohnt hat.

Zweitbody: na ja, wenn man will. Einen Zweitbody haben wir ohnehin immer dabei - allein, wir setzen ihn praktisch nur bei einem Defekt des ersten ein. Warum? Ganz einfach, gefühlvolle Bilder entstehen nicht in der Manier eines Maschinenbewehrten Pressefotographen. Gefühl und Konzentration auf weniger Bilder - das führt eher zum Ziel.

Wir arbeiten hart daran, trotz der Digitalphotographie nicht in das bloße Schießen von massenweisen Bildern zu verfallen. Es ist besser, man macht in 10 Minuten einen Hammerschuss, als alle 10 sec. ein mittelmäßiges Bild.

In diesem Sinne,

weiterhin allen good luck

marc brown

Very Nice!

Klasse Video, genau so wie ein HZ shooting sein sollte. Danke für das Video. Die Konzentration auf das Wesentliche, beobachten, ohne selbst gesehen zu werden, das gibt die Momente, die jedes Paar sich wünscht.

Kurzweiliges Viedo für Menschen mit Verstand und Einfühlungsvermögen, gepaart mit Kreativität, die die Persönlichkeit eines Amateurs (hier: das Hochzeitspaar) zeigt.

Die Anmerkung zur Postproduction finde ich angemessen. Wer einmal ein HZ shooting gemacht hat, weiß wovon Marc spricht. Ein an sich stimmungsvolles Foto in Sepia umgewandelt oder anders adäquat bearbeitet steigert sicher die emotionale Ebene des Betrachters enorm.

Vielleicht noch als Ergänzung: Das Ambiente, Details, wie im Video gezeigt wurden gehören ebenso dazu und runden eine sehr gute HZ-Reportage ab. Einen geeigneter Zeitpunkt für derartige Bilder ist mit Bedacht auszuwählen oder eben auszunutzen. Nicht immer gibt es zufällige Pausen, die das erlauben. Je besser der Fotograf den Tagesablauf kennt, desto besser läßt sich Zeit für soetwas finden...

Cheers!

Wann gibt es neue Filme zum Thema Hochzeitsfotografie?

Schade schade, ist schon eine ganze Weile her...wann gibt es denn Nachschlag zum Thema Hochzeitsfotografie...Gesellschaftsfotografie...etc.

Bin schon sehr gespannt!!! :-)

LG Uwe

Yes boss

Auch hier, zwei weitere Hochzeitsfilme fertig im Kasten. Ich denke, die kommen aber etwas später im Jahr, wenn die Hochzeitssaison anfängt. Da lohnt es sich drauf zu warten....

Klasse

Da kann man echt was mit anfangen.

Gruß Jochen

Vom Pfarrer erschlagen.....

Vielleicht macht's ja nur der Filmschnitt, aber was mir negativ an dem Beitrag auffällt, ist der ständig während der Trauung Blitz und die Position wechselt. Vom fotografischen Standpunkt her okay und äußerst notwendig, aber bei den Hochzeiten, bei denen ich in der Kirche Gast sein durfte, hätte der Pfarrer einen solchen Fotografen der Kirche verwiesen.
Es geht (hoffentlich auch dem Brautpaar) ja nicht primär um die Hochzeitsfotos sondern um die Eheschliessung in der Kirche.
Für mich vermittelt dieser Teil des Filmes Hobbyfotografen zu sehr das Motto "Hauptsache Hammerfotos, Zeremonie egal".

Gruß
Harald

Kurz und treffend...

sehr guter Beitrag. Ich könnte mir noch eine Folge vorstellen.

MfG Manfred

Einstellungen?

Ich finde den Beitrag sehr gut vorallem weil man wirklich sieht wie natürlich die Leute auf den Bildern sind.
Ich habe jedoch noch eine Frage
Welche Blende und Belichtungszeit werden generell bei Hochzeiten( im Standesamt oder Kirche) empfohlen?
Ich habe die Nikon D70s und das Sigma 18.-200 3.5-6.3
Blitz Metz AF48.
Da meine Kamera schon bei ca 400 ISO sehr stark Rausch gibt es Möglichkeiten das rauschen zu verringern?
Danke schon jetzt für alle Antworten.
Esterelle

Belichtungszeit / Rauschen

@Esterelle
Das Folgende wird Dir vermutlich nicht sehr gefallen.
ISO: wir fahren oft eine ISO-Zahl von 1600 in Kirchen. Teilweise sogar noch höher. Das hängt von der Camera ab. Ganz ehrlich: die D70, keine Chance. Da kann man auch durch die besten Tools keine optimalen Ergebnisse erzielen. Best Cam im Moment für Hochzeitsfotografie: D3, weil: optimale Kombination aus Auflösung und Rauschfreiheit, ISO 6400 absolut kein Problem!

Dann Deine Scherbe (Verzeihung, Objektiv): ein sog. Megazoom reicht unseren Qualitätsansprüchen nicht aus. Die Abbildungsleistung dieser Objektive ist eher bescheiden, zu einem 70-200 L Objektiv von Canon bspw. Welten dazwischen. Wir empfehlen lieber spezialisierte Brennweiten. Am besten wären natürlich immer noch Festbrennweiten, aber damit sind wir bei einer high speed photography wie der Hochzeitsfotografie leider zu unflexibel.

Belichtungszeit: Problem: sobald sich Personen bewegen, ist bspw. 1/40 bereits zu langsam. Wir erhalten dann doppelte Ränder an den Nasen bspw., sieht sehr unschön aus. Daher gibt es sicher eine Grenze nach unten, die bei ca. 1/60-80 liegt. Das hängt natürlich vom Objektiv ab. Starkes Weitwinkel, keine Person im nahen Vordergrund, dann geht auch mal 1/30. 1/60 bei effektiven 90mm ohne Stabilizer ist bereits Müll.

Blende: wenig Licht, muss also sehr weit offen sein. Problem bei 200 mm: bei einer Blende von 2,8 haben wir dann noch wenige Millimeter Tiefenschärfe. Also aufpassen bei der Bildgestaltung. Bestimmte Bilder "gehen" dann einfach nicht.

@ Harald Preller
"vom Pfarrer erschlagen"...... sicher nicht.
Das kommt im Film viel zu stark rüber. Wir blitzen bspw. nur indirekt nach oben oder gegen Seitenwände um ein paar Qanten mehr Licht zu erhalten. Störend wirkt das nie, manchmal ist Blitzen auch verboten, bspw. wegen uralter Deckenfresken, die auf unsere PHotonenschleudern auf Dauer sehr empfindlich reagieren. Da gilt es natürlich sich absolut daran zu halten.

Unsere Guideline ist ganz einfach: wir haben hier eine kirchliche Zeremonie und KEIN Fotoshooting! Und genau so muss man sich auch verhalten.

best regards

marc brown

Äckschen, Äckschen....

...so kommt mir das Video auf den ersten Blick rüber, wie auch missbilligend kritisiert. Aber die Antwort des Autors im Beitrag vom 26.03.2009 hat mich wieder versöhnt mit ihm. So ein Video ist ja recht kurz und wenn man alles so im Zeitraffer sieht, wirkt es halt so.

Zur Antwort an Estrelle: das nenne ich Ehrlichkeit, es gibt Fotografen, die wollen das aus irgend welchen Gründen nicht so direkt sagen, ermutigen die Leute gar noch, es auch mit einer so mickrigen Ausrüstung zu versuchen, (vielleicht, um hinterher in deren Augen als jemand ganz grosser dazustehen...? ;-) Aber bei schlechtem Licht, wie in Kirchen halt so üblich, sieht man ja kaum mehr etwas im Sucher bei Objektiven mit oft weniger als Lichtstärke 5,6. So etwas geht einfach nicht. Oft hätte ich gerne noch grössere Öffnungen als 2,8, aber da müsste man schon mit Festbrennweiten arbeiten, was ich früher bei noch analoger Kamera gemacht habe. Aber das war, wie der Autor hier bemerkt, mehr als umständlich: zwei Bodys, einer mit 35mm/1,4 und einer mit einem 85mm/1,4 bestückt und dann oft noch wechseln auf ein 125mm/2, dazu kamen im ungünstigsten Fall noch Filmwechsel....... - man kann sich den Stress vorstellen. Und was man an Gewicht mitschleppte: viel Glas und den Metz 60-CT4, das war Konditionstraining auf die besondere art!

Zur Post Produktion, die ist mir auch wichtig, sehr sogar! Da hat der Autor recht und es ist mehr als die halbe Miete.
Gerade kürzlich hatte ich das Vergnügen an einem Workshop über HZ-fotografie teilzunehmen (vor allem um zu sehen, wie andere arbeiten) und stellte mit Erstaunen und Entsetzen fest, dass auf das überhaupt keinen Wert gelegt wurde, anscheinend, auf meine Nachfrage warum, weil "darauf keinen Wert gelegt würde"! Die gezeigten Beispielbilder waren eigentlich eher eine Demonstration, wie man es n i c h t machen sollte, denn gute Beispiele. Fotografiert man im RAW-Format, kann sogar die Struktur des weissesten Hochzeitskleides herausentwickelt werden. Entwickeln der RAW-Daten erledige ich meist mit Lightroom, für besondere Effekte wechsle ich zu Photoshop. Hier könnte der Autor näher darauf eingehen, wie das zu Stande kommt, und was bei der Aufnahme schon beachtet werden muss. Heutige gute Camera - Blitz - Kombinationen reglen das Licht ganz hervorragend. Aber man vermeide, einfach im Modus P zu fotografieren, was der Workshopveranstalter sogar empfohlen hat. Schrecklich! (Die Kamera kann nicht alles selber, bes. nicht in jeder Situation)

Die Art von Marc Brown eine Hochzeit zu fotografieren kommt meiner Arbeitsweise sehr nahe. Dynamisch, situationsbezogen mit dem Blick auf mögliche, von andern nicht wahrgenommenen Highlights wie beschrieben. So ein Bilderbogen macht später Freude. Natürlich gibt es auch Fotografen, die mögen es ruhiger, machen viele gestellte Fotos, sogar vor oder nach der eigentlichen Hochzeit. Diese Inszenierungen erfordern aber einiges an schauspielerischem Geschick des Hochzeitspaares und Führungsqualitäten vom Fotografen. Sonst wirkt es zu steif.

Eine sympatisch-lockere Art der Hochzeitsfotografie, die hier präsentiert wurde!

Gutes Video aber geht bei

Gutes Video aber geht bei solchen Vidios doch mal auf die Einstellungen an der Cam drauf ein, denn viele denen sich auf dies und das kommt es an aber was macht der an der Cam. Entweder totgeblitzt unscharf zu hell zu dunkel etc.

mal nett anzusehen

mal nette unterhaltung für zwischen durch , aber da hab ich schon mehr gesehen , eigentlich ist das ganze nicht sehr bewegend.

itzek

Allgemein

Ich nehme grundsätzlich einen Porty mit. Der Assistent dient dabei als "Stativ". Mir ist auch oft bestätigt worden das wir, trotz der Ausrüstung, sehr diskret arbeiten.

Ich verlasse mich nicht mehr auf das gute Wetter und die Örtlichkeiten.

Gruß

Axel

gemischte Gefühle

Der Beitrag ansich hat mir gut gefallen, da war einiges sehr Interessantes dabei. Garnicht überzeugen konnten mich die Bilder. Gerade weil im Beitrag mehrmals der Begriff "High End" gefallen ist, der sich auch im Firmennamen wiederfindet. Sorry, die Bilder waren nicht schlecht, aber meiner Meinung nach von "High End" weit entfernt.

LG

Eher kritisch

Hallo, ich muss sagen, dass für mich der Inhalt des Films in einigen Punkten dem Anspruch der Fotografen nicht ganz gerecht wird.

Vor allem die Qualität der hier gezeigten Bilder hat mich nicht überzeugt. Da habe ich schon bedeutend beeindruckendere Hochzeitsfotos gesehen - insbesondere bezüglich der Bildideen und Konzepte. Dies war meiner Meinung nach eher Standard.

Die Vorgehensweise des Fotografen war doch recht "dynamisch bis hyperaktiv". Auch dies stelle ich mir eigentlich anders vor. Ich finde, ein Top Fotograf sollte mit möglichst wenig Anweisungen das Brautpaar und das Ambiente "im natürlichen Lebensraum" erwischen, insbesondere bei eher unlockeren Paaren. Das ist meiner Meinung nach das zielführende Konzept. Klar, die Steuerung der Situationen und des Barautpaares müssen sein. Wenn es aber zu laut und "pushy" wird, ist es dem Ergebnis eher abträglich. Auch wenn man positives Feedback einstreut. Irgendwann ist das Brautpaar dann wie im Film oder bei einem Shooting - und das sieht man auf den Fotos, wenn es sich nicht zufällig um Profimodelle handelt. :)

Ich rate übrigens jedem (falls mich jemand fragt), möglichst sogar zwei Fotografen einzusetzen. Notfalls vielleicht als zweiten einen befreundeten Fotografen, der es aus Spaß oder auf "Erfolgsbasis" macht, wenn Budgetrestriktionen zwei Honorare nicht hergeben. Der erste F. fotografiert die Standards, die ja (leider) immer sein müssen, wie Gruppenfotos etc., und der zweite macht die - meist im Rückblick 1000 mal interessanteren - Mood Shots von Situationen, Missgeschicken und den kleinen Details an diesem Tag. Gern auch mal mit dem 70-200 oder sogar mehr Brennweite - eher unbemerkt und von etwas weiter weg. Das Stichwort "Reportage-Stil" ist für diesen Ansatz momentan recht interessant, denke ich.

Und - a propos 70-200. Dieses Objektiv ist sicher immer dabei, aber bestimmt nicht in der Kirche. Hier kann man wohl eher das 85 1.2 als Standard (für Profis) bezeichnen, auch wenn es preislich noch über dem 70-200 liegt. 2.8 ist da eher für draußen zur Unschärfesteuerung einzusetzen, ansonsten aber leider zu lichtschwach. Diese Bemerkung erlaube ich mir übrigens nur nach dem "Seitenhieb" bezüglich der "Scherben" ein paar Postings weiter oben.

Klar - dieser Film ist schon etwas älter. Und im KB Bereich ist jetzt sicherlich die 1ds Mk III Standard. Trotzdem sollten man vielleicht auch über MF nachdenken, wenn man High End Material produzieren möchte. Natürlich nur, wenn die Kamera nicht als Maschinengewehr eingesetzt werden soll, wie teilweise im Film zu sehen... ;)

@Abu Kicher

Ich zitiere mal:
"Gern auch mal mit dem 70-200 oder sogar mehr Brennweite - eher unbemerkt und von etwas weiter weg. Das Stichwort "Reportage-Stil" ist für diesen Ansatz momentan recht interessant, denke ich. "

Wobei bei der Verwendung dieses Objektivs für Reportage zu berücksichtigen ist, dass die Bilder anschliessend auch so aussehen, als würden sie heimlich aus der Ferne aufgenommen.
Mit 35mm (nicht umsonst von Reportagefotografen genutzt) hat man im Anschluss Bilder, die das Gefühl des "Dabeiseins" besser transportieren, als Aufnahmen mit dem 70-200.

Interessant wäre noch einen Fotografen zu sehen, der eine Reportage im Mittelformat produziert (Mittelformat ist für mich so was wie eine Mamyia oder Hasselblad, vollmanuell, Analogfilm, kein sündhaftteures MF-Digitalrückteil)

Also ich habe immer ganz

Also ich habe immer ganz gute Erfahrungen gemacht, wenn man als zweiter Fotograf, also als "Mood Fotograf" aus einiger Enfernung Leute fotogarfiert, die beispielsweise verliebt in der Ecke sitzen oder sich angeregt unterhalten oder andere Leute beobachten oder tanzen etc.. Ich finde, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass insbesondere die Braut sich über solche Bilder sehr freut, wenn sie gut gemacht sind. Es wurde ja schon 1000 mal gechrieben, dass sich die Gruppenbilder sowieso niemals mehr jemand anschaut (Ausnahmen bestätigen die Regel), aber die kleinen Details rechts und links der Feier msind das Salz in der Suppe. Dass der von Dir angesprochene Paparazzo-Look vielleicht nicht immer zu vermeiden ist, liegt in der Natur der Sache. Aber vielleicht ist es ja auch der Reiz dieser Bilder.

Sobald man sich aber anschleicht und versucht, sich auf eine Weitwinkel-fähige Distanz anzupirschen, wird man zwangsläufig die ungestörte Situation vergeigen. Außer natürlich man geht unauffällig vorbei und schießt aus der Hüfte, was ja durchaus seinen Reiz haben kann.

Ich finde es auch immer ganz nett, wenn der Zweite in einer Pause durchaus mal ein Bierchen mit netten Leuten trinkt, diese ein bisschen kennenlernt und dann später noch ein paar witzige Fotos raukommen. Ich halte übrigens nichts vom sklavischen Alkoholverbot - zumidnest nachdem alle Standards im Kasten sind. Im Gegenteil - auf meiner eigenen Hochzeit würde mich ein dermaßen "professioneller" Fotograf, der nach dem letzten Bild mit quietschenden reifen vom Hof fährt, eher abturnen... Aber natürlich sollte man sich niemals besaufen! Und wenn, dann als letzer...;)

Mit Reportagestil meinte ich eher, dass die Bilder vom Look her einen Gegenpol darstellen zum eher klassischen Stil der Standardfotos und auch inhaltlich lockerer sind. Der klassische Stil von Fotoreportagen kann da auch sehr gut sein, aber vielleicht sollte einfach auch der zweite Fotograf zwei Kameras zur VErfügung haben oder zumindest die Linsen wechseln können.

Noch kurz zum MF

Also die meisten Leute, die ich kenne, denken bei MF inzwischen schon an digitale Systeme, beispielsweise die H4D. Auch damit kann man ja einen beeindruckend anderen Look erzeuegen. Voll analog wäre natürlich auch reizvoll, da hast Du recht. Das hat vor kurzem ein Kumpel von mir mit seiner Rolleiflex gemacht. Aber das Ergebnis war natürlich ganz anders als vom "typischen Hochzeitspaar" gefordert, allein von Art und Anzahl der Motive. Eher etwas für Leute, die mit ihren Hochzeitsfotos einen "nice to have" bzw. "book a MF and look what you get"-Ansatz verfolgen - und daher niemals enttäuscht wären, wenn das Bild von Tante Erna fehlt. :)

Geschmacksache

Stimmt, ist Geschmacksache.
Das mit dem 70-200 und dem verliebten Pärchen passt natürlich als Beispiel. Aber in vielen Situationen wirkt das Bild doch eher nach "Still und heimlich fotografiert", weil sich der Fotograf nicht traute, auf die Personen zuzugehen.
Aber wenn die Hochzeitsfeier so richtig abgeht, möchte ich als Brautpaar danach auf den Bildern die Stimmung sehen, quasi mittendrin, statt nur dabei zu sein. Und da braucht's dann schon eher Weitwinkel (muss man natürlich beherrschen).
Wie oben gesagt, ist auch Geschmacksache, aber mir sagen diese Fotos eher zu. Und in einer guten Hochzeitsreportage sollten diese nicht fehlen.

UND:
Der ganze Ansatz steht und fällt damit, dass es einen zweiten Fotografen gibt, der die Standards liefern kann und nicht auch in der gleichen Situation mit der gleichen Perpektive und Objektiv die gleichen Fotos produziert.

Blitzen

Um noch mal das Blitzthema aufzugreifen. Ich finde blitzen gehört überhaupt nicht auf eine Hochzeit. Im Video waren sämtliche Outdoorfotos geblitzt. Sieht man sofort und es geht jegliche natürlichkeit verloren. Was ist bitte an einem Portrait mit viel Himmel im Bild so schlimm wenn dieser vollkommen ausgebrannt ist? Geblitzt habe ich einen blauen Himmel und eine völlig unnatürlich beleuchtete Person. Passt nicht zusammen.

Wie seht ihr das?

Gruß Christian

Ähnliche Herangehensweise und Blitzen

Ich bin auch Hochzeitsfotografin und habe mir das Video interessiert angesehen und dabei festgestellt:

- meine Arbeitsweise ähnelt der von Marc Brown relativ stark
- meine Bildergebnisse ähneln in der Qualität denen von Marc Brown, das gefällt mir und bestärkt mich, so weiterzumachen (abgesehen von meinen Kundenrekationen)
- ich kenne die Webseite von HighEndMemories, aber ich finde, manche der im Film eingeblendeten Fotos werden ihrer sonstigen Qualität nicht gerecht und sehen zu sehr nach Familienschnappschuss aus, das liegt u.a. am
- Blitzen, da muss ich Oif zustimmen. Ich arbeite zwar genauso, blitze in der Kirche gegen Wände oder Decke und verwende 1600 ISO, um ein bißchen mehr Licht zu haben, und verwende den Blitz auch draußen, um die Schatten unter den Augen, Nase, Kinn aufzuhellen und eine schöne, lebendige Augenreflexion zu erhalten. Aber ich achte dabei darauf, dass das Bild nicht "geblitzt" aussieht, das finde ich unprofessionell / sieht nach Familienschnappschuss aus. Einige im Film gezeigten Bilder sahen leider ganz klar geblitzt aus. Die richtige Balance zwischen Blitz und Umgebungslicht ist aber auch das (technisch) schwierigste an der ganzen Hochzeitsfotografie, finde ich. Ich produziere bei jeder Hochzeit auch einige Bilder an Ausschuss, wo mir genau diese Balance nicht gefällt, das gehört dazu.