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Roger Ballen

Der Blick hinter die Fassade

4.203705

Zusammenfassung:

Roger Ballens fotografische Karriere wurde ihm praktisch in die Wiege gelegt. Seine Mutter war in den 60er Jahren die erste Fotogaleristin in den USA. So kam der in New York geborene Ballen schon früh in Kontakt mit Meisterwerken der berühmten Fotografen jener Zeit. Der promovierte Geologe und Psychologe lebt und arbeitet seit nun mehr als 30 Jahren in Südafrika.

Seine Bilder sind auf den ersten Blick düster und undurchsichtig. Auf den zweiten sehr vielschichtig und tief. Als Geologe ist er es gewohnt nach dem zu suchen, was sich unter der Oberfläche der Erde verbirgt. Auch als Fotograf möchte er hinter diese Oberfläche blicken und die Kostbarkeiten entdecken, die sich tief unten verstecken. Wo andere Elend vermuten, entdeckt Ballen das Schöne. „Mir geht es eindeutig um die conditio humana und um eine ganz spezifische Wahrnehmung meiner Umgebung “, sagt Roger Ballen. Seine Bilder entstehen aus einem Zusammenspiel der fotografierten Objekte und dem Fotografen selbst; sie sind nicht eindeutig zu deuten. Sie enthalten formale Aspekte, die der Fotograf bewusst inszeniert hat. Gleichzeitig ist jedes Bild das Zusammenspiel dieser Formalität und der sich dahinter versteckenden Wahrheit.

Die Deichtorhallen in Hamburg zeigten 2007 erstmals eine Einzelausstellung des hervorragenden Künstlers und seinem aktuellen Werk „Shadow Chamber“ („Schattenkabinett“).

Kommentare

danke !

danke für diesen sehr starken film !

Immer gerne!

Schön, daß er Dir gefällt. Auch einer meiner persönlichen Favourites, der Mann hat einfach richtig nachgedacht und eine so eigene Bildwelt geschaffen, wie sie heute selten ist.

LG MArc

Ein fast schon

Ein fast schon philosophischer Beitrag. Roger Ballens ist mit seiner unaufgeregten Art ein schöner Kontrast zu manch anderem Fotografen! Danke für diesen auch handwerklich excellenten Film!

Klasse!

Wow, was für ein Film! Roger Ballens Fotos wirken auf mich geradezu archaisch in ihrer enormen Kraft. Ich kann mich den Bildern nur auf die Art zu nähern versuchen wie bei den Höhlenbildern von Lascaux oder der Traumzeit-Kunst der Aborigines. Also "Bauch-Gefühl" statt "Kopf-Denken". Kein analysieren oder kategorisieren.

Ich frage mich, welche Art Zugang die Menschen auf Roger Ballens Fotos zu ihrer "dunklen Seite" haben. Manche der Zeichnungen im Hintergrund der Bilder erinnern mich an Zeichnungen, die traumatisierte Opfer als Bewältigungs-Hilfe im Rahmen der psychologischen Betreuung anfertigen. Und solche Menschen haben ja nun ohne Zweifel ins Dunkel geschaut.

Ein echtes Highlight auf FotoTV! Vielen Dank!

Tschüß, Rainer.

Hallo Marc, Danke für den tollen Tipp zu Weihnachten 2009 !!

ich hatte eigentlich geglaubt, in der Abteilung der "Meister" schon alles abgegrast zu haben. Und nun dieser Film mit Ballens Fotos. Der Vorschreiber Rainer Fädrich (18.10.2008!) konnte meine Empfindungen besser in Worte Fassen, als ich das selber vermocht hätte! Vom Kim Weston sind mir ähnliche, aber gestaltete Studioaufnahmen in Erinnerung, gegen Ballens Aufnahmen wirkken die auf mich jedoch geradezu kraftlos und aseptisch.

Unheimlich

Ich bin sehr fasziniert über seine Denk- & Ausdrucksweise. Nur muss sagen, dass seine Bilder sehr gruslig und schaurig wirken. Sie haben schon fast etwas perverses an sich. Trotzdem hat er eine Art zu fotografieren, die mich beeindruckt. Foto Tv hat hier wieder eine super Arbeit geleistet. Klasse.