Nachbearbeitung: Heisser Tee
Pavel Kaplun macht Dampf
Zusammenfassung:
Mit speziellen Pinselspitzen und seinem Know-how verpasst Pavel Kaplun einer Foodfotografie den letzten Schliff.
In Raw arbeitet er am Bildzuschnitt, mit Tonwertkorrekturen und Verlaufsfiltern, die das Motiv vom Hintergrund abheben. Den Tee selbst lässt er digital etwas länger durchziehen, zudem werden unerwünschte Spiegelungen retuschiert.
Um dem heissen Getränk Leben einzuhauchen, bedient er sich einem Pinselset zur realistischen Erzeugung von Dampf, ebenso geeignet für Rauch oder Zigarettenqualm. Natütlich zeigt Pavel auch noch einen Weg, wie man ohne das Pinsel Set in Photoshop Dampf erzeugen kann.
PS: Das Set steht in den Links zum kostenlosen Download bereit.
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Kommentare
besser ... aber nicht gut
Der zweite Teil des Tutorials gefällt mir besser als der erste.
Aber auch hier bin ich von Pavel erheblich mehr gewohnt.
Ich frage mich ernsthaft, warum dieser Beitrag produziert wurde, als Werbung für die Dampf-Pinselspitzen ?
Für mehr taugt er meiner Meinung nach nicht. Das will ich auch gern begründen:
Der Schnitt ist unterirdisch.
Rechts wird der Henkel der Tasse komplett abgeschnitten, während im Gegenzug auf der linken Seite noch der Rest des Henkels des Milchkännchens ins Foto ragt, welches vorher doch so mühsam im Foto platziert wurde.
Es wird am Rausch-Regler gedreht bis der Arzt kommt, anstatt gleich mit ISO 100 und Stativ zu fotografieren.
Für mich ist der gesamte Beitrag (1. und 2. Teil) einfach nur Flickschusterei und selbst (oder gerade) für Anfänger wenig tauglich. Denn ein Profi erkennt die Fehler und kann sie vermeiden. Er kann zumindest den Tipp mit den Pinselspitzen verwerten.
Was ich schmerzlich vermisse und was wohl auch für jeden Anfänger eine Fundgrube gewesen wäre sind:
- ansprechender Bildaufbau und Schnitt
- homogene, ausgewogene Ausleuchtung
- professionelle Maßnahmen für eine perfekte Bildqualität gleich beim Shooting
- Fehlervermeidung gleich beim Shooting (z.B. Spiegelung im Löffel)
- ansprechende Ausleuchtung gleich beim Shooting (statt in Photoshop und Camera RAW mit Verläufen und Vignetten zu hantieren)
Ich fasse zusammen:
Hau einfach mit einer Lichtquelle schräg von oben auf den Aufnahmetisch.
Ist der Schatten zu hart, hauste links noch nen Silber-Reflektor hin.
Den Rest machste in Photoshop.
Sorry, aber da lobe ich mir Eberhard Schuy.
Ins Schwarze getroffen
Steffen hat mit seinem Kommentar völlig recht. Das ist mit das schlechteste was ich bei Foto-TV gesehen habe.
Wie soll ein Anfänger dabei etwas lernen? Was er lernt hat mit Fotografie nicht das geringste zu tun.
Bitte nur noch Sachfotografie von Experten.
Meine Rede!
Bin nur froh, dass ich nicht wieder der einzige bin der sich kritisch äußert.
Man kommt sich schon gelegentlich wie ein Nestbeschmutzer vor.
Dabei ist es exakt so wie meine Vorredner (auch die aus dem 1. Teil) sagen.
Gerade für Anfänger muss man gute Tutorials bieten. Gute Arbeit kann man nunmal nur von Experten auf ihrem Gebiet lernen.
Jemand der sich mit Objektfotografie auskennt, hätte ohnehin nach einer Minute ausgeschaltet. Andererseits haben auch die Fortgeschrittenen einen Anspruch auf Qualität und Fortbildung.
Wieso muss man denn einem Anfänger erzählen, daß er mit ner Schreibtischlampe tolle Produktfotos machen kann, wenn man andererseits voraussetzt, daß er für 1000€ Photoshop gekauft hat.
Wenn er die in ne gebrauchte Blitzanlage investiert hätte, wäre das zielführender.
Man kann doch in einem Fototutorial nicht ernsthaft so einen Krampf vorführen zumal wenn man eigentlich gute Leute dafür hat.
Ich sehe das anders...
denn gerade in der Fotografie gibt es unzählige Wege/Möglichkeiten sein Ziel zu erreichen. Je nach Wissenstand, verfügbarer Ausstattung und Erfahrung kann jeder für sich selbst entscheiden, welcher Aufwand mit welchem Workflow für Ihn am besten geeignet sind um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Pavel zeigt hier eine schnelle, Eberhard eine aufwendigere Möglichkeit. Deswegen ist das eine noch lange nicht "schlechter" als das andere... Ich persönlich fotografiere und inszeniere meine Studioarbeiten auch anders, habe aber auch andere Möglichkeiten als die anderen dazu!
Bitte zukünftig auch weitere solche Beiträge denn Kreativität ist keine Frage der Technik sondern der Vielfalt.
Philosophie
Hi,
also ich kann Eure Kommentare verstehen. Es scheint mir aber eine Philosophie-Frage zu sein. Ich schätze Eberhard Schuys Vorgehensweise auch. Er kommt quasi ohne Nachbearbeitung aus, weil er erheblich viel Arbeit und Sorgfalt in den Setbau investiert. Er ist allerdings auch Profi und hat entsprechendes Wissen, entsprechendes Equipment und auch Kunden, die diese Arbeit bezahlen.
Hier handelt es sich um einen Anfängerfilm. Setaufbau plus Nacbearbeitung waren hier rund 25 Minuten, gearbeitet wurde mit einem Dauerlicht, das im schlimmsten Fall mit einer Schreibtischlampe hätte ersetzt werden können. Unter diesen Rahmenparametern muss man das Ergebnis sehen und Aufwand und Ergebnis ins Verhältnis stellen. Ich denke, dabei schneidet Pavel sehr gut ab. Es kommt halt drauf an, was man für ein Ergebnis erzielen will.
Es bleibt eine philosophische Frage, ob man das Bild als Ausgangsbasis für eine Photoshopbearbeitung sieht, oder ob man Photoshop als Finishing eines schon weitestgehend perfekten Bildes nutzt.
Beim Bildausschnitt hat Steffen sicher recht, den Anschnitt der Henkel links und rechts finde ich auch nicht so durchdacht.
Wenn man aber eben aus welchem Grund auch immer ein nicht optimales Bild hat, dann lernt man in diesem kurzen Clip doch jede Menge: Raw Entwicklung, 2 Verfahren für Dampf, eine Website mit kostenlosen Rauchbrushes, Entfernung einer Spiegelung und das alles im Kontext einer kompletten Bildbearbeitung.
Sicher ist es richtig, dass man Anfängern zeigen soll, wie es richtig geht, man muss aber auch ihre Möglichkeiten im Auge behalten. Das hat Pavel hier getan. Dass er Photoshopper ist, und einige Dinge lieber am Rechner macht, bleibt eine Philosophiefrage.
LG MArc
Irritierend...
Okay. Objektfotografie mit einfachen Mitteln, erklärt für Anfänger. Ist ja prinzipiell ein guter Ansatz. Dennoch bin ich äußerst irritiert über das, was Pavel uns da zeigt. Vor allem, wenn man weiß, wie er sonst arbeitet.
Die "schlampige" Retusche der Spiegelung im Löffel.....die Likörfläschchen....der seltsame Bildaufbau und die komisch unharmonischen Farben...in diesem Beitrag ist alles irgendwie nicht so...so....kaplunisch....und das finde ich bedauerlich...
Es geht hier auch nicht um den Kampf der Philosophien zwischen Pavel und Eberhard Schuy, sondern darum, dass Eberhard Schuy seine Art der Fotografie und Bearbeitung sehr klar und deutlich und immer in sich schlüssig präsentiert. Und das ist hier bei Pavel leider nicht der Fall. Weil auch das Ausgangsmotiv so sch... ist. Sorry. Was hat er da arrangiert? Das wirkt so lieblos UND ist im Ergebnis so unbefriedigend.
Ich hoffe inständig, dass die nächsten Videos wieder den ALTEN Pavel zeigen....
Die Wahrheit liegt bekanntlich in der Mitte...
Hi,
ich kann sämtliche Kommentare nachvollziehen. Ich zähle mich auch zu den Kritikern der Tutorial-Reihe "Heisse Tasse". Deshalb habe ich sie mir auch nicht komplett zuende angeschaut. Das ist aber meine persönliche Meinung bzw. Entscheidung.
So kann es jeder für sich halten, anschauen oder nicht! Solange der Betrachter einen Mehrwert für sich mitnimmt, geht das ok... und der ein oder andere wird sicherlich was mitnehmen können.
Vielleicht liefern solche Beiträge auch die Vorlage für weitere interessante Drehbücher. Zum Beispiel einer Battle-Reihe, die da heißen könnte "Shuy vs. Kaplun". Ich auf jedenfall würde Sie mir anschauen. Grinsekatze
Schöne Grüße
Pat
@ pat hettinger
Naja, da wüsste ich aber jetzt schon wer gewinnt. :-)
DAS
.......finde ich eine interessante Idee ;-) Die Philosophien im Wettstreit, ich denk mal drüber nach!
LG MArc
Weniger ist vielleicht mehr.
Um mal von den Showdown Szenarien wegzukommen, möchte ich noch einen Gedanken ins Spiel bringen.
Vielleicht ist ja der "Zwang" jede Woche ein -unseren Maßstäben genügendes- Tutorial zu produzieren nicht auf Dauer haltbar, weil es schlicht nicht genügend gute Tutoren gibt die sich dazu bereit erklären.
Ich hätte kein Problem damit, wenn es jeden Monat nur je einen tollen Film aus den Bereichen Aufnahme und Nachbearbeitung gäbe. Dazu noch die üblichen Editioials und News, das fände ich völlig ok und auch dem Abo -Preis angemessen. Denn gute Tutoren kriegen gutes Geld und für 6€/Monat kann man schließlich keine Wunder erwarten.
Also lieber Klasse statt Masse. Immerhin besteht ja schon ein riesiger Fundus von Filmen mit denen man sich beschäftigen kann.
Nur mal so eine Idee.
@SteffenHerbst & @ MArc
Hi,
Ich hätte hier auch einen eindeutigen Favoriten :-)
Das Script an sich finde ich interessant und das was man daraus machen kann! Das Kopfkino schnurrt schon auf Hochtouren...
Ob nun schuyunisch gegen kaplunisch, what ever... Die Namen wurden halt in den Topf geworfen.
Ich kann ja auch noch einen weiteren Namen hinterherwerfen! :-)
@ MArc - es freut mich, wenn Du es für ein interessantes Konzept hältst. Vielleicht nimmt es ja Form an und kommt in die Umsetzung, wäre schön.
Schöne Grüße
Pat
@HansHermannHuber
Hallo Hans,
Dein Vorschlag impliziert, dass wir wüssten, was ein gutes Tutorial oder ein guter Tutor ist. Wir hatten nicht das Gefühl, dass das hier bzw. der Shooting Teil ein schlechtes Tutorial wäre. Wie gesagt, es kommt eben auch auf den Wissensstand des Nutzers und seine Ausstattung mit Equipment, Zeit etc. an.
Auch gibt es offensichtlich jede Menge Zuschauer, die dieses Tutorial nicht so schlecht finden, sonst hätte es keine 4 Sterne. Es gibt immer eine zufriedene, schweigende Mehrheit. Melden tun sich meist die Leute mit markanten Meinungen. Das heisst nicht, dass ich die Kritik nicht ernst nehme.......
Im Übrigen ist auch Pavel hier schon x-fach für seine tollen Tutorials gelobt worden.
Von daher ein interessanter, aber für mich nicht umsetzbarer Vorschlag.
LG MArc
Postproduktionsfrage
Ich habe viele Postproduktionen von Profis gesehen, wo ich nicht verstanden habe warum und wieso. Auch nicht alles entsprach meinem Geschmack. Was sagt uns das? Der Kunde hat es so bestellt, der Fotograf/Grafiker hat es so vorgeschlagen und scheinbar waren sie sich einig, sonst hätte Kunde das Endergebnis nicht gesehen. Ich gehe in der Postproduktion unterschiedliche Wege, wie jeder der fotografiert und mit PS arbeitet. Mit Erfolg. Wenn mir jemand sagt: warum so und nicht so, gefällt mir nicht. Meine Antwort dazu: zeig mir wie Du das machst - ich schau mir gerne den perfekten Workflow an.
Finde ich auch
... bei dem Thema "Geschmack" scheiden sich nun mal die Geister. Und das ist auch gut so... Man sollte auf alle Fälle seine eigene Meinung haben und diese auch vertreten. Aber man sollte versuchen von sich nicht auf andere zu schließen.
Hier möchte ich mal ein Beispiel in die Runde werfen. Andreas Gursky's Foto "Rhein II" erzielte vor kurzem bei einer New Yorker Auktion den Rekordpreis von 3,2 Millionen Euro und ist damit das momentan teuerste Foto der Welt. OK, um es mal überspitzt auszudrücken, es ist ein Foto das in jeder Verkaufsgalerie einstauben würde (wenn es dass dort könnte). Ein Foto, das auf Flickr keine 30 Besucher anlocken würde, dennoch war es jemanden diese aussergewönliche Summe Wert.
Und genau da liegt der Fehler. Nur weil ich nicht 3,2 Mio Euro für ein solches Foto ausgeben würde, was ich nicht kann, und selbst wenn ich es könnte, nicht tun würde (nicht falsch verstehen, so schlecht finde ich das Bild gar nicht), heisst es noch lange nicht, das keiner dazu bereit ist.
So wie es MArc zuvor gesagt hat, es gibt Zuschauer die das Tutorial anschauen und für gut befinden. Weil es eben zu deren aktuellen Wissensstand und Equipment passt. Desweiteren verstehe ich FotoTV als ein Format für alle Fotografie Interessierte und das lässt sich nicht auf ambitionierte Amateure, semiprofessionelle und Profis begrenzen, sondern ist auch für Einsteiger und Amateure gedacht. Und dieser ganzen Gemeinschaft muss man gerecht werden und Ihr auch Futter geben.
Schöne Grüße
Pat
Pavel Kaplun ist ein toller
Pavel Kaplun ist ein toller Fotokünstler, seine Arbeiten bringen mich immer wieder zum Staunen! Aber was war das denn?
Ein Hoppla-Hopp Tutorial ohne Leidenschaft. Mal schnell einen Film hingeschludert. Wie früher in der Schule als man die vergessenen Hausaufgaben noch schnell in der Pause erledigt hat...
Bei den anspruchvollsten Collagen für den Vollprofi erklärt Pavel jeden Klick. Jedes Detail. Mit Herzblut und Liebe.
Und hier? Für den Anfänger? Da wird ohne grosse Worte durch die Werkzeuge und Pinsel gefegt.
Sorry bin sehr enttäuscht!
Rauchvorlagen zum Downladen
Hallo,
kann man die vorgestellten Rauchvorlagen aus dem Internet auch für Elements nutzen oder braucht man eine Vollversion von Photoshop?
LG
Bea23
etwas sehr kritisch
mein Geschmack ist das Endergebnis auch nicht. Schnitt, Löffel, Fläschchen.. alles schon gesagt worden.
Aber wenn jeder den gleichen Geschmack oder die gleiche Rangehensweise hätte, würde ich sofort mit dem Fotografieren aufhören, da es mir wirklich zu langweilig wäre.
Außerdem war es hier glaub nicht das Ziel ein perfektes Foto zu machen, sondern beschreibt EINE Möglichkeit ein Produktfoto anzugehen. Also alles nicht so dramatisch.
Ach ja: Gursky und Flickr / lol und aua
Zum Thema Tee
Ich schreib keine Kritik sondern eine Anregung. Herr Schuy hat in seinem Buch "Objektfotografie im Detail" das Fotografieren eines Tee-Still's erklärt. Das Ergebnis ist zum niederknien und man staunt nur, wie toll er das macht und wie grandios das Ergebnis ausschaut. Mein Vorschlag - wie wärs, wenn Herr Schuy in einem Tutoriel zeigt, wie man das richtig gut macht. Nicht um die beiden Fotografen gegeneinander antreten zu lassen, sondern weil Tee oder heisse Getränke enfach sauschwer gut zu fotografieren sind und Herr Schuy auch penibel auf Bildaufbau, Ausleuchtung und Details achtet, die so viele Foto-TV-Zuschauer so gerne mögen.
Nachtrag:
Nicht jeder Beitrag kann immer exakt gleiches Niveau bieten. Bleibt bitte fair gegenüber Herr Kaplun. Es wird von Ihm bald sicher wieder richtig gute Beiträge geben. Wie jeder von uns nicht jeden Tag ein Meisterwerk abliefern kann, sei das auch aneren Menschen zuzustehen.
Schon heftig, die Kritik....
die hier geäußert wird und ich befürchte die Zielgruppe des Videos ist nicht die Gruppe der sich hier mit Kritik äußernden Zuschauer.
Wenn ich mir so vorstelle, dass ein Anfänger(im Food- /Objektbereich zähle ich mich absolut dazu) den "Rauch"-Fotografierfilm von Eberhard Schuy nachstellen will, dann wird mir bang.
Ich schätze die Filme mit Eberhard Schuy sehr und er ist ein Meister seines Fachs, aber nicht im Ansatz kommt beim "schnell mal nachstellen" das Ergebnis heraus, welches wir im Video zu sehen bekommen. Da fehlen die Materialien und das exakte Know-how kleine Unterschiede zum Film dann festzustellen und zu wissen, wie sie abgestellt werden können.
Da hilft ein Film als Einstieg in die Materie dieser gezeigten Qualität schon, ohne Zweifel. Kurz, knapp, übersichtlich, für den Anfhänger nicht überladen mit Infos und Technik.
Es gibt ein paar Einstiegstipps, ein paar einfache Teile werden benötigt, um schon mal was Besseres zustande zu bringen, als einfach auf dem Teppichboden mit Ausklappblitz fotografiert.
Ich erlaube mir den schön verfassten Beitrag von SteffenHerbst mal aus anderer Sicht zu beleuchten.
Steffen, ich hoffe Du nimmst es mir nicht übel, aber er ist einfach klasse geschrieben und zeigt wunderbar die Erwartungshaltung, von amitionierten Fotografen.
SteffenHerbst schrieb:
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Der zweite Teil des Tutorials gefällt mir besser als der erste.
Aber auch hier bin ich von Pavel erheblich mehr gewohnt.
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Wie Du habe ich auch das Gefühl, der zweite Beitrag ist besser, weil mehr Fluss im Vortrag zu spüren ist. Pavel ist in PS eben länger daheim als vor der Videokamera hinter der DSLR.
SteffenHerbst schrieb:
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Ich frage mich ernsthaft, warum dieser Beitrag produziert wurde, als Werbung für die Dampf-Pinselspitzen ?
Für mehr taugt er meiner Meinung nach nicht.
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Das mit den Dampf-Pinzelspitzen habe ich als schnellen Tipp empfunden, der ein besseres Ergebnis liefern soll als selbst Rauch zu per PS zu imitieren. Nicht jeder Anfänger der Fotografie ist ein PS-Crack.
SteffenHerbst schrieb:
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Das will ich auch gern begründen:
Der Schnitt ist unterirdisch.
Rechts wird der Henkel der Tasse komplett abgeschnitten, während im Gegenzug auf der linken Seite noch der Rest des Henkels des Milchkännchens ins Foto ragt, welches vorher doch so mühsam im Foto platziert wurde.
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Ja, den Schnitt hätte ich auch anders gewählt, denn das Milchkännchen wegzuschneiden fand ich unklug, wo doch im ersten Video mehrfach erwähnt wird, wie wichtig Accessoires bei einem solchen Bild sind. Da dann schon lieber ein nicht-quadratisches Bild. Dass der Henkel der Tasse so knapp angeschnitten wurde, ist schlicht weg unschön, da kann für mich "Geschmacksache" kein Argument sein.
SteffenHerbst schrieb:
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Es wird am Rausch-Regler gedreht bis der Arzt kommt, anstatt gleich mit ISO 100 und Stativ zu fotografieren.
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Da bin ich anderer Meinung. Als Kategorie ist der Film ja für Anfänger klassifiziert. Insoweit fand ich das klug, ohne Stativ zu fotografieren, per ISO 400 die Verwacklungsgefahr zu minimieren bei gleichzeitigem Schliessen der Blende die Schärftentiefe zu erhöhen. Es muss davon ausgegangen werden, dass Anfänger, die das Thema mal ausprobieren möchten, nicht unbedingt über ein Stativ verfügen.
Ungeschickt ist nur, dass es mit keinem Wort erwähnt wird.
"Blende 4 gibt jetzt den Belichtungswert von X. Das ist für die Schärftentiefe gut, aber birgt die Gefahr der Verwacklung der Aufnahme. Wir haben kein Stativ, also bleibt uns nur mit höherer ISO entgegenzuwirken und das entstehende Rauschen ggf. in PS zu minimieren. Also: Lieber etwas Entrauschen in PS als verwackelte Fotos im virtuellen Papierkorb. Besser jedoch wäre, hier ein Stativ zu benutzen, damit die ISO auf niedrigem Wert bleiben kann und man sich mit der Bildgestaltung eingehender beschäftigen kann. Aber wir probieren's mal so.".
Somit wäre klar gewesen, warum Pavel kein Stativ benutzt hat.
SteffenHerbst schrieb:
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Für mich ist der gesamte Beitrag (1. und 2. Teil) einfach nur Flickschusterei und selbst (oder gerade) für Anfänger wenig tauglich. Denn ein Profi erkennt die Fehler und kann sie vermeiden. Er kann zumindest den Tipp mit den Pinselspitzen verwerten.
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Es gab' in beiden Videos Tipps, die Anfängern den Einstieg erleichtern, dennoch fehlen mir noch kleine Hinweise, warum etwas wie gemacht wurde. Das laste ich aber nicht nur Pavel an, sondern dem ganzen Aufnahmeteam. Entweder hätten Szenen neu aufgenommen werden müssen oder Kommentare nachträglich eingeblendet werden müssen. Sieht man bei Videoproduktionen anderer Plattformen (auch auf FotoTV) immer wieder.
SteffenHerbst schrieb:
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Was ich schmerzlich vermisse und was wohl auch für jeden Anfänger eine Fundgrube gewesen wäre sind:
- ansprechender Bildaufbau und Schnitt
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Warum der Aufbau so gewählt wurde, hätte mich auch interessiert. Hier fehlt mir die Erklärung (ggf. die schon angesprochene Psychologie dahinter).
SteffenHerbst schrieb:
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- homogene, ausgewogene Ausleuchtung
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Da wäre ich an einem Low-Budget-Anfängertipp interessiert. So wie ich das Prinzip verstanden habe, ging's um eine Ausleuchtung mit wenig Aufwand. Als Ersatz für den Siblerreflektor könnte auch Styropor herhalten.
SteffenHerbst schrieb:
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- professionelle Maßnahmen für eine perfekte Bildqualität gleich beim Shooting
SteffenHerbst schrieb:
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Professionell widerspricht dem Ansatz "Anfänger, wenig Equipment, wenig Aufwand, schnelles akzeptables Ergebnis".
SteffenHerbst schrieb:
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- Fehlervermeidung gleich beim Shooting (z.B. Spiegelung im Löffel)
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Stimmt, der Tipp mit schwarzen Klamotten oder so in der Art hätte kommen müssen. Man kann einfach nicht davon ausgehen, dass Anfänger immer alles in PS korrigieren können und wollen.
SteffenHerbst schrieb:
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- ansprechende Ausleuchtung gleich beim Shooting (statt in Photoshop und Camera RAW mit Verläufen und Vignetten zu hantieren)
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Bei "ansprechende Ausleuchtung gleich beim Shooting" denke ich persönlich gleich an Aufwand, finanzielle wie zeitlich. Trotzdem hätte ich die Verläufe und Vignetten weggelassen bzw. in einen separaten Film gepackt nach dem Motto "Limitierungen des Equipments mit PS ausgleichen".
SteffenHerbst schrieb:
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Ich fasse zusammen:
Hau einfach mit einer Lichtquelle schräg von oben auf den Aufnahmetisch.
Ist der Schatten zu hart, hauste links noch nen Silber-Reflektor hin.
Den Rest machste in Photoshop.
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So kann man es zusammenfassen und auch die beiden Filme so sehen.
SteffenHerbst schrieb:
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Sorry, aber da lobe ich mir Eberhard Schuy.
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Dito, aber man darf nicht vergessen, dass das in einer anderen Liga spielt. Eberhards Videos sind nicht für Anfänger zum "mal schnell nachmachen" gedacht und konzipiert.
Pavel Kampluns Videos sind quasi der Einstieg ins Thema und wenn's dem Zuschauer liegt, kann er mit Eberhard Schuys Videos auf den nächsten Level gelangen.
So sehe ich das hier.