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Landschaftsfotografie im Grossformat

Mit Andreas Weidner an der Côte de Granit Rose

4.046155

Zusammenfassung:

Andreas Weidner ist bekannt für seine Großformat-Aufnahmen von Küstenlandschaften mit der Fachkamera. In diesem Beitrag folgen wir ihm an die Côte de Granit Rose an der französischen Bretagneküste, wo uns Andreas einen Einblick in das Entstehen einer Aufnahme mit der Großformat-Kamera gibt. Ein Muss für jeden Großformat-Landschaftsfotografen! Unter anderem wird auch das Gesetz von Scheimpflug erklärt.

Kommentare

Ich hätte dieses Bild, mit

Ich hätte dieses Bild, mit den Messergebnissen wie im Video erzählt, mit N-1 gemacht, um wirklich Zeichnung in die Wolken zu bekommen. Grundsätzlich hätte ich allerdings nur die Motivwichtigen Partien, also ohne Himmel (Himmel nur zur Kontrolle, um noch Partialkontrast zur Felskante/Himmel in der Ferne zu erhalten und dann allenfalls über Filter verstärkt), gemessen. Weiss nicht, was ihr dazu meint.

Gruss
Hanspeter

PS. ich stand schon vor diesem Felsen.

Zonensystem

Hi,

ich hatte Andreas gebeten, ein Motiv zu nehmen, was möglichst ohne Zonensystem auskommt, da man das nicht bei allen als bekannt voraussetzen darf und er kam in dem Motiv tatsächlich ohne aus. Du hast aber recht, das ist ein typische N-x Situation, offener Himmel und dunkle Schatten.

Besten Gruss MArc

ohne zonensystem....

also die sechs blenden motivkontrast lassen sich durchaus ohne zonensystem richtig auf sw-negativ belichten, wie man hier auch gut sieht...in der positivbearbeitung wird das auf barytpapier auch kein problem, selbst wenn man vielleicht noch gern an der einen oder anderen stelle etwas nachbelichtet (himmel)...oder die schatten etwas abwedelt...

interessant wär es gewesen den kontrast durch einen gelb, orange, oder noch dramatischer einen rotfilter im himmel stark zu verbessern....oder wie Robert Häusser eben auch mal drei tage auf das perfekte licht zu warten....:-)

p.s., last but not least, ich finde wieder ein echt gelungener film...

waaarum...

... braucht man für dieses Bild eine Großformatkamera??? Schönes Video, aber WARUM muss man da so eine große Kamera mitschleppen??? Die Frage hätte ich schon gern noch mal beantwortet...

Knackig und inspirierend erklärt!

Wieder ein schöner Beitrag von Andreas, der Lust auf Großformat macht. Zur Zeit für mich noch kein Thema, aber wer weiß, was die Zukunft bringt... ;-)

GF und die Welt

Zuerst einmal, ein schöner Film! Wichtig, weil GF hier ein Thema ist. weil die vielen Vorurteile bezüglich dieses Formates einwenig entkräftet wurden. Zu schwer, kann man nicht transportieren, ist zu kompliziert etc.
Zu der Frage, Motiv und GF, so hat dies nur der Fotograf selbst zu entscheiden. Die Formatfrage ist so unsinnig wie die Frage an Picasso, welchen Pinsel von welchem Hersteller er denn verwendet hat, um damit auf die Qualität des Bildes zu schließen.
"Wir sehen nur mit dem Herzen" frei interpretiert aus einem der bekanntesten Bücher der Weltliteratur.
Ein paar kleine Kritikpunkte gäbe es dennoch.
Der Stativaufbau war eindeutig ein "Bremser". Ein anderer Film ein anderes Thema, ja, aber hier nicht! Es fehlte der Blick in den Rucksack, denn da haben viele GFler entscheidende Fragen. wie kann ich meine Kamera so transportieren, dass wirklich kein Schaden entsteht, wie hat er das nur verstauen können?
So eine Einstellung wäre viel wichtiger gewesen, als die Nahe vom Objektiv und der Blendeneinstellung. Das kennt doch wirklich jeder Zuschauer hier! Wo blieb der Blick durch die Mattscheibe unter dem Einstelltuch? Erst da wird es wirklich richtig spannend, denn die Welt sieht plötzlich ganz anders aus!
Auch wenn das Motiv nicht so ganz der Brüller war und die überwältigende Dimension dieser Felsen (sorry Andreas!) nicht so ganz rauskam, so trotzdem, nochmals ein schöner Film und ich hoffe, dass ein paar Leute mehr den Mut haben, GF zu probieren. Schließlich ist es wirklich nicht mehr teuer - gebraucht in ebay.
Nur Mut es macht Spaß!

wow!....

selbst ganz ohne irgend eine Ahnung von Großformatfotografie zu haben - dieser Beitrag hat mich schwer beeindruckt. Da steckt halt noch ein richtiges Foto-Handwerk dahinter.

Trotzdem stellt sich auch mir die Frage... Kunst und Handwerk schön und gut, aber wozu? Was will der Fotograf mit dem extra Aufwand an extra Nutzen erreichen? Lässt sich das gleiche (oder bessere) Ergebnis nicht mit modernerer Technik erreichen? Oder ist hier am Enden schlichtweg ein gewisser Masochismus die Mutter der Foto-Freude?

Video hat seine Grenzen

Hallo Gitau,

man muss ein Print von Andreas Weidner in den Händen gehalten haben, um die unglaubliche Kompakt- und Geschlossenheit eines 8x10" Prints zu verstehen. Das können wir leider mit unserer bescheidenen Videoauflösung nicht annähernd rüberbringen.

Beste Grüße Marc

Bin begeistert

Ich selbst habe noch nie mit einer GF Kamera fotografiert, daher hat mich der Beitrag besonders interessiert und ich bin nicht enttäuscht worden.

Auch auf dem Video kann man erkennen, das die Bilder mit einer GF Kamera aufgenommen wurden. Bei KB Format Bildern sieht man oft eine mehr oder minder stark ausgeprägte Kontrasterhöhung an den Rändern von Bildelementen, um subjektiv eine höhere Schärfe vozutäuschen - das fehlt hier völlig.

Einen ND hätte ich auch nicht verwendet, jeder unnötige ND verringert den Dynamikumfang und das will bei dieser Art von Aufnahmen wohl niemand.

Hoffentlich gibt es bald neue Filme mit Andreas Weidner

Sehr gelungene Darstellung der Arbeitsweise mit GF

Toller Beitrag! Ich habe selbst schon mit 4x5" fotografiert und der gelegentliche Blick auf die Großformat-Dias lässt immer wieder Zweifel aufkommen, ob der Wechsel zu KB-Digital eine richtige Entscheidung war. Aber man wird eben älter und bequemer :-)

In dem Film kommt sehr schön rüber, wie man durch die Entscheidung für GF geradezu dazu gezwungen wird, sich sehr bewusst mit dem Motiv und der Belichtung auseinander zu setzen. Für viele ist das der Reiz an GF, andere schreckt genau das ab.

John Shaw empfielt in einem seiner sehr empfehlenswerten Lehrbücher, diese sorgfältige GF-Arbeitsweise auf Arbeit mit Kleinbild zu übertragen. Sicher ein guter Tip, der aber Disziplin erfordert.

Ich freue mich auf weitere Beiträge dieser Art