Christopher Muller
Die Faszination der Gebrauchsgegenstände
Zusammenfassung:
Warum sollen uns Dinge, wie Zahnbürsten oder der WC-Reiniger, also Dinge, mit denen wir uns täglich umgeben als Kunstobjekte interessieren?
Weil die Dinge eben doch aus dieser Gebrauchsrolle herausschlüpfen wollen, sagt Christopher Muller und fotografiert sie.
Seit den frühen 90er Jahren arrangiert Muller seine "Stilleben" und lehnt sich dabei an die Arbeit von Flegel oder Manet an. Kein Wunder also, dass er sich in seiner Arbeitsweise an den klassischen Werksbegriff orientiert. Muller kommt eigentlich von der Installationskunst, die ersten Fotos waren reine Arbeitshilfen für eine Installation.
Die Gebrauchsgegenstände brechen bei Muller ihr Schweigen. Er fotgrafiert sie in annähernder Lebensgröße, um eine illusionorische Präsenz zu erreichen - sie erscheinen real. Man möchte nach ihnen greifen.
Das Faszinierende ist für Muller, dass die Gebrauchsgegenstände zeigen, wie wir unseren Alltag gestalten, wie sich dieser Alltag in verschiedenen Kulturen unterscheiden.
Muller arrangiert seine Stilleben oder fotografiert vorhandene Situationen. Bei seinen Bildern ist eine relativ geringe räumliche Tiefe charakteristisch. So steigert Muller die Intensität der Begegnung. Die Gegenstände sind nicht hierarchisch aufgebaut, sondern sein Bildaufbau basiert auf formalen Charakteristika und Assoziationen.
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Kommentare
Sprachlos schön!
Ich glaube bei Christopher piep es ein wenig im Hintergrund, aber die Bilder sind ausgezeichnet. Es macht schon einen Unterschied wenn man die Komposition nicht dem Zufall überlässt. Dieser Mann ist kein fotografischer Jäger, er ist ein wahrer Künstler mit mindestens einem Vogel.
Tolle Bilder!!! Ich bin beeindruckt.
Ralph W. Lambrecht
http://www.darkroomagic.com
Fein anzusehen und obendrein sehr inspirierend!
Besonders die offensichtlich größeren Formate finde ich atemberaubend in ihrer Schlichtheit einerseits und der Freude für´s Auge andererseits!
VG CT
schön
ich finde die konzeptionelle fotografie immer wieder in ihrer strenge und dadurch erzielten einfachheit beeindruckend. menschen setzen sich mit themen auseinander und suchen einen weg, diese in bildern zu be-verarbeiten. in dazu aufgreifenden ausstellungen hört man oft kommentare, wie "man, was denn das für ein mist" "versteh ich nicht", oder mein lieblingsausspruch "na, das könnt ich aber auch...".
dabei ist es weit weniger schwer diese dinge, gleich welche dinge, zu fotografieren, als vielmehr eine idee, ein konzept zu entwickeln...
christopher muller hat sich fragen gestellt und nach wegen gesucht, diese für sich zu beantworten. und dies gelingt ihm in inhalt und ästhetik sehr gut und in einer einfachheit und klarheit, die auch von anderen menschen verstanden wird.
lg
künstlerische Gestaltungsraüme
das alltägliche neu arrangieren, bezüge finden und vermitteln, das ist das faszinierende an christopher müllers fotografien. ich finde seine erklärungen inspirierend, eine andere art auf alltägliches zu schauen.
Hans B.
www.makro-foto.com