Horst Faas 7
Ethik und Dilemma des Fotojournalisten
Zusammenfassung:
Horst Faas erzählt hier über seine Zeit in Bangladesch. Er war dort Augenzeuge diverser Kriegsschauplätze und -verbrechen. In Bangladesh erlebte er mit, wie nach der Regierungsübernahme viele Bengalen hingerichtet wurden.
Dieser Hinrichtung ging eine stundenlange Folterung voraus, die Horst Faas zusammen mit seinem Kollegen Michel Laurent fotografisch dokumentierte, wofür beide von vielen Seiten kritisiert, aber auch mit einem Pulitzer-Preis belohnt wurden. Herr Faas berichtet über das ethische Dilemma eines jeden Krisenjournalisten und über negative wie auch positive Aspekte dieser kompromisslosen Berichterstattung.
Der hier gezeigte siebte Film schließt die Reihe über Horst Faas ab.
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Kommentare
Absolut ergreifend
Absolut ergreifender Bericht, wie auch schon die anderen von Horst Faas. Man kann sich selbst gar nicht ausmalen, mit welch unglaublicher Brutälität Menschen im Krieg vorgehen und hilflose, gefesselte Gefangene ermorden.
Immer wieder....
....sehr , sehr interessant.
Erschreckende Bilder...
...doch wohl keine einmaligen Ereignisse!
Fassungslos muss man immer wieder erfahren, wie Menschen Menschen quälen, kein Tier tut so etwas einem andern an!
Wundern tue ich mich aber, dass zugelassen wurde, dass man so etwas fotografiert! Eigentlich sollte man meinen, dass das unter Ausschluss der Öffentlichkeit passieren würde, aber man muss annehmen, dass sich diese Folterer und Mörder noch mit ihren Taten brüsten wollten.
Trotzdem: ein Kriegsreporter weiss sicher, dass er er als Zeuge solcher Greueltaten gleich mit ermordet werden könnte. Andererseits, wie aus den Ausführungen von Horst Faas zu entnehmen, ist ein Kriegsreporter bestrebt und wird auch angehalten, möglichst authentische Kriegsbilder zu liefern. Weil aber solche Bilder eine ewige Anklage auch für eine Krieg führende Partei sind, wird heut zu Tage vermehrt zensiert und man wird kaum mehr mit solchen Horrorszenen konfrontiert, wie während der Kriege bis zum Vietnamkrieg. Doch gebe man sich nicht der Illusion hin, deswegen passierten weniger Greueltaten!
Erbaulich sind solche Bilder nicht, aber notwendig!
Ich frage mich nur, welche Motivation einem antreibt, Kriegfotosreporter zu werden? Geld? Abenteuerlust? Will man der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten? Anklagen? Wie hält man solche Greuel aus und was bleiben für seelische Narben zurück?
Toll
Eine großartige Serie.
herzlichen dank für diesen
herzlichen dank für diesen Beitrag
Fassungslos
Immer wieder bin ich fassungslos zu sehen, wozu ein "Mensch" in der Lage ist.
Horst Faas bin ich dankbar dafür, daß er mit seinen Fotos hilft, mir das vor Augen zu halten. Nur diese Fotos vom sinnlosen und schrecklichen Leid des Krieges ermöglichen der Nachkriegsgeneration ihre "Probleme" zu relativieren und dort einzuordnen wo sie hingehören: in die Kategorie "zweitrangig". Die Fotos von Horst Faas sind die direkte Aufforderung gegen jede Art von Gewalt aktiv etwas zu unternehmen.
Danke für die wirklich wichtigen Beiträge von und mit Horst Faas.
Gegen jede Art von Gewalt....
...beinhaltet ebenso auf Foto TV eingestellte Beiträge (SWAT Team) kritisch zu begegnen. Bilderaussagen welche mit viel Aufwand betrieben, beim Betrachter das Zitat: "geil" auslösen und somit genau dem entgegenwirken wofür sich z.B. Horst Faas in seiner Arbeit einsetzte. Solang wir also nicht auch selbstreflektierend unsere Ansichten hinterfragen oder dies zum Anlass nehmen, z.B über Ursachen von Gewalt mehr zu erfahren, wäre die Wirkung von diesem Beitrag schnell verpufft, wenn es lediglich unserer "Befriedigung" dient. Um nur einen Tag später wiederum den Machern von gewaltverherrlichten Bilderzeugnissen zu zujubeln.
keine "normalen" Kriege
Vielen Dank
für die ergreifenden Bilder! Krieg ist nie abstrakt sondern immer brutal und grausam. Um den Menschen das immer wieder vor Augen zu führen bedarf es solcher Bilder, auch wenn die Entscheidung darüber sie zu machen und zu veröffentlichen, immer sehr schwierig und sehr persönlich ist.