Frauenakt mit Available Light
Workshop mit Greg Gorman
Zusammenfassung:
Der Starfotograf Greg Gorman zeigt in diesem dritten Workshop mit FotoTV ein Aktshooting mit Model Swetlana. Die Sonne als einzige Lichtquelle, wird von mehreren California Sunbounce Reflektoren gezielt auf Gesicht und Körper des Models verteilt. Auch bei Available Light muss also eine anspruchsvolle Lichtsetzung nicht fehlen.
Greg Gorman betont wiederholt die Wichtigkeit der Kommunikation mit dem Model. Nur wenn das Model genau instruiert wurde und auch immer wieder nachgeführt wird, können gute Bilder entstehen. Dabei achtet er auf kleinste Details, eine winzige Drehung des Gesichts, eine Haarsträhne auf der Schulter, die seine Komposition unterstreichen oder stören könnte.
Solche scheinbar marginalen Bildinhalte, addieren sich zu einer komplett durchkomponierten Fotografie, in der nichts dem Zufall überlassen wurde.
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Kommentare
perfekt
danke für den gelungenen jahresausklang hier.
gute wünsche und grüsse
walo:-))
Eigendlich ganz Gut...
... nur frage ich mich was da jetzt genau "Akt" gewesen ist.
Also wenn der Greg zu 99% eh nur das Gesicht fotografiert hätte Sie auch ein schulterfreies Top tragen können.
Was ich damit sagen möchte: Mit diesem Beitrag hab ich zwar etwas gelernt wie ich mit Tageslicht am Fenster schöne "Porträt" Aufnahmen machen kann, aber wie ich besser Akt Bilder mache Konnte ich aus diesem Beitrag nicht erfahren.
nicht das ich diesen Beitrag schlecht finde oder so, nur speziell mit Akt-fotografie hat dieser Beitrag ja eigendlich nichts zu tun oder ?
LG Maggi
ISO vs Belichtungszeit
Wenn ich mal die Blendeneinstellung wegen der gewollten Tiefeschärfe-Varianten außer Acht lasse, so bleibt eigentlich nur noch die Abhängigkeit von Belichtungszeit und "ISO" übrig. Bis auf einige wenige Fotografen bei fotoTV (z. B. E.Schuy) spielt der ISO-Wert scheinbar keine Rolle. Aber für mich als Hobby-Fotograf schon, denn mit dem Anstieg des ISO-Wertes vergrößert sich auch das Rauschen. Nicht jeder besitzt Vollprofi-Kameras, bei denen das Rauschen weniger dominant ist in der Anwendung.
Im gezeigten Beitrag empfinde ich einen ISO-Wert von 640 schon grenzwertig. Bei Aufnahmen z. B. bei Basketball-Wettkämpfen in der Sporthalle mit Blende 2.8 und einer Belichtungszeit von 1/125 ergab sich ein ISO-Wert von 320. Längere Belichtungszeiten sind bei solchen Sportarten kontraproduktiv. Ein Rauschen war schon zu erkennen bei meiner SONY alpha700 mit APS-C-Sensor. Und sie ist keine ganz billige Kamera (gewesen). Vielleicht gibt es mal einen Beitrag mit konkreten Beispielen zum Thema "ISO".
Gruß Conny
sehe ich genauso
Ich sehe es genauso wie Conny.
Das Hochpeitschen des ISO-Wertes sollte gerade bei professionellen Shootings (und das hier soll ja wohl eins gewesen sein) vermieden werden.
Zudem fand ich die Schärfentiefe bei den Ganzkörper-Shots im letzten Drittel des Beitrags zu hoch. Man sah die gesamten Außenanlagen, Spielplatz etc.
Finde ich bei solchen feinfühligen Portraits nicht wirklich schön.
Anstelle den ISO-Wert derart hoch zu setzen, hätte die Wahl eines offenblendigeren Objektivs (unterhalb 2,0) beide Probleme gelöst (niedrigerer ISO und schöneres Bokeh).
Ich fand die Location auch nicht wirklich schön, ging aber wohl bei diesem speziellen Workshop nicht anders.
Beschränke ich mich auf den Umgang mit den Reflektoren, ist dies ein guter Beitrag gewesen.
Für mich aber insgesamt eher nicht.
@steffen herbst
??? blende unterhalb 2,0 dann isses vielleicht heller, aber es fehlt extrem an schärfe, mit ner etwas besseren kamera kannst du ruhig bis iso 3000 und höher fotografieren ohne ein rauschen reinzubekommen... also wäre es quatsch mit blende 1,2 oder 1,4 zu fotografieren, dann sind die augen scharf und die ohren unscharf... . die location is geschmacksache, ich fand sie gar nicht so schlecht und die bildresultate recht gut. es hätten insgesammt etwas mehr informationen drinne sein können, aber es ging ja auch nur ums natürlich vorhandene licht, was hätte man noch sagen sollen? vielleicht mal aufnahmen im vergleich mit und ohne reflektor ... gruß und guten rutsch gleich. holger
@holgermueller
Die Wirkung einer Offenblende hängt vom Abstand zum Objekt ab.
Machst Du mit Offenblende ein Portrait (also sehr dicht dran), verschwindet schon der halbe Kopf im Bokeh.
Hier ein Beispiel (Blende 1,4 ... auf's linke Auge fokussiert, anderes Auge, Ohr etc. verschwinden bereits in der Unschärfe):
http://www.steffenherbst.com/Bilder/Kids/Melissa.jpg
Sobald der Abstand zum Objekt größer wird (Halbkörper- oder Ganzkörper-Shot), ist das Objekt trotz Offenblende komplett scharf, das Bokeh bleibt aber.
Hier zwei Beispiele, 1x Halbkörper mit Blende 1,4 und 1x Ganzkörper mit Blende 1,8.
(Objekt scharf, Tasse wird bereits unscharf)
http://www.steffenherbst.com/Bilder/Fashion_Outdoor/summer-fashion-2011-...
http://www.steffenherbst.com/Bilder/Kids/run-honey-run.jpg
Eine Offenblende macht also nicht das Foto heller (denn die Belichtungszeit wird ja entsprechend verkürzt oder der ISO-Wert entsprechend herab gesetzt), sondern verändert lediglich die Schärfentiefe.
Fazit:
Das Ganzkörper-Foto von Swetlana mit Offenblende (1,8 beispielsweise) hätte einen niedrigeren ISO-Wert ermöglicht und gleichzeitig den unruhigen Hintergrund (Straße + Spielplatz) ausgeblendet.
Gruß und guten Rutsch!
Steffen
Ein frohes neues Jahr und Danke für den Film !!!
Gut gemacht!
Mann kann sich immer wider gute Ansätze für eigene Geschichten hier mitnehmen.... :)
Ich kann die Diskussion über technische Werte hier nicht richtig nachvollziehen.....
denn es kommt letzten Endes immer auf das fertige Bild an.....und nicht auf die Art
wie fotografiert wurde....
Denn das Motiv/Model/Location sind wichtiger als alles andere.
Und hier wird super gezeigt, wie man dort hin kommt...... :)
@Andre Wolff
Das ist ja genau der Punkt.
Das fertige Bild (Ganzkörper-Shot) gefällt mir nicht.
Und das liegt nun mal an den technischen Punkten, die oben genannt wurden.
Und wenn man in einer Community wie dieser hier nicht über technische Aspekte sprechen kann, ja was soll das dann alles ??
Wie gesagt ... die Vorführung der Reflektoren ist gut und hat mir gefallen.
Das war ja auch primär Ziel des Workshops in Zingst.
Insofern hat Greg Gorman ja das Ziel erreicht.
Aber der Beitrag hier in FotoTV zielte darauf ab, bessere Akt-Fotos zu machen.
Und genso SO will ich Akt-Fotos eben nicht haben.
Ich will auf einem Akt-Portrait nicht noch den Vorgarten, den Spielplatz und die Garageneinfahrt des Nachbarn im Hintergrund haben.
Und das Ganze dann auch noch mit ISO 640 und höher.
Der Film soll ja auch nur ein Beispiel sein....
.... es handelt sich ja hier nur um ein Lernvideo.....und nicht um ein Shooting bei dem die Bilder an Kunden verkauft werden sollen...die Bilder sollen ja nur als Lernmaterial dienen.....schau dir die HP von Greg Gorman an, da sieht man ehrer die "richtigen" Arbeiten......
Ausserdem ist es eh Geschmacksache wie ein Bild auszusehen hat und wie nicht.....
Nur meine persönliche Meinung!
Ich kenne den Greg nicht persönlich und habe auch nichts gegen ihn, aber leider habe ich noch kein gutes Video auf Foto-TV von ihm gesehen. Die Bildergebnisse sind - wenn man nicht wüsste, dass es Greg Gorman gewesen ist - duchschnittlich.
Ich muss mich hier leider auch SteffenHerbst voll anschliessen.
Zu Gregs verteidigung muss man zwei Dinge erwähnen, denke ich:
1. Weitwinkelaufnahmen (hier waren es 35mm oder auch weniger) haben grundsätzlich eine hohe Schärfentiefe, da kann man alles Gerede über geringe Schärfentiefe und cremiges Bokeh vergessen.
2. Die Bilder sind alle unbearbeitet und das sieht man. Einige hätten komplett bearbeitet bestimmt sehr schön ausgesehen.
@SteffenHerbst
Auf der anderen Seite finde ich aber deine Bilder sehr gelungen :-)!! Technische Mängel sollten meiner Meinung auch angesprochen werden, da wird ja hier einen Profi bei der Arbeit zusehen und nicht einem Hobbyisten... Wenn also der Spielplatz im Hintergrund nervt, dann sollte man eine andere Sicht wählen...
Halb voll, halb leer
Liebe Leute,
Greg Gorman fotografiert normalerweise nicht in Glasanbauten bei strömenden Regen an der Ostsee :-)
Die Ergebnisse, das wurde ja auch schon bemerkt, sind nicht repräsentativ dafür, was Greg sonst für Fotos macht, wenn er alles planen und gestalten kann. Ich glaube, das wird deutlich, wenn man sich seine Bilder ansieht.
Warum dann so ein Film: Hier könnt Ihr zusehen und hören, wie ein sehr sehr sehr renommierter Fotograf denkt und an eine Situation herangeht. Folgt man dem aufmerksam, dann ist dieser Film voll mit Anregungen, Denkanstössen, Techniken und so weiter.
Wir würden natürlich auch lieber zeigen, wie es bei ihm im Studio zugeht, aber dafür müssten wir nach LA fliegen. Ich denke, das Erlebnis einem der ganz grossen zuzuschauen und sogar noch Erklärungen zu bekommen ist hier schon erreicht. Man muss sich halt aus jedem Film die Rosinen rauspickeen, oder?
LG MArc