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Andrzej Dragan

Portraits From a Lost Highway

4.585585

Zusammenfassung:

Andrzej Dragan ist Physiker. Der 30 Jährige lehrt an der Warschauer Universität im Bereich der Quantenphysik. Darüber hinaus beschäftigt er sich noch mit Musik und findet großen Gefallen darin, die Menschen zu beobachten. Letzteres brachte ihn vor einigen Jahren zu einem weiteren Hobby, der Fotografie.

Seine Fotografien sind Portraits von Personen jenseits aller Schönheitsideale. Mit seinen Bildern hat er sich zum Ziel genommen, die Widersprüchlichkeit von Portraits zu skizzieren und den Betrachter in die Irre zu führen.

Das Arbeiten mit der Kamera ist für ihn nur ein Mittel zum Zweck. Den eigentlichen Fotografierprozess mag Dragan nicht, ein Shooting geht bei ihm daher auch schnell über die Bühne. Die Arbeit beginnt für ihn erst in der Nachbearbeitung, die für ein einziges Bild bis zu einem Monat andauern kann.

Mit seinem unverwechselbaren Stil hat sich Andrzej Dragan bereits einen Namen gemacht. Draganizing nennt man inzwischen die Bearbeitung von Fotografien in Photoshop, die den einzigartigen Look, den seine Bilder erzeugen, nachahmen sollen. Dragan selber ist, wie er in unserem Interview verrät, nicht sonderlich erfreut darüber, dass seine Werke so inspirativ wirken. Seiner Meinung nach wird die Kreativität durch das Beeinflussen und Kopieren gehemmt, als dass sie entfaltet wird.

Wir trafen den polnischen Ausnahmekünstler in der Hamburger G3-Galerie zur Eröffnung seiner Ausstellung "Allegories & Macabresques".

Kommentare

Interesting work!

Interesting work!

Phantastisch

...einfach nur phantastisch.
Andrzej, seine Bilder, der Film.
Ich bin begeistert.

Gruß Lutz

Ich glaube, von diesem jungen Mann wird man noch viel hören

Jung, bescheiden und mit einem furchtbaren Englisch wagt er sich in die Welt, die er mit seinen ungewöhnlichen Sehweisen irgendwann erobert haben wird. Seine Fotos sind auf eine ganze eigene Art große Klasse - mutig und weitab vom mainstream.

Absolute Begeisterung

Ich habe Andrzej Dragan schon vor einiger Zeit für mich entdeckt und finde den Film großartig.

Ein großer Ausnahmefotograf!

Musik

Wieder mal ein wirklich toller Film und beeindruckende Bilder!. Was ist das denn für eine Musik die den Bildern am Anfang unterlegt ist?

Viele Grüße

Alex

Echte Kunst

So stelle ich mir gute Fotografie vor.
Er hat seinen eigenen Stil entwickelt, der ankommt und viele die im Mainstream schwimmen weit hinter sich gelassen. Leute es muß nicht immer Beauty & Fashion sein. Er ist das beste Beispiel dafür.

Danke

Danke für den interessanten Beitrag.

FotoTV hat es geschafft. Ich habe noch nie ein Bild von ihm gesehen geschweige denn ein Interview.

Es ist wie ich es mir dachte.... das Motiv macht das Bild (bei seinen Bildern).

Die Harmonie.... und das kann man wohl nicht lernen:-)

lg Calvin

So gänzlich unbekannt ist Mr. Dragan ja gar nicht mehr!!!!

.... was natürlich keinen Deut an meinem begeisterten Kommentar vom 15. Jan ändert! Für den Calvin und alle anderen seis kurz angemerkt. siehe Lindemanns\ Anthologien. In "Photo-Art 06" ist er als einer derKofotografen mit enthalten. Ich kenne das Buch selber nicht, habs nur durch Zufall entdeckt.

LG Sunny

Bam

Wow sehr impusannte Bilder und sehr interessant gedanken die sich Andrzej Dragan macht! Ich zieh den Hut vor den arbeiten und die
Umsetzung!

Sehr sehr lobenswert!!!

Gruß Matthias

super!

Bemerkenswerte Fotos! Aussergewöhnlich.

Danke aus Wien,
Claudia
www.message-to-the-world.blogspot.com

Beeindruckt

sehr ansehenswerte Arbeiten - interessante Eistellung zur
Vorgehensweise zur Erstellung der Fotos

Gelungene Vorstellung

Vielen Dank für die Vorstellung des Künstlers und seiner Werke. Mir sagt auch die bescheidene Art seiner Ausführungen zu. Was ich nicht ganz glaubhaft finde, ist seine Aussage, dass er sich nicht so sehr mit den Werken anderer Künstler beschäftige. In den Bildern erkennt man die Bearbeitungstechniken, die momentan so angesagt sind. Dieses Wissen erhält man nur man die aktuelle Szene verfolgt. Dennoch stimme ich seiner Grundaussage zu, dass man nur Neues entwickeln kann, wenn man sich nicht zu sehr mit dem Schaffen anderer beschäftigt.

Viele Grüße
Gerhard

Schon allein

dieser Beitrag ist ein Abo wert. Vielen Dank.

LG
Ralph

Ein plakatives Kind des Medienzeitalters.

Die Arbeiten wirken zuerst recht stark, aber dann verglich ich sie mal mit Filmplakaten und siehe, es sind überwiegend vordergründige Effekte, die blenden und teilweise recht synthetisch aussehen.

In seinen Ausführungen kommt auch durch, das er nur Effekte sucht und den eigentlichen Inhalt eines Portraits gar nicht beschreiben kann.
Die abgebildete Person als Wesen, ist da eigentlich vergessen worden. Gerade Potrait, setzt doch eine geistige Vorarbeit voraus, eine Beschäftigung mit dem Gegenüber. Ihn nur vorzuführen reicht da bei weitem nicht aus, für gute Arbeiten.

Er wird sicher viele Jünger finden, ich gehöre nicht dazu.

schön unverdorben

Ich finde es schön das sich dieser Künstler - und ich meine Künstler - nicht beeinflussen lässt sondern sehr viel Emotionen darzustellen versucht die nicht undebingt auf den ersten Blick sichtbar sind.

Gratulation zu diesem Fotografen.

Andzej Dragan

Interessanter Kommentar von foto 63. Ja, vordergründig beeindruckende Bilder (selbstverständlich großformatig ausgestellt, damit, wie sollte es in gegenwärtiger Fotokunstwelt anders sein, beabsichtigte Effekte verstärkend) dank Auswahl und Inszenierung der Dargestellten. Die Oberflächlichkeit, die ja, meine ich, nichts zu tun hat mit der vom Fotografen formulierten langen Suche nach der besten Wirkung des Porträts am Computer, ergänzt Dragan mit scheinbar schlauen Äußerungen. Betrachter täuschten sich beim Blick in das freundliche Gesicht eines älteren Herrn, denn er ist ein Todgeweihter! Denkt euch doch bitte den (für mich entsetzlich inszenierten) Körper der Magersüchtigen weg - welch ein hübsches Gesicht! Missbraucht Dragan die Menschen vor seiner Kamera zur eigenen, offenbar leider erfolgreichen, Profilierung im Fotografie-"Kunst"Markt. Dragan meint, Fotografie lüge immer. Ein alter, wie ich denke, sinnloser Streit. Ich halte es da lieber mit Robert Capa: "Die Wahrheit ist das beste Bild". Und mit Edward Steichen: "Als ich mich der Fotografie widmete war es mein Wunsch, sie als Kunst anerkannt zu sehen. Heute würde ich für dieses Ziel keinen Pfifferling mehr geben. Die Aufgabe des Fotografen ist es, den Menschen den Menschen zu erklären und ihnen zur Selbsterkenntnis zu verhelfen."
Ulrich Joho

Andrzej Dragan - back to the roots

15 spannende Minuten - beeindruckt -
aber da bin ich, ohne mal Namen zu nennen, ja nicht der Einzige.

na ja

Ich schließe mich meinem Vorredner an. So einmalig ist es nicht. Diese Art von Fotos findet man häufiger auf Flickr und ist für mich zu effekthascherisch. Wenn das Bild 4 Wochen bearbeitet werden muss ist es nicht das was für mich Fotografie ausmacht. Aber er wird ganz sicher sein Publikum finden und ich wünsche Ihm alles Gute.

Danke für den sehr

Danke für den sehr interessanten Beitrag.
Ich bin ehrlich gesagt auch erschreckt über seine Ansichten. Wenn man kreativ an neue Dinge heran geht, hat man schon immer einen Wissens- und Erfahrungshintergrund, man bedient sich also zwangsweise an dem Kulturgut der Gesellschaft. Dass sich Dragan anmaßt, ein Schöpfer von vorher nie dagewesenem zu sein, finde ich unsymphatisch (ich habe beinahe eine Patentkeule schwingen sehen).
Auch sein Stolz, dass ihm seine Arbeit aus dem Ärmel flutscht, er beinahe immer nach dem möglichst kürzestem Zeitaufwand sucht, finde ich bedenklich und wirkt auf mich wie ein Versuch zu imponieren.
Es ist wirklich, wie schon gesagt, eher eine Effekthascherei als eine tiefergehende Geschichte von Persönlichkeiten, denen er nachgeht.
Jung und naiv (wenn ich mir die Beurteilung mal als gleichaltriger erlauben darf).

Aber nichtsdestotrotz ein sehr interessanter Beitrag, danke!
Auch die Bilder gefallen mir in größten Teilen, aus ästhetischer Sicht. Nur schade, dass so wenig dahinter steckt.

!!!

@ggroove: Naja, Tatsache ist aber, dass die meisten seiner Werke 5-6 Jahre alt sind. Und zu diesem Zeitpunkt war diese Technik gänzlich unbekannt. Ich denke, Herr Dragan war der Vorreiter für diesen Stil. Trotzdem bin ich der Meinung, dass diesen Stil niemand so hinbekommt wie er. Mit Fotografie hat das Ganze sicher nicht mehr viel zu tun (im klassischen Sinne). Trotzdem sind seine Bilder (ja, ich sage bewusst "Bilder" und nicht "Fotos") herausragend und das kann wirklich keiner abstreiten. Ich bin Fan. Und wer es nicht ist, ist meiner Meinung nach engstirnig und nicht offen genug.

Zerrissen

Toller Beitrag. Ich glaube zu wissen, dass die Bilder in der Nacht anfangen zu leben. Super!

Hut ab

Für mich die Eleganz der guten Fotografie. Genialer Künstler.

Jemand der etwas zu sagen hat...

... und Bescheiden ist. Wow , diese Kombination gibts selten. Schöner Beitrag. Auch gut gemacht, dass es nicht weiter kommentiert wurde. Der Künstler spricht für sich.