Wettbewerbsfotografie
Tipps von Detlev Motz
Zusammenfassung:
Detlev Motz ist erfahrener Fotograf, Kenner der Fotoszene und seit seinen Tagen bei der Colorfoto mit Fotowettbewerben bestens vertraut. Er gibt Tipps zu Themen der Motivauswahl und Aufbereitung für Wettbewerbseinreichungen und gibt uns Einblicke in die Denke von Juroren.
Detlev Motz ist zwischenzeitlich auch nicht mehr bei fotoDIGITAL, sondern arbeitet daran, einen Fotowettbewerb mit interessanten Preisen zu starten. Es zählt die Idee, Umsetzung und Präsentation. Eine persönliche Bildbesprechung wird es ebenfalls geben - kompetent und recht umfangreich. Mehr auf seiner Homepage.
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Kommentare
Klasse
Ich könnte Detlev stundenlang zuhören*g*
lg Calvin
Anmassend...
ist Herr Motz mit seiner Aussage, wonach Analogfotografen mit Ihren Vergrößerungen "abstinken" können. Hat Herr Motz jemals einen richtig ausgearbeiteten Baryt-Abzug in Händen gehalten bzw. überhaupt einmal mit Baryt gearbeitet ? Vielleicht muss der Autor auf Grund seines Namens sich solcher provokanten Wortschöpfungen bedienen um auf sich aufmerksam zu machen .... ist doch unterste Schublade !
Auch jahrzehntelanges Arbeiten bei einer Foto-Zeitschrift gibt Herrn Motz noch lange nicht das Recht solche Behauptungen aufzustellen.
Es geht doch nicht darum ob nun digital oder analog besser ist, können wir doch als "Hobby-Fotografen" je nach Lust und Laune mit Beiden arbeiten.
Etwas mehr Fachkompetenz vor Herrn Motz hätte ich mir schon gewünscht.
Gruß
Peter
Skalar
Lieber "Skalar"!
Wir geben Seminare und waren erst vor kurzem bei einer FineArt-Gruppe die nur Baryth-Abzüge zeigte und teilweise mit Grossbildkameras arbeitet. Auf einem DIN A4 bis DIN A3-Abzug war zwischen digitalen und analogen Abzügen kaum ein Unterschied zu sehen. Doch, die digitalen Ausdrucke auf dem richtigen Papier waren besser. Ausserdem vergessen Sie, daß eine Jury in etwa 3 bis 6 Sekunden ein Bild beurteilt ! Nein es geht nicht um digital oder analog. Aber jeder Fachjuror sagt Ihnen gleiches. Sie hätten sicher mehr Fachkompetenz, wenn Sie selbst mal bei einer Jurierung dabei wären. Ich lade Sie gerne mal zu einem Vergleich ein.
Hallo Herr Motz,
auf den eigentlichen Grund meines Kommentares sind Sie nicht eingegangen. Weshalb die Aussage "abstinken", hier gibt es nun wirklich andere Bezeichnungen wenn Ihnen analoge Arbeiten nicht mehr zusagen. Ich bleibe dabei: Ihre Ausdrucksweise in diesem Punkt bleibt für mich unakzeptabel..
Ich maße mir keine Fachkompetenz an, bin ja nur "Freizeit-Fotograf" und muss niemandem mein Wissen beweisen. Für Ihre Person sollten da allerdings andere Maßstäbe gelten. Sie haben publiziert und sind in Fotografenkreisen bekannt. Gerade deshalb sollten Sie mit der Wortwahl etwas vorsichtiger umgehen
Wenn der Unterschied in den Abzügen, wie Sie oben einräumen, kaum zu sehen war, wie schafft es dann ein Juror in 3-6 Sekunden diesen Unterschied zu bemerken und evtl. zu bewerten, "abstinken" müssen diese Arbeiten deshalb wohl noch lange nicht. Wichtiger ist doch wohl die Bildaussage, egal ob analog oder digital aufgenommen bzw. bearbeitet.
Ich hoffe, dass wir wenigstens in diesem Punkt gleicher Meinung sind.
Vergleichen kann ich sehr wohl, arbeite vom Kleinbild bis Großformat selbst aus, analog wie digital - auf den entsprechenden Papieren - und mit den geeigneten Druckern, u.a. Epson 7800.
Kalibrierter Monitor und für die entsprechenden Papiere erstellte Profile/Rip's sind selbstverständlich.
Peter
Skalar und Mozk
An Skalar: Herr Motz hatte doch gesagt, dass in 3-6 Sekunden bei der Betrachtung kein Unterschied zu sehen ist. Und die Verwendung des Wortes „abstinken“ finde ich gar nicht so schlimm. Es war eben ein locker geführter Vortrag, und in diesem Kontext finde ich die Verwendung von einigen umgangssprachlichen Begriffen in Ordnung. Man weiß doch was gemeint ist. Und ich gebe Ihnen Recht: Es kommt nicht nur auf die Technik an, sondern vor allen Dingen auf den Ausdruck und die Komposition. Mit perfekter Technik bekommt man noch lange kein perfektes Foto. Es ist das gewisse Etwas in einem Bild, welches eine meisterliche Aufnahme von einem technisch gut gemachten Foto unterscheidet. Deshalb ist es meiner Meinung nach auch völlig wurscht (oh gott, welch vulgäre wortwahl) wie eine Aufnahme vergrößert wird. Es ist zwar ganz schön wenn man noch weiß, wie man ein negativ vergrößert, und man kann auch damit angeben, aber eigentlich ist es im Zeitalter der 20 Megapixel nur noch Nostalgie.
An Herrn Mozk: Als sie das Foto erwähnten, welches das Thema des Dopings aufgegriffen hat, wurde ein Bild mit einem Radfahrer, den Olympischen Ringen und eine Hand mit Spritze eingeblendet. Sollte dies ein Positiv-Beispiel sein? Für mich war es eine gräßliche Montage, welche mit Fotografie auch nichts mehr zu tun hat. Ein wirkliches Reportage-Foto, z.B. von einer Razzia in einem Mannschaftswagen hätte ich viel treffender gefunden.
Mehr Motz
Liebe Leute,
auch andere Websites haben Herrn Motz als Wettbewerbsspezialist entdeckt: Wer mehr Motz möchte muss mal hier schaun:
http://www.foto-howto.de/content/view/283/1/
LG Marc
Sehr unterhaltsamer Beitrag
Sehr unterhaltsamer Beitrag - mir hats gefallen!
Launig und provokativ - so mag ich das!
Der Beitrag hat mir ausgezeichnet gefallen - im Gegensatz zu einem meiner Vorredner begrüsse ich die unverblümten Statements von Herrn Motz! Wir sind aktuell dabei, einen Fotoclub zu gründen und ich habe gerade eine Idee bekommen, wen wir dort gern mal als Referenten einladen würden ...
lg Andreas
Allgemein
Es wäre ja schön, wenn ein Amateurfotograf die Radler bei einer Razzia im Mannschaftswagen fotografieren könnte - aber da kommen selbst Profis schwer rein. Man merkt an solchen Aussagen nur, daß manche User wenig Ahnung von der Wirklichkeit und noch weniger von Wettbewerben haben.
Meist muss man froh sein, wenn mal ein anderes Bild kommt wie Schmetterlinge, Kinder, alte Männer die nicht davon laufen können, Eisvögel oder Karneval in Venedig. Und nochmals zum "Aufreger" Baryth-Papier. Ich sprach über Wettbewerbe und habe das Wort "Baryth" dort nicht erwähnt, weil kein normal sterblicher Fotograf Baryth (bis auf ganz wenige Ausnahmen) zu einem Wettbewerb einsendet. Dort landet FineArt-Papier, normales Papier und viele Fotos bei denen das Papier die Ähnlichkeit mit Klohpapier hat. Ich kann einigen "Kommentatoren" einfach nur raten, mal eine öffentliche Jurierung zu besuchen. Die hat wenig zu tun mit den Jurierungen in Communitys wo man Knöpfchen drückt oder einfach nur die Besucher entscheiden lässt. Im letzteren Fall weiß man meist schon im voraus was für Bilder gewählt werden...
Die Aussagen
von D.Motz sind zutreffend. Das Wort abstinken bezog sich ja auf die Chancen der Dukabilder im Wettbewerb zu den SW-digiprints.
Ist vielleicht nicht sehr feinfühlig gesagt, trifft aber zu.
Ich arbeite auch nur noch digital. Nicht weil mir das Hocken vor dem Mac speziell Lust bereitet, sondern weil ich endlich die Kontrolle von A - Z in meiner Bildproduktion erreicht habe und nicht abhängig bin von Diafilmentwicklern etc.
Diese Tatsache schlägt 1:1 durch auf die Chancen oder Nichtchancen der Fotos an Wettbewerben.....
lg
Walo
Informativ
Ich finde den Beitrag sehr gut. Als Anfänger kann man sich noch nicht so richtig etwas unter den ganzen Wettbewerben vorstellen nach welchen Kriterien dort Beurteilt wird.
herr motz
bringt es auf den punkt....weiter so...
Super Beitrag
Es hat Spaß gemacht zuzuhören und wo die Prioritäten einer Jury liegen hat man auch noch erfahren.
Ganz besonders haben mir die klaren Worte von Herrn Motz gefallen - eindeutige Ansage wo es lang geht.
Kleine Anekdote am Rande, mit 16 habe ich zu ersten mal an einem Wettbewerb teilgenommen und auch gleich den dritten Platz gemacht. Danach dachte ich es müsste so weitergehen und habe an einem anderen großen Wettbewerb teilgenommen und mich natürlich nicht platziert *g*. Das hat dann dazu geführt das ich nicht mehr an Wettbewerben teilgenommen habe. Aber nach dem Beitrag bekomme ich richtig wieder Lust mich wieder mal zu versuchen.
Klare Worte
Hab den Beitrag erst spät entdeckt, muß aber sagen, dass ich von diesem Beitrag sehr angenehm überrascht bin!
Im ersten Moment hab ich bei dem Namen und der Mütze vermutet, dass ich nun wieder einen "Künstler" in weltfremder Sprache und Aussage über belanglose Dinge als Kunst in Verbindung mit "Kunst vs. Wettbewerbe" schwelgen höre...und ich gebe zu meiner Schande zu mich maßlos getäuscht zu haben.
Es war ein Fest ihm zuhören zu dürfen.