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Sportfotografie mit Lars Hagen

Schärfe ist entscheidend

4.310125

Zusammenfassung:

Dieser Film widmet sich der Sportfotografie.

Lars Hagen, Nachrichten- und Sportfotograf, nimmt den FotoTV-Zuschauer in eine Berliner Eissporthalle und zeigt, wie man die Dynamik und Eleganz im Eisschnelllauf fotografisch festhalten kann, und das trotz Einschränkungen, wie z.B. Platzmangel, Blitzverbot und schlechtem Licht. Zur Verdeutlichung läßt er zwei erfahrene Eisschnellläufer mit 45-60 km/h durch eine Kurve laufen, um dann mit Dauerfeuer Bilder zu schießen.

Bei solchen hohen Geschwindigkeiten der Fotomotive ist eine sehr kurze Belichtungszeit notwendig, um ein scharfes Bild zu erhalten. Schlechte Lichtverhältnisse und kurze Verschlußzeiten führen jedoch zu einem entsprechend hohen ISO-Wert. Hier gilt es daher einen guten Wert zu finden, um ein nicht gänzlich verrauschtes Bild zu erhalten.

Auch die Wahl der Fokusmessfelder hat einen großen Einfluß auf die Schärfe der schnell hintereinander aufgenommenen Serienbilder. Außerdem erfahrt Ihr hier, was die Auslösepriorität ist und warum diese in der Sportfotografie eine große Rolle spielt.

Kommentare

ein Anfang

Endlich mal ein Anfang zur Sportfotografie mit wichtigen basics. Nun würd ich mir noch was mit Blitzen und mehr dynamik wünschen a la Krolop. Also etwa bewegung im ild, eingefroren sieht das immer sehr statisch aus.

Endlich...

...was zum Thema Sportfotografie, allerdings war mir das teilweise etwas zu oberflächlich, z. B. Autofokus: war der Fokuspunkt-Messpunkt fixiert oder irgendeine Automatik im Einsatz, die selbständig das Motiv verfolgt (vermutlich in der Praxis zu langsam beim Sport)? Oder: Weissabgleich in der Halle, Auto oder fest eingestellt?

Auf jeden Fall vielen Dank an alle Mitwirkenden, dass etwas zum Thema Sportfotografie gekommen ist, bitte mehr!

VG

Klaus

Oder doch lieber die Crop-Kamera?

Gerade grüble ich noch, ob ich nicht doch lieber die Cropkamera (D300, Faktor 1.5) verwenden würde anstelle der Vollformat mit Telekonverter. Dann wäre das 300/2.8 offenblendig im Einsatz, ISO wäre dann bei 800 (völlig OK an der D300) und der erzielte Schärfentiefebereich vergleichbar. Aber das ist wohl ein Grundsatzthema(problem), wenn man sowohl eine Crop- als auch eine Vollformatkamera zur Verfügung hat...

@fotp-kobold: der Messpunkt

@fotp-kobold: der Messpunkt ist hierbei fixiert etwas oberhalb der Mitte um das Gesicht zu fixieren mit einem automatischen Nachverfolgung innerhalb der 9 umliegenden Messpunkte. Das hat den Vorteil, dass man die Kamera mitziehen muss jedoch auch "etwas" Toleranz hat, wenn man mal etwas "wackelt".

Bei einer Halle würde ich den Weissabgleich immer manuell feststellen, da man zum einen i.d.R. seine Position nur selten ändert und die Bedingungen durch das Kunstlicht konstant sind.

Zum Thema Crop oder Vollformat: das ist wirklich eine "Glaubensfrage". Am Ende des Tages entscheidet auch der Geldbeutel. Beim Crop habe ich halt den entscheidenden Vorteil, dass ich mit "kürzeren" (phsikalischen) Brennweiten arbeiten kann. Letztendlich habe ich mich aber dann weniger wegen des Vollformates als vielmehr wegen des wesentlich besseren Rauschverhaltens für die D3 entschieden und mir inzwischen auch ein 400/2.8 zugelegt um den Telekonverter nicht benutzen zu müssen.

@themerlin1: das hier Gezeigte ist reine Reportagefotografie. Da sieht es mit Blitzen meistens sehr schlecht aus (weil einfach nicht gestattet). Meistens (in 95%) geht es um das Einfrieren der Bewegung um den Sportler als Person zu zeigen. So genannte Features (wie Wischer, Schattenspiele oder ungewöhnliche Perspektiven) sind zwar nett und machen auch Spass zu fotografieren, werden aber relativ selten gedruckt. Übrigens hatte Martin doch auch schon mal zwei sehr schöne Filme zum Thema "Sport & Blitze" gemacht.... oder meinst Du etwas anderes?

Einfrieren

@lars hagen: Ich arbeite für einen Verlag mit special Interest Sportmagazinen und dort werden viele Actionbilder mit Dynamik gewünscht, nicht immer und wenn, dann mit externen Blitzen, die zB. aus der Fahrtrichtung das Objekt einfrieren und von hinten ein leichter schleier ist, bzw man noch sieht, dass sich die Reifen drehen. Für eine Reisereportage oder ein Standartbild für ein Standartmagazin geb ich dir recht aber ich find die andere Art schwieriger, da du mit der Belichtungszeit abhängig von der Umgebungshelligkeit (dunkler Wald, helle lichtung) und der Blitzintensität bzw der Blitzsynchronzeit spielen musst. Da sind Zeiten üblich zw. 1/100 oder gar 1/20. Ich bin ja nur Autodidakt und drum hätte mich hier mal das Vorgehen von einem absoluten Profi Interessiert, wobei ich denke, dass meine Ergebnisse auch nicht schlecht sind, da sie ja sonst nicht veröffentlicht werden. Sollte Fototv an sowas Interesse haben, kann ich gerne mal was dazu machen.

@themerlin1

Es ist mir schon klar, dass speziell bei Magazinen (also nicht tagesaktuelles) wesentlich mehr Features gewünscht sind und auch gedruckt werden. Ich kann mich in meiner Antwort da aber leider auch nur wiederholen: bei den meisten Sportveranstaltungen (Weltcups, EMs, WMs etc.) ist die Benutzung von Blitzen während der eigentlichen Aktion zu 95% nicht gestattet, oder anders: verboten!

Das Video ist ja dann auch mit der Intention entstanden speziell den "normalen" Sportfotografenalltag anhand von ESL (weil leicht zu realisieren: keine Akkreditierung und persönl. Kontakte) zu zeigen. Mit der Bundesliga hätte das zu 99% Wahrscheinlichkeit nicht geklappt.

Ich stimme Dir natürlich auch vollkommen zu, dass z.B. Wischer oder Dynamik im Bild oftmals (wenn nicht sogar fast immer) auch viel schöner für den Betrachter ist. Für den Fotografen, der tagtäglich "Standards" fotografiert sowieso ;-) aber in den Tageszeitungen wirst Du soetwas sehr selten finden.

Aber vielleicht machen wir soetwas ja auch noch einmal. Marc und meinereiner sind ohnehin schon am Überlegen für alternative Sportgeschichten und Deine Idee ist auf alle Fälle sehr gut und vor allem auch relativ leicht realisierbar.

Klasse Film

Sehr interessantes Thema, gut vorgetragen.