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Filmen mit der DSLR

Ein FotoTV.Tech Beitrag

4.25

Zusammenfassung:

Filmen mit der DSLR wird immer populärer. Für diesen Tech-Beitrag haben wir uns wieder Martin Krolop in unser Studio geholt, um über dieses Thema zu sprechen. Martin hat sich mit dem Thema bereits auseinander gesetzt und etliche Clips mit der DSLR gedreht.

In diesem Beitrag soll ein Überblick über die Möglichkeiten des Filmes mit der DSLR gegeben werden, in dem die Vor- und Nachteile besprochen werden.

Ein Vorteil ist die Schärfentiefe, die mit einer DSLR erzielt werden kann, die stark an die Ästhik eines Kinofilmes erinnert. Auch ist die Auswahl aus Objektiven groß und der Fotograf braucht, wenn er Bewegtbild aufnehmen möchte, nicht extra eine Videokamera mit sich zu tragen.

Den Vorteilen stehen allerdings auch gewichtige Nachteile gegenüber. Das Handling ist schwieriger als bei einer normalen Videokamera, wodurch verwackelte Bilder entstehen können. Es gibt keine wirkliche Autofokusfunktion und auch der Ton hat seine Tücken.

Problematisch ist auch die Nachbearbeitung des riesigen Datenmaterials einer DSLR auf dem heimischen Recher.

Wer allerdings wirklich schöne Videos für einen relativ günstigen Preis drehen möchte und etwas Zeit in Übung und fürs Drehen investieren möchte, der kann mit einer DSLR-Kamera wirklich sehr gute Ergebnisse erzielen.

Kommentare

Prima Zusammenfassung!

Ergänzend aus meiner Erfahrung: Habe mir zum filmen mit der Canon 550D einen Fluid-Schwenkkopf gegönnt, mußte aber feststellen, das ein Schwenk nur mit einem nivelliertem Stativ gelingt, was über die Höheneinstellungen der drei Beine nervig ist und lange dauert, so kam dann noch ein Stativ mit Halbkugel zum Nivellieren dazu...
Speicherkarten & Akku: Faustregel: 16 GB + 1 Akku = 30 min. Filmmaterial.

lg~cg

Schade..

Ich finde die ganze Entwicklung eher negativ. Wir sind doch Fotografen.. lieben das Bild.

Finde ich auch...

Stimme Blitzdings zu, finde die entwiklung auch nich ganz so gut.

Ok Der Chip kann nun mal Beides Filmen und Foto´s.
Allerding denke ich das die Herstelle einfach mal ein Cam Model rausbringen sollte welches sich dan eher auf Filmen konzentriert.
Also Gehäuse Haptik Sucher Display Firmware/DigiProzessor für Filmen opitmieren.
Objektiv-Anschluss sollte man dann ja so lassen.

Denn so wie es jetzt ist, mit eine Fotokamera zu filmen geht ohne vernüftiges Rig eigendlich gar nicht. Und auch der Ton den die Dinger mit dem eingebauten Mic aufnehmen ist nicht gerade das was einem vom Hockerhaut.

LG Maggi

Datenmenge auf PC

die Datenmenge die auf dem PC ankommt ist doch von einer DSLR und einer Videokamera die gleiche wenn ich Full HD und codiert auf H.264 als Aufnahmeformat habe.
Oder liege ich da falsch?

Viele Grüße,
Toni Fasching.

@Toni

Ja, da hast du Recht. Es geht aber eher um die Bitrate im Film. Und die ist echt übel hoch... Zudem geht es um das grundsätzliche Problem, dass die Daten zwangsweise auf den PC müssen und das ist bei den heutigen DVD-Camcordern oder auch noch bei Bandsystemen nicht so zwingend der Fall.

Danke...

...die Gegenüberstellung der Sichtweisen eines Fotografen und eines Filmers fand ich sehr interessant und hilfreich bei der Beurteilung, ob man es selbst auch umsetzen möchte bzw. könnte.

Filmen mit der Canon 7D

Hi zusammen,

ich möchte hier mal eine Lanze für die Filmfunktion in DSLR Kameras brechen. Ich produziere seit einiger Zeit Musikvideos mit einer Canon 7D und bin hellauf begeistert. 1. mit ein bisschen extra Zubehör z.B. 50/1,4 Festbrennweite, kann man Ergebnisse erzielen, die nur mit Filmkameras jenseits der 20000 € Grenze zu realisieren sind. 2. Ich bin mit einem Fotorucksack, einem Reflektor und einem Filmstativ mit Slider sehr mobil. Dazu habe ich die Möglichkeit auch noch Fotos zu machen. Die Filmfunktion beeinträchtigt in keiner Weise die Fotofunktionen. Wer
sie nicht nutzen will, der lässt es einfach.
Meiner Meinung nach eine echte Revolution auf dem Film Markt. Weiter so !
Wer sich gerne mal die Ergebnissen ansehen will oder Tipps (Speziell 7D) braucht, der kann sich gerne bei mir melden.

Filmen?

Was soll der Blödsinn? Die Kameras werden teurer, für einen Mehrwert den ich als Fotograf nicht brauche. Wenn ich wehrt auf Videos lege, benutze ich ne Videokamera.

sehe ich auch so

die Kameras gehören den Fotografen, wenn man filmen möchte würde ich mir eine Cam kaufen...
was soll der ganze schnickschnack in der DSLR.... Preishochtreiben und dann noch einiges an Zubehör dazu kaufen (siehe beitrag Spanien auf "Krolop Gerst"....
aber so erleben wir eben den Wirtschaftsaufschwung, auch wenn die Löhne leider irgendwo noch am Limit sind....
Möchte aber sagen, habe von Martin schon viel gelernt... weiter so Martin...

lg Jörg

schaut doch mal bei uns vorbei...

www.dslrmovie.de

viele gruesse, uwe

Filmen

Hi zusammen,

das gibt Stoff für Diskussionen.
Die Telefone gehören den Telefonierern. Wer seine Termine planen möchte, bzw. seinen Standort ermitteln oder gar emails schreiben, der soll sich bitteschön zusäzliche Geräte kaufen.
Ich würde mich freuen, wenn mein Arbeitsgerät mit Zusatzfunktionen ausgestattent ist, die ich evtl. ja mal gebrauchen kann.
Die Videofunktionen in den DSLR-Kameras machen die Geräte nicht teurer, sondern billiger, weil sie vielseitiger einsetzbar sind und dadurch häufiger verkauft werden können.

schöne Grüsse
Volker

Filmen mit der DSLR

Sehr guter Beitrag, ging super gut in die Tiefe.
Die Eierlegendewollmilchsau wird es wohl nie geben!!!

Aaaah!

Filmen mit der DSLR: genau mein Thema! Ich kam überhaupt erst auf die Idee, mir eine DSLR zu kaufen, als ich einen Clip gesehen habe, der mit einer solchen gefilmt wurde. Ich habe mich dann für eine Nikon D90 entschieden und bin seit dem Kauf dabei, mich mit der Filmfunktion auseinanderzusetzen. Dieser Beitrag fasst auch meine Erfahrungen im wesentlichen zusammen.

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings: Der sog. Jelly-Effekt wird überhaupt nicht erwähnt! Dabei ist das doch genau der Punkt, der einen eiskalt erwischt, da man überhaupt nicht mit sowas rechnet. Und selbst wenn man davon schon gehört hat, bleibt das Problem bestehen ;-) Wo kommt er her, was kann man dagegen machen? Dieser Punkt hätte mMn zwingend Teil des Beitrags sein sollen.
Infos dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Rolling-Shutter-Effekt
bzw.: http://en.wikipedia.org/wiki/Rolling_shutter

Ansonsten weiter so, filmen mit der DSLR ist definitiv ein Thema was extrem im Kommen ist und wo sich noch so einiges tun wird!
Als Fortsetzung für diesen Beitrag würde sich ein Praxisteil anbieten. Zumindest in meiner Nikon Anleitung wird das Thema Filmen extrem stiefmütterlich behandelt. Welche Funktionen der Kamera können überhaupt während des Filmens (bzw. für das Filmen) genutzt werden? Blende, Belichtung, ISO-Wert, Focus, Weißabgleich...!? Für all das gibt es tatsächlich Möglichkeiten und Antworten. Auch das Verhindern der automatischen Belichtungsanpassung während des Filmens ist ein guter Trick, um das Filmergebnis weiter zu verbessern. Und auch in der Nachbearbeitung gibt es inzwischen Herangehensweisen, um z.B. "Treppcheneffekte" zu minimieren.

Es gibt definitv einige Tricks, um die Filmclips mit der DSLR zu verbessern. Genügend Material also für weitere FotoTV Folgen zum Thema :-)

Hier der Nikon Film zur Filmfunktion der D90 ("D-Movie").
http://chsvimg.nikon.com/products/imaging/lineup/d90/de/d-movie/movie.html
Man sieht: es gibt Potenzial :-)

Viele Grüße
Kai

P.S.: Das Filmen mit dem Fischauge ist genial! :-)
P.P.S.: Martin, was für eine Hardwarebeschleunigung nutzt Du? (Ich schneide auch mit nem 8core MacPro)

Gutes Video, teils seltsame Kommentare!

Sehr gute, kurzweilige Gegenüberstellung und wie ich finde realistische Einschätzung der (aktuellen) Videofunktionen. Mal sehen was die Zukunft hier noch bieten wird.

Seltsam finde ich die Kommentare, bei denen sich anscheinend Leute von der Funktion gestört fühlen, als wenn sie ihnen Nachteile bringt. Ich denke ein Knopf mehr am Gehäuse oder ein paar Menüeinträge sollten keinem weh tun. Denn auch, wenn manche den Eindruck zu haben scheinen, glaubt mir: Ihr werdet zu nichts gezwungen! - und dass die Fotoqualität darunter leidet, entspringt wohl auch eher der Fantasie einiger Leute.

In diesem Sinne, einen schönen Tag.

SantoLeo

Rechner überfordert

Mich würde nochmal das Thema abspielen der Videos am Rechner interessieren.
Dass das Schneiden ordentlich Rechenpower erfordert, kann ich mir gut vorstellen. Aber Martin erklärte im Film, dass auch schon das Abspielen so manchen Rechner in die Knie zwingen könnte.
Es ist doch aber so, dass man den Film sogar auf der DSLR selbst abspielen kann und die hat ja nunmal einen Prozessor, über den sogar der 400 EUR PC vom Elektronik Discounter nur lächeln kann.
Das Abspielen am heimischen Rechner dürfte doch also keine Schwierigkeiten bereiten, oder? Sonst hätten die Marketingstrategen von Canon und Co. aus meiner Sicht auch ganz schön Mist gebaut, wenn ich mit meinem DSLR-Film erst ins Rechenzentrum rennen muss, um ihn mir anzugucken... ;-)

LG
Hillman

@Hilman

Also du hast natürlich REcht. Eigentlich sollte das kein Problem für einen aktuellen Rechner sein. Aber was ist gerade aktuell und wer hat einen absolut aktuellen Rechner. Der Prozessor in der Kamera ist zwar weitaus kleiner, dafür aber speziell darauf ausgelegt Fotos und Videos zu encodieren und zu codieren. Der kann nix Anderes, dafür das aber spitze.
Also an unserem 1 Jahr alten MacBookPro mit 2.3 GHZ Prozessor kann man keine zwei Filme nebenher abspielen lassen. Wenn dann noch die eine oder andere Anwendung im Hintergrund läuft ist es vorbei.
Das gleiche gilt eben auch für HD Filme. Die Computer sind ohne Grafikprozessor eben nicht speziell darauf ausgelegt. Aber sei beruhigt, das Abspielen klappt meistens problemlos. Im Film habe ich das gesagt, weil ich weiß, dass viele Fotografen nicht die größten Prozessoren haben und auch oft noch mit guten alten G5 oder PowerBooks arbeiten. Die sollten da echt dran knabbern! :-)

Schärfentiefe

Hi Martin,
übrigens das Problem mit der Schärfentiefe kann man ganz leicht mit "günstigen" Objektiven mit Schwacher Lichtleistung lösen. Als beispiel nenne ich jetzt mal das 18-55 Kitobjektiv von Canon, was bei Blende 4 minimum doch mehr tiefe bietet als zb. das 50mm/1.4.

LG

Schnittfehler

Der Inhalt ist gut und zeigt den Stand der Dinge - nur wie man so einen Beitrag mit so schlechtem Videoschnitt produzieren kann ist eine andere Sache. Anscheinend doch NUR Fotografen ;-)

lg MS

Filmen mit einer Sony a55

Super, viel gelernt als Einsteiger.
Ich habe seit ca.1/2 Jahr die SONY a55
die viele der Nachteile schon nicht mehr hat (klapp Monitor / super Schärfennachführung im Videomodus)
Mit Magix Video delux MX plus kann man auch recht gute Nachbearbeitung machen.