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Helmut Newton Big Nudes

Ralph Lambrecht auf den Spuren von Helmut Newton

4.32168

Zusammenfassung:

Die 'Big Nudes' von Helmut Newton sind Ikonen der Fotogeschichte. Als Hommage an diesen Grossmeister der Fashion- und Aktfotografie haben wir Ralph Lambrecht gebeten auf Helmut Newton's Spuren zu wandeln und uns zu zeigen, wie man mit einfachen Mitteln eine eigene 'Big Nude' schiesst.

Keine einfache Kopie, sondern im Sinne des Wandelns auf den Spuren eines grossen Meisters, um so das eigene Auge und die eigenen Skills zu schärfen. Behandelt werden unter anderem die Lichttechnik, Posen, Ansprüche an grosse Abzüge, das Arbeiten mit der Hasselblad und der Digitalkamera sowie eine vorangehende Bildanalyse.

Kommentare

zwei Fragen

1. Frage: Mit welchem Epson Scanner wurde das Negativ eingescannt?

2. Frage: Welche Auflösung müsste die DSLR haben, um ein Foto in dieser Größe und in dieser Qualität zu drucken?

Danke!

Gruß
Marc

So sollte es sein

Mit diesem beitrag bin ich sehr zufrieden, keine 5 Minuten und fertig, sondern Vorwort, Hauptteil und Schluß.

Warum können die meisten Beiträge nicht so aufgebaut sein..?
Kompliment an Herrn Lambrecht für diesen gelungenen Beitrag.

Gruss
JPK

Ganz klar ein Referenzfilm

Wie mein Vorschreiber schon schrieb - so sollte es sein!

LG
Peter

fein...

gutes movie...ich geh mit fast allem konform...aber eines verwundert mich dann doch....die filmwahl...ein T.Max 100 wäre viel geeigneter gewesen, als ein 400er auf 200 entwickelt...dementsprechend wären die kontraste auch besser gewesen...siehe die orginale von Newton...die sind um einiges kontrastiger, und eben viel passender zum "dominanten" thema...aber bitte nicht falsch verstehen...das ist meine rein persönliche meinung...:-)))

zwei Antworten

Erstmal Danke für die netten Worte.

1. Zum Scannen wurde ein Epson F-3200 benutzt.
2. Der verwendete Filmausschnitt war etwa 50mm hoch und wurde mit 3200 dpi gescannt. Bei einer Nikon D200 wäre der Chipausschnitt etwa 20mm hoch gewesen und die Auflösung ist da 300 dpi. Der Film wurde 40-fach vergrößert, und damit blieben uns noch 80 dpi beim 2m hohen Bild. Hätten wir die Nikon D200 benutzt hätten wir 100-fach vergrößern müssen, und uns wären deshalb nur noch 3 dpi geblieben. Theoretisch und rein rechnerisch heisst dass das wir eine DSLR brauchen die etwa die 25-fache Auflösung einer Nikon D200 hat. Das gilt aber nur wenn wir so nah wie möglich mit der Nase ans Bild wollen um es zu berurteilen. Bei einem normalen Betrachterabstand (Bilddiagonale) ist der Qualitätsverlust allerdings weniger sichtbar.

FotoTV plant einen datailierten Beitrag zu diesem Thema.

fein... gesehn

Sehr gut erkannt! Newton's Originale sind tatsächlich kontrastreicher als unsere Kopie. Ich kann es einfach nicht über's Herz bringen Schatten absaufen zu lassen. Um sich das Erlauben zu können muss man vielleicht Helmut Newton heissen. Nun gut, unsere Arbeit war eben nur eine Kopie des Meisters. Die Filmwahl auf Tmax-100 zu ändern hätte das allerdings bei mir nicht geändert. Tmax-100 hat zwar mehr Kontrast als Tmax-400 von Haus aus, aber ich entwickle alle Filme nach dem Zonensystem und erhalte deshalb immer den gleichen 'globalen' Kontrast. Ich verwende Tmax-400 weil er auch einen weicheren 'lokalen' Kontrast in den Mitteltönen hat. Es wäre relativ einfach den gemachten Scan kontrastreicher zu zeigen ohne Tmax-100 zu verwenden, aber wie schon gesagt, ich kann mich einfach nicht dazu zwingen.

Manchen Dinge, kann man einfach nicht "kopieren"...

Der Beitrag ist ja ganz nett, aber von einer "Kopie" kann man wirklich nicht sprechen, noch nicht mal ansatzweise.

Sehr fein

Hallo zusammen,

schliesse mich an und sage: sehr interessanter Beitrag mit etwas mehr Tiefgang.
Letztendlich ging es ja nicht darum, den Großmeister himself blind zu kopieren, sondern seine Arbeitsweise etwas näher zu beleichten...was ich persönlich völlig ok finde.

LG

Patrick
www.blende1.net

zwei Antworten (nochmal)

Beim obigen Text hatte sich leider ein Gedankenfehler eingeschlichen. Der Text sollte richtigerweise folgendermassen aussehen:

2. Der verwendete Filmausschnitt war etwa 50mm hoch und wurde mit 3200 dpi gescannt. Bei einer Nikon D200 wäre der Chipausschnitt etwa 20mm hoch gewesen und die Auflösung ist da 3800 dpi. Der Film wurde 40-fach vergrößert, und damit blieben uns noch 80 dpi beim 2m hohen Bild. Hätten wir die Nikon D200 benutzt hätten wir 100-fach vergrößern müssen, und uns wären deshalb nur noch 38 dpi geblieben. Theoretisch und rein rechnerisch heisst dass das wir eine DSLR brauchen die etwa die zweifache Auflösung einer Nikon D200 hat. Das gilt aber nur wenn wir so nah wie möglich mit der Nase ans Bild wollen um es zu berurteilen. Bei einem normalen Betrachterabstand (Bilddiagonale) ist der Qualitätsverlust allerdings weniger sichtbar.

Dank an Dieter für den Hinweis!

Ausgezeichneter Beitrag

...mehr davon, bitte!

Gruss, Andreas

Klasse Beitrag

Ein super Beitrag. Hab' in wenigen Minuten auf eindrucksvolle Weise etwas lernen können. Klase!
LG, Michael

Guter Clip, sachlich

Guter Clip, sachlich vorgetragen mit Konzept.
Das Loch in der Socke war dann noch ein kleiner Schmunzler. *g*

Grandios!

Der Ralf ist ein cooler Typ! Neben den sehr sachlich professionell präsentierten Informationen hat mir besonders gefallen, das der Ralf mit einem Loch in der linken Socke fotografiert hat. Das hat schon Klasse :D
Spaß beiseite... tolles Video, ist auf jeden Fall sein Geld wert!!!
Danke an Ralf Lambrecht!

5 Sterne

...für diesen Film.
Mehr davon.

kleine Kritik

natürlich nochmal an dieser Stelle: Gratulation zu den videos die wirklich endlich einmal einen höheren, professionellen Standard setzen. (vorallem im vergleich zu den Tausenden low-budget Tutorials im inet)

meine Kritikpunkte:
• so weit ich weiss fotografierte Newton nie mit Blitz bzw. verwendete immer Hot-Lights. Angepasst an unsere Zeit wäre ein Beispiel mit z.B. einem Arri-Kopf super gewesen.

• Bei so einem professionellem Remake finde ich schade, dass die Haare des Models fürchterlich ungestylt waren...

Bitte nicht böse nehmen, nur meine Meinung, ansonsten wie schon oben gesagt: weiter so!!

Big Nudes

by Ralph Lambrecht. Von der Analyse der Newton-Bilder bis zum eigenen Bild wird der Ablauf detailliert beschrieben. Im Grunde ein Workshop. Vom Feinsten. Alleine dieser Beitrag ist schon das Halbjahresabo wert.

Gruß,
Kirtel

Wunderbarer Beitrag

Nicht zu verachten sind die neckischen Löcher in den Socken ;)

So macht man das

Auf den Spuren von Newton's Nudes gibt Ralph Lambrecht hier eine gut strukturierte, sachkompetente Anleitung. Videos dieser Art sind
für einen Großteil der fototv.de -Abonnenten eine wertvolle Praxis-Unterstützung (wie auch Dirk Wächters Blitzkurs !)

Von den bisher hier gesehenen Filmen beurteile ich diesen als sehr empfehlenswert.

finde ich gut aber...

die Analyse 'alter Meister' finde ich gut und es war auch klasse vorgetragen. Auch das Model passte gut, aber...

...da hätte man etwas besser recherchieren sollen. Newton machte diese Aufnahmen ab 1981 in den Vouge Studios in Paris. Und ja, er benutzte einen weißen Papier Hintergrund ( was er, wie er selber sagt, sonst nie benutzt) und er benutzte hier für auch einen Blitz.
Aber das ganze wurde mit einer Rolleiflex TLR mit 80mm aufgenommen und nicht mit 150mm. Er benutzte meistens eine Rolleiflex TLR ( angefangen mit einer Rolleicord) und nicht Hasselblad. Und genau diese 80mm mit dem tiefen Kamerastandpunkt, bringen diesen Bild Eindruck, der jetzt bei 150mm Aufnahmen deutlich verloren ging.

1981, also zu beginn der Reihe 'Big Nudes' ( die am Anfang 'die Terroristinnen' hieß, da die Idee zu diesen Aufnahmen den Ursprung in lebsensgroßen Fahndungsfotos von Terroristen, die er bei einer Spezialeinheit der Polizei gesehen hatte. Quelle : Helmut Newton Autobiographie ) entstand ein Selbstportrait mit seiner Frau und einem Model, auf dem Equipment und Aufbau zu sehen sind. Quelle: Ausstellung 'Portrait' Rheinisches Museum Bonn )

Ausserdem achtete er bei den 21 Aufnahmen von 'big nudes' darauf, das die Models eine absolute symetrisch starke Körperhaltung einnahmen, was den strengen Ausdruck verstärkte. Da hätte man der Steffi etwas helfen können, das war im Rücken alles ein wenig krumm.

Also die Idee der ' Meisteranalyse' finde ich gut, die Art des Vortrages auch, aber ein wenig genauer hätte man in der Vorbereitung sein sollen.

Socken

Nächstes Mal bitte auf Socken ohne Löcher achten :-)

der style

der clip ist gut und auch unterhaltsam!

als berufsfotograf muss ich sagen, nachstellen ist immer schwer!

Newton hat seinen Style, wie viele ander auch, für mich ist er kein Gott, aber ein Gott in seiner Zeit!

Technisch gesehen ist dieses Bild einfacher zu gestalten

Die Softbox muss mit Waben oder ähnlichem ausgerichtet werden, der Kontrast muss stärker sein, eine harte Kante muss enstehen, der Schatten muss bleiben, das geht nicht mit so weichem Licht.

Auch die Hohlkehle muss extremer sein, so dass mehr Fom ensteht.

Der Schatten und der Konstrast ist ein wesentliches Element bei Newton.

Aber das kann ich auch nur sagen weil ich zugeschaut habe!

Wie gesagt: Nachmachen ist schwerer - wie selber machen!

Gruß Chris

Softboxen mit Grid und Qualität dieses Projekts

Erstmal eine kurze Anmerkung zum vorigen Posting. Meiner Meinung nach dienen Waben (Stoff) bei Softboxen vor allem dazu, Streulicht im Studio zu reduzieren - und nicht (im Gegendsatz zu beispielsweise Metall-Wabeneinsätzen für kleinere Standard-Blitzreflektoren) zur Beeinflussung der Direktionalität des Lichts. Ich denke, das ist ein weit verbreiteter Irrtum und die meisten Leute, die sich die relativ teuren Softbox-Grids kaufen, erwarten hier den falschen Effekt. Klar, eine leichte Tendenz ist da, aber die Vorstellung eines signifikant "parallelen" Lichts ist falsch.

Und zum Beitrag:

Ich bin voll überzeugt von dem Shooting und dem Ergebnis. Wie bereits in einem anderen Posting bemerkt, ist es wahnsinnig schwer, ein vorgegebenes Ergebnis nachzustellen. Newtons Bilder leben natürlich insbesondere auch von den wahnsinnig guten Modellen und der professionellen Beziehung zwischen Fotograf und Model bzw. der Person Newtons. Zudem kann ich Hernn Lambrechts Argumentation bezüglich der Vermeidung "unorthodoxer" Schatten schon nachvollziehen. Vielleicht hätte er aber in diesem Fall über seinen Schatten (bzw. seine Einstellung ZU Schatten) springen und es vom Licht her möglichst genauso machen sollen wie im Original - notfalls im PS.

Bemerkungen wie "einen Meister kann man nicht kopieren" finde ich unangebracht. Ich habe hohen Respekt davor, solch ein Projekt überhaupt anzugehen und entsprechnd zu publizieren, weil man eigentlich nur verlieren kann. Gerade im Bezug darauf finde ich den Film und auch das Ergebnis super.

Lichtequipment

Hallo! Tolle Idee. Ich habe mich schon immer gefragt wie Helmut Newton oder Avedon oder auch die alten Pirelli fotografiert wurden. Eine Frage:

mit welchen Studioblitzen/ Dauerlicht? wurde das damals gemacht? & Gibt es sowas noch zu kaufen?

Oder sind ausschliesslich die Lichtformer + Lichtstärke relevant?