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Wasser marsch!

Spritzige Bilder mit Herbert Wannhoff

4.247665

Zusammenfassung:

Herbert Wannhoff macht Aktfotografie einer Duschszene. Um auf die Vorteile einer Studiosituation nicht zu verzichten, werden die Art Light Studios mit wenigen Handgriffen und kleinen Tricks in eine Nasszelle verwandelt, in der uneingeschränkt Fotos gemacht werden können.

Um das Zusammenspiel aus Wasser, Licht und Model richtig zur Geltung zu bringen, erklärt Herbert Wannhoff den Lichtaufbau und die Kameraeinstellungen. Er benutzt ein Striplight, eine Softbox und zwei Waben. Dann heißt es "Wasser marsch!"

Kommentare

Wieder mal...

...ein sehr interessanter Beitrag von Herber Wannhoff.
Klasse Models, sehr interessante Bilder und hilfreiche Tipps. :)

Lg

Patrick
www.blende1.net

gut, mit kleinem schönheitsfehler...

...ich fnde den beitrag gut gemacht, die wasserkonstruktion ist trichreich und dennoch einfach zu realisieren fein...

..auf einen technischen fehler möchte ich aber dennoch hinweisen....bei diesen aufnahmen mit der studioblitzanlage, ist nicht die gewählte verschlusszeit an der kamera, sondern die bitzdauer der lampenköpfe für die länge und form der wassertropfen entscheidend...die blitzdauer (belichtungsdauer) ist eh kürzer als eine 1/250 sec....und dementsprechend kürzer die belichtung...da hat es dann eben keine auswirkung, ob der kameraverschluss eine 1/125 sec. oder 1/250sec. geöffnet ist....eine leistungsveränderung der blitzanlage würde zu unterschiedlicher abbrenndauer führen...und dann wird sich der tropfen dementsprechend ändern...hohe leistung, lange blitzdauer...niedrige leistungseinstellung, kurze blitzdauer....

liebe grüsse, jens

Ja aber

Ich weiss was Du meinst, aber wenn man noch ein Umgebungslicht hat, dann verwischen die Wassertropfen eben doch, auch wenn sie dann nur sehr leicht belichtet werden. Ich hab Herbert genau die gleiche Frage beim Dreh gestellt und wir konnten einen Unterschied feststellen. Es mag sein, dass da unser Videolicht auch einen Einfluss hatte....

Noch eine Mutmassung, vielleicht kann da jemand was zu sagen: Da ja mehrere Lichtköpfe durch Fotozellen ausgelöst werden: Führt das nicht zu zeitlich leicht verlängerten Belichtungszeiten? Blitz 1 zündet, Fotozelle Blitz 2 registriert, löst aus, Blitz brennt ab. Da kommt doch mehr als die ultrakurze Blitzzeit des ersten Blitzes bei raus, oder? Das ganze würde sicher noch in der Synchronzeit passieren, von daher erklärt das nicht die stärkere Verwischung bei längerer Belichtungszeit, aber kann man quantifizieren, wieviel 'länger' die Gesamtbelichtungszeit durch optisch ausgelöste Slaves wird?

Gruss MArc

Ja aber...

Blitze lösen aus sobald sie geschaltet werden. Es gibt keine nenneswerte Verzögerung. Sie sind sogar so schnell dass man sie verzögern muss sonst wären sie schon 'abgebrannt' bevor der Verschluss offen ist. Diese Verzögerung beträgt in der Regel einige Millisekunden (1 ms = 1/1000 s).

Elektronische Blitze haben eine Leuchtzeit von 0.01-4 ms, aber in der Regel liegt man bei 1-2 ms. Das ist schon recht lang wenn man bedenkt dass 1/250 s nur 4 ms sind. Da muss das Timing schon genau stimmen.

Wenn man dann noch den Blitz benutzt um einen zweiten zu zünden kommen weitere Verzögerungen hinzu.

Erstmal muss der erste Blitz genügend Helligkeit aufgebaut haben damit die nötige Lichtmenge erreicht ist um den elektronischen Schalter anzusprechen. Das kann bis zu 1 ms dauern. Dann hat der elektronische Schalter eine Verzögerung. Dass kann auch 1 ms sein. Und dann will man ja auch den zweiten Blitz 'einfangen' bis der Verschluss wieder geschlossen ist. Da kann es mit 1/250 s schon etwas eng werden.

Durch die kurzen Verzögerungen liegen die Belichtungskurven der verschieden Blitze um etwa 1 ms zeitverlagert übereinander. Das kann die aktuelle Belichtungszeit in der Regel verdoppeln. Ob dass zu einer sichtbaren Doppelbelichtung führt hängt von den Einzelbelichtungszeiten der Blitze ab. Desto länger diese sind, desto mehr werden sie miteinander 'verschmelzen'. Ob dass zu einer Streifenbildung der Tropfen führt hängt auch von der Wassergeschwindigkeit ab. Beim freien Fall aus 3 m Höhe ist diese etwa 7.5 m/s (Luftwiederstand ignoriert). Dass heisst der Tropfen legt in 2 ms immerhin bis zu 15 mm zurück.

Ich glaube nicht das die Studiobeleuchtung einen grossen Einfluss auf die Tropfenlänge hat. Das Umgebeungslicht ist verglichen mit den Blitzen einfach zu schwach. Aber dass lässt sich ja einfach genug testen. Wenn das Umgebungslicht wirklich stört, abschalten oder dimmen.

Es kann aber durchaus sein dass die kurze Verschlusszeit die zusätzlichen Blitze etwas 'beschneidet' und sich daher ein Unterschied zwischen 1/125 und einer 1/250 ergibt. Einfach mal ausprobieren; Umgebungslicht aus und mit verschiedenen Verschlusszeiten testen.

Ralph W. Lambrecht

mutig

wasser, nackte haut und studiobeleuchtung ... das ist sehr sehr mutig. ich wuerds nicht nachmachen.

Bezugsquellen

Vielleicht wären für den einen oder anderen die möglichen Bezugsquellen ganz interessant, da es gerade im Bereich der Teichtechnik, aber auch bei den Folien, nicht unerhebliche Preisunterschiede gibt.

War nur ein spontaner Gedanke. Ansonsten wieder mal ein außerordentlich interessanter Beitrag von/mit Herbert Wannhoff! Mehr davon, bitte :-)

Unter Strom

Liebe Leute,

Herbert bat mich noch daraufhin zu weisen, dass Wasser und Strom ein schockierendes Verhältnis haben. Stellt die Lichter weit genug weg vom Wasser und fragt im Zweifel den Elektriker Eures Vertrauens. Wir können da leider keine Verantwortung für übernehmen, wenn Ihr das Model grillt. Oder im Klartext - bitte äußerste Vorsicht beim Hantieren mit Strom in der Nähe von Wasser - wir haben Euch gewarnt und übernehmen keine Haftung.

Besser, wenn man es mal gesagt hat ;-)

Gruss vom FotoTV

toller beitrag...

Das war echt ein toller Beitrag.

Ich überlege schon lange, ob ich so was in der Art auch machen soll. War bis jetzt nur nicht sicher wie ich es mit der Pumpe machen soll.

Bekommt man mit der Tauchpumpe das
Wasser auch wieder aus der Folienwanne?

Viele Grüsse
Martin

Mein Senf dazu :-)

Erst mal:
DANKE für die Tips auf die Lichtführung.
Hatte letztes Jahr so etwas versucht, aber nicht so richtig hinbekommen.

Ich bin zwar kein Elektriker, aber ich denke, wenn man mit sogenannten FI-Schutzschaltern (gibt´s als Zwischenstecker im Baumarkt) in der Stromleitung arbeitet, ist man vielleicht ein Stückchen sicherer (habe ich zumindestens so gemacht).

Das Wasser habe ich mit einer Bohrmaschinenpumpe und einer Gummilippe eigendlich recht gut rausgebracht. Restliches Wasser hat mein Wischmop erledigt. Eine Tauchpumpe braucht einfach eine gewisse Wasserhöhe, um zu arbeiten, und wenn die trocken läuft ...... Aber ich überlege mir, wenn es mal irgendwo günstig einen Wassersauger gibt, einen solchen zuzulegen ......

lg
markus

Striplight

Sehr interessanter Film. Weiß jemand, was das für ein kleines Stripligt war?

lg Sun

Klasse

Schöner Beitrag. Herbert Wannhoff fand ich bisher immer interessant. Gibt für mich jedesmal etwas zu lernen...

Belichtungszeit DOCH wichtig!

Hallo Leute, also die Belichtungszeit ist wichtig auch wenn man mit Blitz arbeitet. Es kommt immer auf das Verhältnis von Umgebungslicht, also AL, zu BLitzlicht an... Ist der Anteil an Licht von anderen Quellen als den Blitzen zu hoch, dann verwischt eine Bewegung trotz der ultrakurzen Belichtung durch die Blitzdauer. Wobei verwischen auch der falsche Ausdruck ist. Es gibt vielmehr einen SCHWEIF, der auch von den Langzeitbelichtungen mit Blitz bekannt ist.

Für den hier angegebenen Fall ist das aber absolut vernachlässigbar. Bei Blende 16, IS0 100 muss man da schon fast helles Sonnenlicht haben...

Hier hätte man, vorausgesetzt das Filmlicht ist nicht zu krass und die Studioblitze ballern nicht mit 600W Einstelllicht, sogar mit einer halben Sekunde belichten können und das Bild wäre gleich wesen.

striplight

mich interessiert das striplight, wo gibts das zu kaufen?

Viele Grüße
Manfred

super

sehr interessanter beitrag !!
LG

STRIPLIGHT

hallo manfredi,
das striplight gibt es bei der firma hensel zu kaufen oder zu leihen

hier ein link zu dem blitz
http://www.hensel-studiotechnik.de/produktbilder/42_1.pdf

lg herbert

striplight

anstatt des striplights würde doch auch ein normaler blitzkopf gehn oder?
seh ich das richtig dass das striplight die schlanke form als einzigen vorteil mitsich bring ?

LG, Martin

ps. tolles video !!

"Herbert for President"

Große Klasse Hr. Wannhoff - riesiges Kompliment - jeder Beitrag mit dir ist hochmotivierend und ein absoluter Kreativknaller.
Das hier ist zwar etwas aufwändiger als z.B. das Abrauchen von Glühbirnen oder das Festhalten von Rauch. Trotzdem will ich das auch mal probieren. Die Sicherheitstipps VOR Beginn des Filmes sind richtig platziert.
Mehr von dir...

Interessant vom Aufbau

Die Ergebnisse hauen mich verglichen mit anderen Beiträgen nicht so vom Hocker. Interessant zu beobachten ist allerdings der betriebene Aufwand.

low key?

Grundsätzlich fand ich den Beitrag ok. Die Geschichte mit der Verschlußzeit wurde ja bereits korrigiert. Was mir noch auffiel war die Anmerkung, dass es sich, wenn auch nur angedeutet , um low-key Bilder handelt und dass bei ebendiesen eine "gezielte Unterbelichtung" erforderlich sei. Das ist so nicht korrekt. Low-key hat ebenso wenig mit gezielter Unterbelichtung zu tun, wie high-key mit gezielter Überbelichtung. Für eine low-key Aufnahme war bereits das erste Model nicht geeignet, weil blond und hellhäutig. Aber gut, das ist auch wieder ein Thema für sich...;-)

Die Softboxen mit Waben zu bestücken war eine gute Idee, allerdings gibt es eine sinnvollere Erklärung für deren Einsatzzwecke. Sie verhindern bei solchen Lichtsets, dass Streulich (Gegenlicht) auf die Linse fällt, man hätte sie noch ein wenig weiter drehen können, um den Vorteil besser auszunutzen...

Grundsätzlich ist Gegenlicht im Studio zu vermeiden (auch, wenn man es im Sucher nicht sieht), das führt zu matschigen Ergebnissen...

LG
Frank

Klasse

finde denn Beitrag sehr interessant und die Ergebnisse finde ich auch sehr gut.
LG Beni