Das Hybridverfahren Teil 1
Ralph Lambrecht vereint analog und digital
Zusammenfassung:
Das Hybridverfahren: Ein digitales Bild wird in einem Belichtungsstudio auf Film ausbelichtet und kann anschließend ganz normal in der Dunkelkammer auf z.B. Barytpapier abgezogen werden.
Ziel des Hybridverfahrens ist es, die Vorteile der analogen und digitalen Fotografie miteinander zu vereinen. Es handelt sich dabei um ein Kontakt-Print-Verfahren. Man benötigt dafür ein Digitalnegativ, welches der Größe entspricht, die das später ausbelichtete Bild haben soll. Dieses Negativ wird mit Hilfe von Photoshop erstellt. Das digitale Negativ enthält nicht nur das gewünschte Bild, sondern auch zwei Graukeile, die zum einen zur Überprüfung der Ausbelichtung und zum anderen zur Kalibrierung des Dunkelkammer-Setups benötigt werden. Da beim Digital-Analog-Transfer des digitalen Bildes in ein Negativ und später in das Positiv prozessabhängige Verschiebungen auftreten, ist es nötig, dass die Gradationskurve mittels einer Transferfunktion angepasst wird. Die benötigte Transferfunktion und den Graukeil könnt Ihr euch auf Ralf Lambrechts Webseite herunterladen.
Im Anhang befindet sich ein Workshop PDF zum Film (aus: fine art printer 04/2007, S.26-32).
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Kommentare
Errata
Leider ist mir bei der Erklärung ein Fehler unterlaufen. Bei der Transferfunktion wird nicht der rechte sondern der linke Graukeil ausgespart. Der linke Graukeil bleibt dadurch von der Tonanpassung unberührt und kann deshalb benutzt werden um die Qualität des Ausbelichters zu überprüfen. Allerdings ist der Prozess so stabil dass eine Korrektur bei meinem Belichtungbüro noch nie nötig war.
Das hat gefehlt
Prima Beitrag. Davon hätte ich gerne mehr. Mit einiger Bastelei ist mir das sogar mit einem billigen Tintenstrahldrucker gelungen (Canon Pixma 5300). Wenn man gute Folie (hab in einigen Foren den Hinweis auf Agfa CopyJet bekommen) nimmt und ein wenig rumbastelt kann man gut Ergebnisse erzielen. Allerdings ist es etwas tückisch die Transferfunktion ohne Densitometer zu erstellen. Falls jemand hierzu noch Tipps hätte....
Ansonsten sind die beiden Beiträge wirklich eines der Highlights.
Inkjet Hybrids
Für Silberfotografie habe ich aus Qualitätsgründen die Entwicklung von Transferfunktionen für Tintenstrahldrucker bis auf weiteres aufgegeben. Allerdings eignen sich Tintenstrahldrucker hervorragend zur Erstellung von digitalen Negativen für alternative Prozesse wie zum Beispiel den Öldruck. Ein entsprechende Transferfunktion ist in der Library auf meiner Webseite zu finden.
Ralph W. Lambrecht
www.darkroomagic.com
Sehr interessant...
leider ist die angegebene Homepage nicht zu erreichen. Gibt es eine weitere Möglichkeit die benötigten Dateien zu laden?