Highspeed Fotografie
Scharf geschossen mit Thomas Schmitfranz
Zusammenfassung:
Thomas Schmitfranz macht in seinem Keller Highspeed Fotografie im low-budget Bereich.
Er zerschießt eine Glühbirne auf einer extra dafür hergerichteten Apparatur und macht das Foto genau in dem Moment, indem die Glühbirne zerspringt.
Dies ist möglich, weil das Geschoss, das die Glühbirne zerschießt direkt dannach auf einen Mikroschalter trifft, der den Blitz auslöst und somit die Glühbirne genau im Zeitpunkt des Zerspringens belichtet.
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Kommentare
klasse beitrag, was genau
klasse beitrag, was genau muss ich bei der verbindung zwischen microschalter und blitzschuh beachten? und wo bekommt man das material (die einzelteile) dafür her?
schonmal den link "Der
schonmal den link "Der Ablauf nochmals zum Nachlesen" gecheckt?
Coooooool
Hallo Thomas!
Wirklich toll, wie du das Ganze hinbekommen hast, die Bilder sprechen ja für sich. Werde mal versuchen, ob ich das auch so hinbekomme.
Klasse!
Klasse Workshop und beeindruckende Ergebnisse, Thomas!
Würde mich sehr über weitere Filme von Dir freuen!
High-Speed-Modus
Sehr interessanter Beitrag, vor allem, da alles ohne Luftgewehr oder ähnliches realisiert wurde. Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, ist die Verwendung der High-Speed-Synchronisation beim Blitzgerät. Wenn ich mich nicht irre ist der Modus ja eigentlich für die Verlängerung der Abbrennzeit gemacht, um den Blitz auch bei extrem kurzen Verschlusszeiten nutzen zu können (kleiner als Blitzsynchrozeit ~1/250s). Würde man den Blitz im normalen Modus zünden, könnte er also insgesamt schärfere Momentaufnahmen produzieren, wobei auch die Blitzleistung wieder steigen würde. Oder irre ich da?
Mit freundlichen Grüßen
Christian
Schärfer geschossen
Hi Christian,
die schärferen Aufnahmen kriegst Du, wenn du mit weniger Leistung blitzt. Schau mal unseren Film zum Thema: http://www.fototv.de/bewegungsunschaerfe_trotz_blitz
Thomas hat hier durch die leichte (BEwegungs-)Unschärfe eine Bewegung deutlich gemacht. Das macht das Bild sehr dynamisch. Will man die Bewegung hingegen komplett einfrieren, dann braucht man weniger Blitzleistung, weil dann der Blitz schneller abbrennt.
Martin Krolop erklärt das im oben genannten Film sehr gut und zeigt auch, dass die Bewegungsunschärfe bei längerer Abbrennzeit eigentlich 'falsch herum' ist.
LG MArc
Microschalter
Ich würde mich übere nähere informationen zu dem "Blitzäuslöser-Microschalter" on Detail, mit angabe der Bezugsquelle und Tipps auch freuen...!
Zum Beitrag selbst: Toll !
respekt!
sehr guter film find ich!
gut strukturiert aufgebaut, logisch argumentiert und sehr gut verständlich gesprochen!
find ich toll. gratuliere!
danke für das feedback
also erst einmal vielen dank für das tolle feedback, schön das es euch gefallen hat.
wie ich lesen konnte ist der mikroschalter bei den meisten das problem. eine genaue bezugsquelle kann ich euch im moment leider nicht verraten obwohl mir z.b. conrad elektronics auf anhieb einfallen würde, ich hatte das teil aus unserem schrottlager auf der firma, wer so etwas nicht hat kann im prinzip auch zwei alufolien benutzen. an die alufolien klebt ihr mit tesa das auslösekabel für den blitz. bastelt euch einen kleinen abstandshalter z.b. aus holz, so das die alufolien sich nicht berühren und trotzdem nahe beieinander liegen. positioniert diesen an stelle des mikroschalters, beim durchschlagen des geschosses berühren sich die folien und lösen den blitz aus. mikroschalter befinden sich im übrigen auch in jeder computermaus, wer also eine solche übrig hat darf gerne seine tecnischen fähigkeiten austesten.
lg
thomas
Super
Hallo Thomas,
ich stimme Dir zu wenn Du sagst das man mit viel Kreativität und wenig Geld tolle Sachen machen kann.
Was mich noch interessiert ist die Nachbearbeitung der Bilder. Vielleicht kannst Du ja mal einen zweiten Film darüber machen wie Du die Bilder nachbearbeitet hast.
Ich hoffe Du beglückt uns noch mit weiteren Zaubertricks.
Gruß,
Bernd
Highspeedsynchronisation
Also das mit der Highspeedsynchronisation beim Blitz kann ich auch nicht nachvollziehen. Wie Christian schon geschrieben hat, hat das nichts mit der Highspeedfotografie zu tun sondern ermöglicht bei Schlitzverlüssen Verschlusszeiten die kleiner sind als die Blitzsynchronisationszeit der Kamera. Die Bewegung wird hier aber durch den Blitz und nicht durch den Verschluss eingefroren.
VG
Alex
wahnsinn, toller beitrag
wahnsinn, toller beitrag
Highspeedsynchronisation
Zunächst: Klasse Film
Der Begriff Highspeedsynchronisation beim Blitzgerät ist sicher etwas missverständlich, da wahrscheinlich unterschiedliche Dinge gemeint waren.
Nicht gemeint ist sicher die Verlängerung der Abbrennzeit, um den Blitz auch bei Kameras mit Schlitzverschluss und kurzen Zeiten zu benutzen.
Wenn man viele Blitzaufnahmen hintereinander machen möchte (also in Highspeed den Film oder die Speicherkarte voll bekommen möchte ;-) ), muss man die Leistung des Blitzgerätes vermindern, damit noch Energie für die weiten Blitze im Kondensator verbleibt. Das wird beim Blitz einfach durch eine Verkürzung der Abbrennzeit erreicht, die sich wiederum hervorragend für das Einfrieren von schnellen Bewegungen eignet.
Diesen Nebeneffekt macht macht sich Thomas Schmitfranz für seine Highspeedfotografie zunutze, indem er einfach die Leisung des Blitzgerätes vermindert, um eine kurze Leuchtzeit zu erreichen.
Übrigens haben alte Bliztgeräte eine Einstellung "W" für den Winderbetrieb. Das war nichts anderes als eine verminderte Blitzleistung, so dass man auch beim Windereinsatz geblitzte Serienaufnahmen mit höherer Bildfrequenz herstellen konnte.
Ein Winder ist ein anschließbarer Motoraufzug, der den Film in einer Kamera automatisch transportiert.
klasse Beitrag ...
animiert zum ausprobieren.
Allerdings habe ich da noch eine Frage, die das Auslösen den Blitzes betrifft.
Liege ich falsch wenn ich sage das die Auslösung erfolgt in dem
der mittlere Kontakt mit dem Kontakt in der Schiene überbrückt wird ?
So geht es zumindest bei meinem alten Blitz, leider kann ich den nicht manuell herunter regeln.
Also würde ich gern meinen Sigma ST DG 500 dafür nutzen,
aber dieser löst nicht aus wenn ich wie oben beschrieben den kontakt überbrücke.
Für Ideen wäre ich sehr dankbar.
LG
Andreas
antwort klasse beitrag
@ streuner: ja, die auslösung des blitzes erfolgt durch ein reines kurzschliessen des selbigen, zum probieren einfach eine büroklammer so verbiegen das die beiden kontakte am blitz unten berührt werden können. zu dem sigma kann ich dir leider nix verraten, sorry.
lg
thomas
re : antwort klasse beitrag
@ tommys-fotowelten, da der Blitz auch auf meine Canon passt sollte er eigentlich auch so auslösen. Werd mal basteln.
Sonst hab ich schon überlegt die 350 mit dem schalter
als fernauslöser zu nutzen um den auszulösen.
die eigentliche cam würde dann wie du beschrieben hast
aufgebaut. Oder wäre da eine Zeitverzögerung drin ?
LG
Andreas
re : antwort klasse beitrag
hallo andreas,
kann dir nicht so ganz folgen was du da mit der 350´er vorhast
thomas
Hochgeschwindigkeitsfotografien
Nun ist der Film ja schon etwas, was Man eben mal ausprobieren könnte.
Wie gut die Qualität der Foto´s ist, wird sich zeigen.
Aber um übehaupt soweit zu kommen, sollte noch beschreiben, an welcher der 6 Pins ( Canon 430 ex, Ettl 2 Geräte) man den Mikroschalter anschließen sollte, damit der Blitz auslöst.
Oder muß man da eine Spannung zum auslösen anlegen,wenn ja, wie hoch in V.
Der 430 ex den ich habe, der rührt sich durch kurzes Kurzschließen der Kontakte leider nicht.
Bei Blitzschuh mit Kabel, mußte mann doch eigentlich auch das Kabel trennen, und mindestens zwei Kabelenden zusammenfügen
Wie habt ihr denn das gemacht?
Gruß und Danke
Gismo
re Hochgeschwindigkeitsfotografieren
hallo gismo,
wenn du einen blitzschuhadapter mit kabel hast brauchst du nur das kabel zu durchtrennen, anschließend die beiden kabelenden ein wenig abisolieren. setze den blitz nun auf den blitzschuhdadapter und schalte ihn ein, halte die beiden kabelenden gegeneinander und der blitz löst aus.
der blitz darf keine spannung abbekommen, also nur kurzschließen!
gruß
thomas
re : antwort klasse beitrag
@ tommys-fotowelten
Ich möchte die 350'er eigentlich nur als
Blitzschuhadapter nutzen :-)
In dem ich Sie über ein Kabel auslöse... da brauch ich mir
den Adapter nicht zu kaufen. Und die Funktionsweise ist
die gleiche.
Das einige was ich nicht weiß ist , ob sich dadurch
das die 350'er noch dazwischen ist sich eine Zeitliche verzögerung ergibt.
LG
Andreas
Sehr guter Beitrag !
Vielen Dank für diesen aussergewöhnlich guten Workshop-Beitrag !
LG Manfred
Kleine Anregung
Ich habe etwas ähnliches vor rund 30 Jahren einmal mit einer Nikon EL2 gemacht - das Resultat zeigte recht dramatische Bilder einer Glasscheibe, die gerade von einem Pfeil durchbohrt wurde. Die Fotos sind leider im Lauf der Zeit verloren gegangen, aber der damalige Aufbau ist vielleicht eine Anregung für den einen oder anderen: Die Zündung erfolgte nicht über einen Mikroschalter, sondern über einen sehr dünnen Draht (aus einer Litze), der hinter der Scheibe gespannt war. Der Draht war verbunden mit einer Auslöseschaltung, die den Bruch nach einer einstellbaren Verzögerung als Kurzschluß an den Blitz weitergab. Dadurch konnte ich die Zeit sehr flexibel zwischen "Pfeil trifft gerade die Scheibe" und "Pfeil ist schon nicht mehr zu sehen" variieren. Die restliche Vorgehensweise war praktisch identisch. Die Fotos entstanden nachts bei Neumond im Freien wobei das größte Problem noch darin bestand, die Scheibe im Dunkeln mit Pfeil und Bogen zu treffen (und die Nachbarn davon abzuhalten, die Polizei zu rufen.. ;)
Arbeitsumfeld
Also - mir gefällt der Keller mindestens so gut wie die Aufnahmen! Thomas hat ja auf die Voraussetzungen aufmerksam gemacht. Mein Keller sieht so ähnlich aus - fehlen nur noch die Glühbirnen und die Zeit und der Schalter und das Rohr und die Pumpe und die Madenschraube und die Brille... 8-)) (Wie war das mit den Tomaten?)
Klasse Beitrag! Weiter so!
lg Conny
...
Ein Toller Beitrag, wobei der Aufwand in der Vorarbeit des eigentlichen Fotos enorm ist.
Toll ist, wie wenig es hier auf die (Foto-)ausrüstung, als viel mehr auf Kreativität des Fotografens ankommt!
Ein sehr Guter Beitrag...
Ein sehr Guter Beitrag... mit wenig Aufwand und etwas Bastelerfahrung ...Klasse:die kreative Lösung mit der "Abschußvorrichtung" ... Thomas Schmitfranz hat den Aufbau sehr gut erklärt ...
Noch eine Idee
Was auch besonders Effektvoll wird und gleichzeitig das Problem mit dem Microschalter löst:
Man durchschießt zwei Alufolien. Diese kommen aber nicht hinter, sondern vor die Glühbirne. Mit viel Geduld findet man den richtigen Moment und bekommt das Geschoss mit auf das Bild.
Nicht ganz einfach, sieht aber gut aus. Ob das mit dem Luftpumpengeschoss geht weiß ich nicht. Mit dem Luftgewehr funktioniert es ganz gut. Wobei die Kugel so schnell ist, dass sie selbst bei hoher Blitzleistung nur als Strich zu sehen ist.
Sicherheit
Ich fürchte in dem interessanten Beitrag ist es etwas untergegangen, das "Licht" (genau die Spannung) der zerschossenen Glühbirne wieder auszuschalten. In der Aufregung könnte dies sehr schnell in Vergessenheit geraten und selbst Fachkundige unterliegen einem erhöhten Risiko, "Licht Aus" mit "Spannung Aus" irrtümlich zu verwechseln. Es betrifft eher einen rein menschlichen Faktor bzw. eines erhöhten Risikos in einem dunklen Raum eine offen liegende Spannungsquelle (die Pole der zerschossenen Glühbirne) zu wissen. Auch das richtige anschließen der Lampenfassung ( spannungsführenden Pol auf den Fuß der Fassung) sollte eine Erwähnung wert sein.
Ihr könnt natürlich auch grundlegend Sicherheit erhöhen und Risiko minimieren indem ihr einen FI Schalter (Fehlerstromschutzschalter) in Kombination mit einer eigenen "minimiert angepassten" Sicherung für euren Versuchsaufbau euch einbauen lasst. M.E. eine sehr sinnvolle Investition für Versuchsaubauten unter Spannung (Strom). Ein Elektriker wird sich bestimmt finden lassen, der beispielsweise als Gegenleistung ein paar schicke "sichere" (Blitz/Lichtbogen, Brandschutz, Gesundheit) Bilder gebrauchen kann. ;)
Zum Verzweifeln.
Ich habe damals mit Begeisterung dieses Video angeschaut und habe lange Geplant auch so etwas umzusetzen. Über die Zeit hinweg habe ich mit 100 Glühbirnen, eine Luftpumpe sowie anderes Zubehör für dieses Experiment. Nun bin ich mal dazu gekommen alles zusammen zu bauen und ich muss echt sagen das es auf dem Video einfacher aussieht als es das ist. Im Moment habe ich das Problem, das die Kraft meines Geschosse ohne Probleme ausreicht, die Glühbirne zu zerstören, aber nicht um noch an den Taster zu kommen. Wie ich mittlerweile raus finden konnte prallt das Geschoss am harten Glas nach dem zerstören ab und landet oftmals überall im Raum nur nicht auf dem Taster. :-(