Farbmanagement
Grundlagenkurs Photoshop
Experte: K Franke
Laufzeit: 15m28s
Sprache: Deutsch
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
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Zusammenfassung:
Die Farbdarstellung eines digitalen Bildes hängt nicht nur von den in jedem Pixel enthaltenden RGB-Farbwerten ab, sondern auch von dem Farbraum, der für diese Farbwerte definiert ist. Ein Pixel mit bestimmten Farbwerten kann in verschiedenen Farbräumen unterschiedliche Farben aufweisen. Daher wirken sich verschiedene Farbraumeinstellungen unterschiedlich auf eine Fotografie aus.
Karsten Franke demonstriert diese Abweichungen und zeigt die geeignetesten Farbvoreinstellungen für den Photoshop Privatanwender. Zudem veranschaulicht er die richtige Vorgehensweise beim Öffnen von Bilddateien mit abweichenden Einstellungen.
Ein Bild sollte in Photoshop immer in dem Farbraum bearbeitet werden, in dem es ausgegeben werden soll.
Für Privatanwender gilt das Farbprofil sRGB als Standard. Das entspricht dem Farbraum, den ein Röhrenmonitor darstellen sollte. Einige Bilddateien, wie etwa Bilder einer Profikamera, haben jedoch ein anderes Profil angehängt. In diesem Fall sollte man den vorhandenen Farbraum in den sRGB-Farbraum konvertieren lassen, um mögliche Farbabweichungen zu vermeiden.
Manchmal kann es auch vorkommen, dass Bilder keinen Farbraum zugewiesen haben. In solch einem Fall wird dem Bild der Farbraum zugewiesen, in dem es den optisch besten Eindruck hinterlässt. Anschließend wird die Datei wiederum in den Arbeitsfarbraum konvertiert. Hierbei werden lediglich die Farbwerte des einen Farbraumes in die entsprechenden Farbwerte des anderen Profils umgewandelt, ohne dass es zu einer Farbverschiebung kommt.
Kommentare:
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Farbmanagement & Print ?
Das Video finde ich sehr informativ. Meine Einstellungen in PhotoShop habe ich wie empfohlen geändert ;-)
Allerdings stand ich selbst noch nicht vor dem Problem, den Ausgangsfarbraum eines Bildes erraten zu müssen. Viel eher stellt sich mir die Frage, wie mein Bild wohl als Print aussehen wird. Gegebenenfalls würde ich ein Bild speziell für die Print-Ausgabe am PC optimieren wollen. Ich habe gehört, dass professionelle Print-Dienstleister die Farbprofile ihrer Drucktechnik zur Verfügung stellen. Vielleicht wäre das ein Thema für das Video "Farbmanagement II" ;-)
Druckeinstellungen Standard und Drucken mit Vorschau
Hallo! Schau doch mal unter Serienfolgen von diesem Beitrag (oben rechts unter den Sternen). Da findest du die Verlinkung zu den Beiträgen 'Druckeinstellungen Standard' und 'Drucken mit Vorschau'. Falls du sie noch nicht gesehen hast, vielleicht werden dort deine Fragen beantwortet. Ansonsten kannst du auch gerne im Forum unter 'Eure Filmideen' Themen vorschlagen. Wir versuchen so weit es geht die Vorschläge umzusetzen. Viele Grüße Ana
regel
sorry, aber die genannte regel "bearbeite ein bild immer im ziel-/ausgabefarbraum" macht bezüglich eines qualitativ optimalen workflows keinen sinn! bilder sollten immer im grösstmöglichen farbraum erstellt und bearbeitet werden und erst am schluss in den jeweiligen (eventuell kleineren) ausgabefarbraum konvertiert werden. ich stimme zwar zu, dass es im hobby-bereich aus vielerlei gründen empfehlenswert ist einen durchgängigen sRGB-workflow einzuhalten, aber wenn ich ein bild in prophoto-, colormatch oder adobeRGB bekomme, und erst recht wenn ich mit raw arbeite, wäre das konvertieren in sRGB am anfang der bearbeitungskette eine unnötige, verlustbehaftete verstümmelung.
Richtigstellungen...
Grundsätzlich macht Farbmanagement auf einem nicht kalibrierten Display überhaupt keinen Sinn, da es keinen Monitorfarbraum gibt auf den sich die Darstellung beziehen kann.
Fehler im Video
1. Der RGB-Farbraum sollte immer ein möglichst großer Farbraum sein, z.B. Adobe RGB oder eciRGB. Alles andere heißt, wie Uwe schon sagte, Detail- bzw. Farbverluste die weg sind und nie wieder kommen.
2. Gamma 2.2 gilt für Apple als auch für Windows PC´s, die Einstellung Gamma 1.8 für Apple ist veraltet.
3. Beim umrechnen von Farbräumen sind die Konvertierungsoptionen extrem wichtig. Darauf wurde überhaupt nicht eingegangen.
4. Alle Bilder in den kleinsten Farbraum zu konvertieren macht keinen Sinn, Bilder von Scannern oder DSR-Kameras haben größere Farbräume als sRGB.
5. Die Farbdarstellung eines Bildes ohne Farbraum hat nichts mit Zufall zu tun, sonder PS stellt dann die gespeicherten RGB-Werte ohne Profilkorrektur dar, mehr nicht.
Richtig oder falsch ? Oder beides ?
Ich finde es ja immer spannend, darüber zu lesen, was auf jeden Fall "falsch", "richtig" oder "grundsätzlich" gilt. Nicht, daß ich das nicht auch manchmal behaupten würde, aber es lohnt sich doch sehr, die möglichen Fälle genauer zu betrachten.
Eine genaue Farbbearbeitung ist sicherlich von der Qualität (Farbraum) und der korrekten Einmessung eines Monitors abhängig. Wenn beides nicht gegeben ist, wäre Vorsicht geboten. Aber wieso macht Farbmanagement dann "Grundsätzlich" "überhaupt keinen" Sinn ? Wenn man's selbst nicht optimal machen kann, sollte die Chance doch dem evt. vorhandenen Empfänger eines Fotos nicht verbaut werden. Also würde ich doch vorhandene Profile im Bild belassen und Photoshop richtig einstellen. Immerhin etwas ! Und beim Drucken hat man auch was davon, weil das System immerhin stabil auf Bildbearbeitungen reagieren würde.
Tja, und ohne Profil stellt, wie richtig angemerkt, Photoshop dann die gespeicherten RGB-Werte ohne Profilkorrektur dar. Also enstprechend der Farbvoreinstellungen, die der jeweilige Betrachter in Photoshop gerade hat. Der eine diese, der nächste vielleicht andere. Das erlaube ich mir dann "Zufall" zu nennen.
Haben Kameras und Scanner größere Farbräume als sRGB ? Manche schon, aber die meisten , bei denen man nix einstellen kann (Kompaktkameras), arbeiten in diesem Modus. Bei Profikameras hat man die Wahl (und vielleicht ist sRGB eingestellt?). Wenn man dann das Bild optimal drucken möchte oder professionell weitergeben, macht eine sofortige Konvertierung VOR der Bearbeitung doch Sinn, oder ? Man hat dann bei der Bearbeitung viel mehr Spielraum. Der Zielfarbraum ist also ein größerer.
Wenn nun ein Bild verschiedene Verwendungszwecke hat oder man sie noch nicht kennt, wäre die Bearbeitung in ECI (bzw. LSTAR, ECIv2) oder Adobe RGB sicherlich angeraten. Dann ist sRGB natürlich nicht der Zielfarbraum, zumindest vorerst nicht.
Wird aber ein Bild explizit für die Verwendung (und nur hierfür) im Internet oder zum digitalen Belichten bei Labors, die nur sRGB können, bearbeitet, warum dann nicht gleich konvertieren ? Vom größeren Farrbraum hat man dann nix. Dann ist ja sRGB aufgrund des Auftrages oder eigenen Arbeitsziels eben der Zielfarbraum.
Ich denke, daß der, der sich gut auskennt, auch stets sinnvolle Entscheidungen hier treffen kann, aber es geht mir gerade auch um sinnvolle Anleitungen für den, der sich eben nicht so auskennt. Da sollte ein Workfklow möglichst überraschungsfrei sein.
So, und Gamma 1,8 ist veraltet. Hm. ECI RGB arbeitet mit diesem Wert. Druckvorstufenmonitore werden mit D50, Gamm 1,8 eingestellt. sRGB und Adobe RGB verwenden ein Gamma von 2,2. Richtig oder falsch ? Es kommt einfach darauf an, in welchem Bereich man arbeitet. Allein schon die Verwendung von Adobe RGB und die später notwendige Konvertierung in CMYK sind aus Sicht der Druckvorstufe ein Zielkonflikt. Deswegen wurde ja ECI RGB erfunden.
Also, da gibt's einfach ein bißchen Dschungel.
Grundsätzlich.
Karsten Franke
sRGB und nicht Adobe RGB
Nach einigem hin und her: Wechsel von Adobe RGB zu sRGB und wieder zurück, bin ich jetzt endgültig bei sRGB geblieben.
Ich fotografiere und bearbeite, mit einem kalibrierten Monitor, durchweg meine Bilder im sRGB und hatte mit den Farben bisher nie Probleme, sondern sie waren (fast) immer genau so, wie ich sie haben wollte. Bei meinem eigenen Tintenstrahldrucker und bei diversen Ausbelichtern. Was soll denn im schlimmsten Fall mit den Bilder geschehen, die im sRGB-Farbraum sind? Kann man sie bei einigen Druckern nur mit Schwierigkeiten oder gar nicht ausdrucken?
Gruß Carsten
Für alle....
die wie Fritz der Meinung sind, sRGB würde reichen, empfehle ich den Ratgeber 2008 auf www.cleverprinting.de.
sRGB ist der kleinste Farbraum. Man verschenkt unheimlich viele Nuancen, wenn man sich darauf beschränkt.
Das beantwortet aber immer noch nicht meine Frage,...
...die ich gern wiederholen möchte: Was soll denn im schlimmsten Fall mit den Bilder geschehen, die im sRGB-Farbraum sind? Kann man sie bei einigen Druckern nur mit Schwierigkeiten oder gar nicht ausdrucken? Für diejenigen, die sich ein realistisches Bild vom allgemein verbreiteten Adobe RGB-Märchen machen möchten und warum ich sRGB für weitaus sinnvoller halte, schaue doch mal hier rein: http://www.kenrockwell.com/tech/adobe-rgb.htm
was denn nu?
Mal angenommen, man moechte von den Bildern nicht nur Internet-Galerien basteln, so waer doch folgende Vorgehensweise zumindest nicht vollkommen fehlerhaft, oder?
Bildbearbeitung, etc. zB. im Adobe RGB raum.
Dann, je nach Ausgabemedium, eine Konvertierung in einen anderen Farbraum. Also fuer Webseiten nach sRGB.
Erzielt man mit dieser Vorgehensweise vernuenftige Ergebnisse?
Weg von sRGB
Jetzt brauche ich Hilfe,... Ich fotografiere in Raw mit einer 5D seither in sRGB. Habe gelernt ich verschenke viele Farbdetails. Wie kann ich nun sicherstellen, dass bei Adobe RGB die Bildbearbeitung in Fotoshop mit den "richtigen" Farben angezeigt wird ?
Denke das ist das einzige Problem, denn bei prof. Prints wie z.Bsp. Whitewall wird die Verarbeitung ja kein Problem sein...
Man kann alles auch zerreden...
Hallo liebe Fotofreunde
...bis niemand mehr drauskommt;-)
K. Franke hat schon recht, mit dem, was er sagt im Video und Kommentar. Der sRGB-Workflow reicht für Amateurzwecke. Profis und versierte Amateure sehen das anders.
Ich fotografiere grundsätzlich mit der Kameraeinstellung Adobe RGB und in RAW. Dann bearbeite ich die Bilder auf einem kalibrierten, hochwertigen Monitor im RAW-Konverter von Adobe CS3 oder in Ligthroom 2.4, wobei die Exporteinstellungen auf den grösstmöglichen Farbraum eingestellt ist (ProFotoRGB) und 16 Bit Farbtiefe, weil so auch sehr feine Farbänderungen bewerkstelligt werden können ohne Lücken im Hystogramm. So kann ich die Bilder so verlustfrei wie möglich in Photoshop bearbeiten. Die Bearbeitung eines RAW-Bildes in Ligthroom und das Exportieren und Konvertieren in den dem Endzweck (z.B. Internet) dienlichsten Farbraum und Grösse geht ja sehr gut und lässt sich so oft man will ändern. Und das Original bleibt unangetastet.
Lässt man die Bilder bei einem professionellen Printer herstellen, so lohnt es sich zu fragen, in welchem Farbraum die Bilder geliefert werden sollten.
Ich rate auch Amateuren, ihre Bilder in RAW und Adobe RGB aufzunehmen, sofern es ihre Kamera gestattet. "Verschlechtern" geht immer, was verloren ist, kann man nicht mehr herzaubern.